Posts by UmUlmHerum

    Hallo miteinander,

    junge Riesen-Schirmlinge haben immer zuerst eine sehr dicke Knolle. Hier als Beispiel mal die Entwicklung eines Safranschirmlings und einer echten Marcolepiota procera (Parasol).

    Viele Grüße – Rika


        

    Hallo Flitzepitz,


    der Zweite ist einfach, das ist der Nelken- bzw. Rasen-Schwindling Marasmius oreades. Vergleiche mal den sehr zähen Stiel.

    Beim Ersten denke ich, wie Du, an einen Ritterling, aber die weißen Tricholoma-Arten sind nicht einfach...

    Harald war schneller ... den Ritterling ziehe ich lieber zurück, Schönkopf passt besser.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Abeja,


    vor ein paar Tagen erhielt ich eine Bachelor-Arbeit zum Thema

    "NATURSTOFFANALYTIK UND CHEMOTAXONOMIE VON LEPIOTA-ARTEN"

    von Sepas Sarawi (2018), hier ein Auszug daraus, Zitat:

    Dabei hat sich ergeben, dass die kleinen und mittelgroßen Fruchtkörper eine höhere Giftstoffkonzentration aufweisen als die voll entwickelten Fruchtkörper (Abbildung 5 A). Es wurde außerdem nachgewiesen, dass der Hut eine höhere Giftstoffkonzentration aufweist als der Stiel (Abbildung 5 B).


    Der erste Satz ist eigentlich logisch, wenn man davon ausgeht, dass sich die Hyphen mit dem Alter nur strecken/dehnen – damit reduziert sich die Giftmenge auf das Volumen bezogen – also "relativ", während die absolute gleich bleibt.

    Im zweiten Satz werden Wolfgangs Überlegungen bestätigt. Um den Faden weiterzuspinnen: Vielleicht sind im Myzel andere Gifte als im oberirdischen Frk., weil im Boden andere "Feinde" abgeschreckt werden müssen. Aber letztendlich: Nix gwiss weiß ma net.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Harald,

    besten Dank für Deine Mühe! Genau dieses Buch habe ich und daraus zitiert. Da drin ist nämlich die Bestimmung von morschen Holz NICHT beschrieben, sondern auf die Aufsätze in der SPR hingewiesen. Gibt´s dafür auch einen Link?

    Viele Grüße – Rika

    Hallo Abeja,


    2019 und 2020 habe ich, trotz bewusst-darauf-achten, keine einzige Scutellinia gesehen. Ich denke, es war schlichtweg zu trocken – da reichen auch feuchte Bachufer o.ä. nicht aus, weil ihnen das dann wieder zu nass ist. Dieses Jahr sieht es deutlich besser, habe welche auf Erde wie auch auf Holz gefunden. Mit dem Gallert-Käppchen – Leotia lubrica – ist es übrigens genauso: die letzten beiden Jahre nicht gesehen, dieses Jahr "überall".


    Was die Sauberkeit zum Fotografieren angeht: Nach meiner Philosophie darf ein Fruchtkörper in seiner natürlichen Umgebung so aussehen wie er ist (und muss nicht frisiert werden). Natürlich mache ich schon eine gewisse Flurbereinigung vor dem Fotografieren, aber nur im Groben, habe auch weder Pinsel noch Pinzette im Wald dabei. Bei den Schildborstlingen, die auf Erde wachsen, sind die Sandkörnchen eh kaum weg zu bekommen – sie stören mich ggf. nur bei der Mikroskopie, wenn sie größer sind als mein Schnitt dick. Wahrscheinlich stammt das Siegerfoto von einem Holzbewohner, da geht es meist sauberer zu.


    Willst Du nicht auch mal anfangen zu mikroskopieren? In der Makro-Bestimmung bist Du ja schon super drauf, das wäre doch die perfekte Ergänzung. Gerade die Scutellinias sind ein echter Genuß... siehe Anhang.


    Viele Grüße – Rika

       


    Hallo Alis,


    vielleicht hatten die Damen damals junge Semmelstoppelpilze dabei? Ich finde die so bitterlich, dass ich sie immer vorher abkoche, um sie dann als Salat anzumachen.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Christian,


    in "Holzbestimmung mit dem Mikroskop" schreibt Autor Bernd Miggel, dass auch morsches Holz bestimmt werden kann (solange es halbwegs fest ist), beschrieben in seiner 5-teiligen Aufsatzreihe, die 2013 bis 2016 in der SPR erschienen ist. Hast Du die oder kommst Du dran? Dann müsste man mal schauen, ob in diesem morschen Haufen vielleicht weiter unten noch brauchbares Substrat zu finden ist. Beim Substrat der Ramaria rubella von mir im gleichen Gelände steht ja die gleiche Frage an...


    Viele Grüße – Rika


    Edit: Schreibfehler korrigiert

    Hallo Christian & Frank,


    im "Holzinneren" würde ich das nicht wirklich bezeichnen. Auf Deinem ersten Bild (und meinem, siehe unten) sieht man auch noch einen winzigen, weißen Becherling – der wächst m.E. auch nur an Oberflächen. Ich war ja heute noch mal zum Materialholen dort und habe mich ein bisschen genauer umgesehen: dieses ganze finalmorsche Stück hat(te) Risse und in denen wächst der Pilz. Beim Zerlegen des Substrats hat man schon immer längliche Stücke in der Hand. Im direkten Umkreis liegen weitere Holzstücke (so ähnlich wie Brettchen), auf deren Unterseite ebenfalls viele Fruchtkörper der gleichen Art zu sehen sind. Leider habe ich (noch) keine Übersichtsaufnahme des Fundorts gemacht, aber das kann ich ja noch nachholen.

    Da es dort viele Weißtannen gibt, könnte das Substrat neben Fichte auch Weißtanne sein – beides ist möglich.


    Viele Grüße

    Rika


    Hallo Abeja,


    Morcheln finde ich schon sehr lecker, sie haben halt einen ganz eigenen Geschmack, und man sollte sie unbedingt OHNE Zwiebeln (oder Schlimmeres wie Knoblauch) zubereiten. Ich lösche sie gerne mit einem Schluck Weinbrand ab, eine gehäutete, entkernte Tomate passt auch gut dazu, und einen Hauch Thymian. Die erste Morchelrahmsoße hatte ich übrigens in der Schweiz gegessen – sehr fein! – und dann bei der Migros getrocknete Spitzmorchel gekauft... bevor ich eigene gefunden habe.


    Das Betreten von Streuobstwiesen ist dann ein Problem, wenn das Gras schon höher steht und dann niedergetrampelt wird: bei einem konventionellen Balkenmäher (wie ihn Privatleute dafür meist verwenden) verstopft sich dadurch das Messer – das ist sehr lästig. Es geht nicht um das Zertrampeln von seltenen Pflanzen. In der Erntezeit ist ja eh klar, dass die Besitzer keine Fremden auf ihrem Grund sehen wollen. Einzäunen ist überhaupt keine gute Idee – so ein Zaun ist bei jeglicher Arbeit nur hinderlich, abgesehen von den Kosten dafür. Hierzulande würde man darüber ziemlich verwundert den Kopf schütteln, wenn jemand "so was verrücktes" machen würde. Auch wären die Wildtiere (Fuchs, Hase und Rehe (und Wildschweine)) davon gar nicht begeistert. Und außerdem kann man sich im Winter so ohne Zäune freibewegen, