Posts by UmUlmHerum

    Hallo Abeja,

    sagen wir mal so: es ist mit recht hoher Wahrscheinlichkeit O. alutacea, und das soll anscheinend wiederum ein noch nicht auseinandergedröseltes Aggregat sein. Gut ist schon mal, dass Du ihn unter Buchen gefunden hast (und nicht z.B. Pappeln oder Fichten), Farbe (für junge Frk.) und Form passen auch.

    Ich hatte den Ledergelben Öhrling dieses Jahr 2x, einmal mit wenigen angetrockneten Exemplaren (1. Bild) im Juni und am gleichen Fundort – unter Linde/Buche auf Kalk – eine zahlreiche Herbstfruktifikation im September. Unterm Mikro gab es zumindest keine Abweichungen zu dieser Art, die Sporen passten in Größe und Quotient. Da kann es aber auch Überschneidungen geben, die Frk.-form kann ebenfalls variieren. Übrigens verändert sich die Farbe der Apothezien mit dem Älterwerden erheblich – sie werden immer dunkler bis zu dunkelbraun. Damit konnte ich meine Pilzvereinskollegen foppen: ich hatte ledergelbe, mittelbraune und dunkelbraune Exemplare dabei und ließ die Experten mal raten – keiner hatte gedacht, dass es sich bei allen um die gleiche Art handelte. Leider habe ich diese Zusammenstellung nicht fotografiert. Aber von dem Grüppchen auf dem 2. Bild habe ich ein Foto, als sie noch jung und hell waren.

    Herzliche Grüße – Rika

    Hallo Junis,

    zu Missbildungen bei Pilzen gibt bzw. gab es ein eigenes Unterforum hier https://www.pilzfotopage.de/Pilzforum/view…72781819feb481f – "gab" weil der Moderator = Fachmann für Pilzmissbildungen, inzwischen leider verstorben ist. Aber als Archiv besteht es weiterhin – vielen Dank dafür an Betreiber Harry! Da kannst Du ja mal ein bisschen blättern... die Missbildung Deiner Lacktrichterlinge nennt man "Prolifikation". Ein Beispiel von einem ziemlich ähnlich aussehenden Lacktrichterling findest Du, wenn Du über die Mitte hinaus runterscrollst, hier: https://www.pilzfotopage.de/Pilzforum/viewtopic.php?t=7408

    Im Übrigen sind Viren, die Pilze verändern, für Menschen (i.d.R.) ungefährlich, da diese Viren mit dem menschlichen Organismus nichts anfangen können – so die Auskunft einer Virologin, die sich u.a. mit deformierten Pilzen beschäftigt hat.

    Viele Grüße – Rika

    Hallo,

    könntest Du mal einen Fruchtkörper vorsichtig rausmachen (nicht abschneiden, sondern komplett mit dem ganzen Stiel aus der Erde pulen) und ihn von unten fotografieren? Das würde die Bestimmung erheblich erleichtern.

    Die Wuchsform erinnert an den Anis-Zähling (Lentinellus cochleatus), der aber normalerweise nicht weiß ist sowie nicht so dünnfleischig und grobere (gezähnte) Lamellen besitzt. Diese Fruchtkörper haben feine weiße Lamellen, die man nur erkennt, wenn man das Foto stark vergrößert. Mein Verdacht im Moment ist der Ohrförmige Seitling (Pleurocybella porrigens), siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Ohrf%C3%B…i%C3%9Fseitling

    Viele Grüße – Rika

    Hallo "Bodensee",

    Deine Bestimmung könnte schon stimmen, aber überprüfe doch noch einige Merkmale – mikroskopierst Du auch?

    Hast Du mal einen Fruchtkörper durchgeschnitten? Unter der Huthaut sollte sich bei Hohenbuehelia eine Gallertschicht befinden. Und dann mal ein bisschen reiben und riechen – sollte nach "Mehl" wie der Maipilz riechen und schmecken.

    Viele Grüße – Rika

    Dear Annabel,

    I don't have a direct answer to your question, but at least this: the Faculty of Biology at the University of Hamburg has conducted some research in the field of fungal viruses in the past. Dr. Cornelia Heinze, in particular, is very interested in fungal viruses. I don't know whether they offer PhD positions there – you'll have to ask around. Perhaps they can give you some good advice.

    Look here: https://www.biologie.uni-hamburg.de/forschung/ehem…/forschung.html

    Detail
    www.fis.uni-hamburg.de

    Good luck & best regards – Rika

    Hallo miteinander!

    Schon seit 7...8 Jahren beobachte ich bei unseren Eschen so gut wie keine Triebwelke mehr! Seither habe ich in meinem Dunstkreis und verschiedenen Foren die Meinung vertreten, dass die Esche – entgegen der landläufigen Meinung vieler Forstleute & Morchelfans – nicht verloren ist, sondern bereits etwas gegen das Falsche Weiße Eschenbecherchen Hymenoscyphus fraxineus "erfunden" hat. Dazu hatte ich 2021 auch einige Telefonate und Mails mit den FraxForFuture-Leuten ausgetauscht...

    Nun ist es "amtlich", siehe Pressemitteilung (10.07.24) vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V.: https://www.zalf.de/de/aktuelles/D…Schauerella.pdf

    Das ZALF war Mitglied einer Forschungsgruppe, deren Projekt "FraxForFuture - Gemeinsam für den Erhalt der Esche" nun nach ca. 4 Jahren Laufzeit am 29.02.24 geendet hat, siehe https://www.fraxforfuture.de/ Ihre Forschungsergebnisse sollen im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2024 veröffentlicht werden.

    Es besteht also Hoffnung für Esche & Morcheln...

    Viele Grüße aus Ulm – Rika

    Hallo Babsie,

    natürlich sind Deine Fruchtkörper noch sehr fest, schließlich sind es ja ganz junge Exemplare. Er heißt nicht umsonst "Riesen"-Champignon, ausgewachsen kann der Hut Ø 20 cm haben! Da ist er nicht mehr "knackig".

    Vom Rohverzehr möchte ich Dir dringend abraten! Agaricus augustus enthält Giftstoffe in relativ hohen Konzentrationen, die Zuchtchampignons Agaricus bisporus in diesem Maße nicht beinhalten, siehe Zitat aus https://forum.pilze-bayern.de/index.php?topi…g25004#msg25004

    Gerade die gilbenden Arten sind zudem starke Cadmium-Sammler, auch Blei und Quecksilber wird bevorzugt aufgenommen.

    Mal ganz abgesehen von Gift und Schwermetallen – ich finde A. augustus ungenießbar, weil dieser Bittermandelgeschmack auch beim Kochen nicht vergeht.

    Viele Grüße – Rika

    Hallo Frank,

    hab´ vielen Dank für Deine Erläuterungen, insbesondere den Hinweis, dass sich wohl hinter Tomentella larteritia mehrere Arten verbergen! Dann werden die Aufsammlungen von Christian (2024) und mir (2022) also höchstwahrscheinlich T. lateritia ss. str. sein.

    Vermute ich richtig, dass Du Dich dabei eigentlich auf die Anfrage von Christian beziehst?

    LG – Rika

    Hallo Christian,

    vergleiche mal mit

    UmUlmHerum
    October 30, 2022 at 2:59 PM

    Hieraus eine der Antworten von Frank:

    Quote

    Hallo Rika,

    Tomentella lateritia ist die einzige ziegelrote Tomentella. Auch mikroskopisch passt alles! Die roten "Inkrustationen" lösen sich sofort in KOH auf und färben dann teilweise die Basidien, was z. B. auch bei Tomentella coerulea der Fall ist. Bei anderen Tomentella-Arten gibt es andersfarbige Inkrustationen, die das Präparat in KOH teilweise bersteinfarben oder Hyphen und Basidien grün/blau färben.

    LG

    Frank

    Welche deiner Merkmale weichen denn ab? Ich möchte jetzt nicht alles abgleichen...

    Viele Grüße – Rika

    Nachdem die Fortsetzung dieses Threads ins digitale Nirwana entschwunden ist, möchte ich bei späteren Lesern nicht den Eindruck vermitteln, ich sei unhöflich und hätte nicht geantwortet. Mit Abeja habe ich mich persönlich ausgetauscht, meine Antwort an Christian hier:

    Hallo Christian,

    merci für Deinen Hinweis!

    Dass in einem Schlüssel von Exsikkat-Eigenschaften ausgegangen wird, hatte ich nicht auf dem Radar.

    Nun habe ich meine inzwischen staubtrockenen Belege mit 20x-Auflicht angeschaut:

    Maximal 20% des Hymeniums ist tatsächlich "± glatt" (Zitat GpBW Bd.1, Schlüssel 10, Frage 5* ––> Meruliopsis) – 1. Foto; weitere ca. 50% weisen deutliche "Wellen" auf – 2. Foto; die restlichen 30% sind nachwievor klar (netzartig-)faltig – 3. Foto:

    Ergänzung zum besseren Verständnis aus #4:

    Zitat aus dem Schlüssel 10 (GpBW Bd.1, S. 142)

    5 Hymenium merulioid bis poroid ––> 6

    5* Hymenium glatt ––> Meruliopsis

    Daraus folgt für mich, dass die Kriterien an dieser Stelle im Schlüssel nicht wirklich "glücklich" gewählt sind. Auch wenn ich nachlese, wie sich die nachfolgend ausgeschlüsselten Gattungen darstellen, sehe ich Verbesserungsbedarf. So hätte man z.B. einen Großteil der Gattungen/Arten über die Zystidenform (pfriemförmig, kopfig, weder-noch, dünn- vs. dickwandig) unterscheiden können. Die Gattung Athalia wird im Text S. 154 mit "Oberfläche des Hymeniums feucht zuweilen leicht runzelig-faltig, trocken stets glatt..." beschrieben = Widerspruch zu Schlüsselfrage 5, vor allem im Vergleich zu den Lederfältlingen. Hinzu kommt, dass sich in dieser Gattung nur 2 Arten ohne Schnallen befinden, und bei diesen die Sporenform anders ist (deutlich breiter / nicht allantoid wie bei Meruliopsis). Über die nächste artenreiche Gattung Phanerochaete steht auf S. 283: "Bcarp. resupinat ... glatt, warzig oder zähnchenförmig," = also nicht merulioid – siehe oben, erneuter Widerspruch zu Schlüsselfrage 5. Für die beiden Gattungen trifft wohl zu, dass sie rein resupinat sind, also weder Hütchen bilden noch einen flauschigen Rand bilden.


    Tja, das erneute Fazit lautet wiederum: ich brauche bessere Bestimmungsliteratur...

    Viele Grüße – Rika

    Guten Abend Abeja,

    Du hast mal wieder eine Punktlandung geschafft – vielen Dank! Der Lederfältling passt perfekt!

    Nun habe ich nachgeschaut, warum ich beim GpBW-Schlüssel nicht zum Ziel gekommen bin:

    (1) Beurteilung des Hyphensystems – GpBW-Generalschlüssel Frage 18: Das hatte ich ja schon befürchtet und deshalb mono- wie auch dimitisch weiterverfolgt. Im Ryvaren nachzulesen hat mir auch nicht allzu viel gebracht – leider sind die Zeichnungen der Hyphentypen unvollständig, und im Text steht, dass die Beurteilung nicht einfach ist... Um seinen Worten wirklich folgen zu können, müsste man eine Hyphe komplett durch die gesamte Fruktifikation hindurch verfolgen und seine Entwicklung sehen können = zumindest für mich bisher utopisch. Ich hatte ja dickwandige, wenig verzweigte, unseptierte(!) generative(?!) Hyphen, aber eben auch dünnwandige, lange Hyphen mit Septen und das knorrige, starkverzweigte, septierte Zeug, aus dem sich die Basidien bilden. In der PFE hält man sich bezüglich des Hyphensystems auch vornehm zurück ;-).

    (2) Erkennen von (Septo-)Zysti(di)en – GpBW-Generalschlüssel Frage 25: siehe oben in meinem 2. Beitrag im vorletzten Absatz.

    (3) Selbst wenn ich nun in den richtigen Schlüssel 10 abbiege, kommt nun die KO-Hürde bei Frage 5, ich zitiere (das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen): 5 Hymenium merulioid bis poroid ––> 6; 5* Hymenium glatt ––> Meruliopsis! Okay – ich hätte checken müssen, dass das Blödsinn ist.

    Zu dem vielen Öl: Die "oil drops" in Deinem zweiten Link beziehen sich auf den Sporeninhalt, zumindest konnte ich nirgends sonst was drüber finden, auch auf den Bildern ist da nix entsprechendes zu sehen, nur eckige Krusten. In GpBW sowie PFE steht dazu auch nichts, auch nicht über gegabelte Zystiden...

    Tja, das Fazit lautet: bessere Bestimmungsliteratur...

    Herzliche Grüße – Rika

    So, hier die Forstetzung:

    Mikro-Merkmale:

    • keine Schnallen
    • Zystiden? Wenige dünnwandige verbogen-schlanke "Hyphenenden" im Hymenium, manchmal gegabelt
    • deutliches Subiculum aus dickwandigen, mäßig verzweigten, septenlosen Hyphen, mit bevorzugter Richtung (Textur)
    • Subhymenium dünnerwandig, knorrig, verzweigt, mit Septen
    • Flauschiger Rand: lange, wenig verzweigte Hyphen mit runder Spitze, gelegentlich septiert
    • Sporen: zylindrisch bis leicht allantoid oder auch lang-ellipsoid, mit kurzem Appendix, glatt, hyalin, Melzer negativ – aber Sporen kollabieren!
    • Sporenmaße: 6,4...8,0 x 2,8...3,2 µm, Q = (2,1)2,3...2,5(2,8); im Mittel 7,3 x 3,0 µm, Q = 2,4, n =17
    • Basidien: 4-sporig, meist kurze Sterigmen (aber eine mit langen Sterigmen gesehen?!), lang-keulig, 26 x Ø 5 µm (nur eine gemessen)
    • Jetzt zu dieser Öl-Geschichte: Auf den Hyphen am Rand + Unterseite befinden sich Auflagerungen, teils eckige Inkrustierungen, aber meist runde Öl(?)tröpfchen. Im Subhymenium + zwischen den Basidi(ol)en gibt es sehr viele dieser Tröpfchen. Beim Quetschen tritt massenhaft dieses Öl aus, bildet nicht nur Tropfen, sondern auch blöde Schlieren, die einem die Sicht nehmen. Auch ohne Quetschen vermehrt sich dieses Öl im Laufe der Zeit – ich vermute, dass meine heiße Glühfadenlampe am Mikro dies bewirkt. Daher mein Arbeitsname "Meruloide Ölhaut".

    Links: Schnitt 80x (Sichtfeld-Ø 1600 µm); rechts: Subiculum + Hymenium mit dicken Öltropfen 320x (Sichtfeld-Ø 400 µm)

    Links: Rand"haare" 320x; rechts: inkrustierte Hyphen mit Schnalle der Unterseite, Zoom aus 320x

    Weitere Hyphen-Typen 320x:

    Subhymenium mit Basidiolen, Basidie, beide 800x (Sichtfeld-Ø 160 µm)

    Sporen: links in Wasser, rechts kollabiert in Melzer (800x)

    Bei der Interpretation mono-/di-/trimitisch tu´ ich mir immer noch schwer, aber monomitisch kann das ja nun nicht sein. Bei noch einem Punkt habe ich Schwierigkeiten: Wie erkenne ich (den Unterschied zwischen) Zystidien/Hyphidien???

    Es gäbe noch eine Menge weiterer Bilder, z.B. von den Vielleicht-Zystiden, von noch viel mehr Öl in Tropfen und Schlieren, Schnitt durchs Subiculum in 800x... Aber vermutlich wissen "die alten Rindenpilz-Hasen" eh schon, was ich da gefunden habe!? Hilft mir jemand auf die Sprünge?

    Danke & eine gute Nacht – Rika

    Hallo miteinander!

    Vor ein paar Tagen begegnete mir beim Stöckchendrehen dieser ausgedehnt wachsende Rindenpilz. Eigentlich hat er viele markante Merkmale, aber ich scheitere wieder mal bei der Bestimmung (mir steht hierfür nur GpBW Bd. 1 zur Verfügung). Wo ist nur mein Knackpunkt beim Schlüsseln? Das Präparieren fürs Mikro hat diesmal ganz gut geklappt, auch ohne KOH, nur in Wasser. Langsam bekomme ich Übung...

    Fundort:

    Hainbuchen-Eichen-Mischwald mit eingestreuten Linden, Buchen, Ahorn und Weiden; basischer Untergrund; 540 m üNN.

    Auf der Unterseite und seitlich an liegendem Laubholzast, vermutlich Buche, Ø ca. 5 cm, etwa 1 m lang.

    Makro-Merkmale:

    • durchgehende Fruktifikation von über 50 cm Länge, das untere Drittel des Astdurchmessers umwachsend
    • am oberen Rand feine Hütchen bildend ––> bis 1 cm abstehend, Oberseite: flaumig-striegelig, gezont, weißlich
    • Hymenophor gefaltet-meruloid (ich kann das jung nicht als irpicoid bezeichnen, in "alten" Teilen vllt. schon, siehe Fotos – vermtl. einer meiner Schlüssel-Knackpunkte?), jung cremefarben, älter fleischrot-bräunlich
    • Rand weiß flauschig, Gesamtdicke 0,5 mm, läßt sich älter papierartig vom Substrat abziehen
    • KOH 20%: gelbbräunliche Verfärbung

    Auflicht 20x: links (jung) faltig-meruloid, rechts (älter) eher irpicoid

    Flauschige "Haare" am Rand, 20x

    Links: Oberseite der gezont + striegeligen Hütchen; rechts: filzige Unterseite der abgezogenen Fruktifikation, beide 20x

    Da ich hier nur noch ein Bild unterbringen kann, gibt es gleich eine Fortsetzung in meiner "Antwort": Die Mikro-Merkmale + Fotos dazu, dann ist alles beieinander.

    Bis gleich – Rika

    Hallo Peter,

    vielen Dank für Dein Bilder-Kompliment!

    Du kannst natürlich gerne welche davon für die Kartierungs-HP haben. Ich speichere sie normalerweise mit 1500 Pixeln in der Breite (i.d.R. 1500x1000) – wäre das okay? Schreibe mir doch eine PN mit den Bild-Nr. (am besten einfach von Anfang an durchzählen), die Du gerne haben möchtest.

    Was die Kartierung betrifft:

    Ich habe (und möchte) kein MicroSoft auf meinem MAC, ich arbeite mit LibreOffice. Deswegen kann ich Mykis nicht nutzen. Gelegentlich melde ich meine Funde mit Fotos auf der alten Kartierungsplattform http://www.pilzkartierung.de – diese Einträge sollten doch auch irgendwann auf die pilze-deutschland-seite übertragen werden?!

    Eine andere Möglichkeit wäre, meine Funde über den Landeskoordinator Florian Popa zu melden. Wenn mir mal jemand sagen würde, (a) welchen Angaben dazu und (b) in welcher Form (Textdatei.odt, Tabelle.ods, .pdf) sie gewünscht werden, würde ich das gerne machen. Es gibt in meinem Archiv noch viele seltenere Arten wie Lentaria albovinacea, Dentipellis fragilis, Multiclavia micida, Psathyrella laevissima, Tectella patellaris, Trametopsis cervina usw.

    Alle meine wichtigeren Funde sind hinreichend mit Makro- und Mikrofotos dokumentiert – wie können diese Bilder in pilze-deutschland kommen? Mit welchen Angaben, mit welchem Dateinamen, (Größe weiß ich ja nun), an wen?

    Herzliche Grüße – Rika

    Hallo Frank,

    jetzt habe ich diesen Porling noch mal ausführlichst untersucht mit Schnitten längs zu den Röhren, quer zu den Röhren, am Rand und im Zuwachsbereich, gezupft und geschabt, in Wasser und KOH 3% ... ich kann keine generativen Hyphen und keine sicheren Schnallen finden. Nun habe ich noch die allergrößten Sporen vermessen, die ich aber normalerweise weglassen würde, weil sie wirklich aus dem Rahmen fallen – die Größte hat 12,4 x 6,2 µm – Ryvarden 13-15(18) x 6-8,5 µm. Ich hatte knapp 2 Poren/mm – Ryvarden 2-3 P./mm. Ryvarden schreibt, dass die Skelett- und Bindehyphen keine Septen hätten, in der Zeichnung gibt es in den Randbereichen aber schon welche in dünnerwandigen Hyphen und ohne Schnallen?!?

    Hier zwei Gebilde, die vermutlich Schnallen darstellen – aber als echte Indizien würde ich sie nicht verwenden wollen (800x in Wasser):

    Fazit: Ohne die Hilfe hier hätte ich den Guten nicht rausbekommen! Falls ich ihn mal wieder finden sollte, weiß ich ja nun, wie er aussieht ... und ich lass mich nicht mehr von Mikro-Merkmalen ins Bockshorn jagen. Sind die Merkmale bei Porlingen immer so inkonstant?

    Interessant & nett anzusehen finde ich die Kristalle, die in der Eichenrinde zahlreich vorhanden waren (800x in Wasser):

    Nochmals vielen Dank für die Unterstützung!

    Liebe Grüße – Rika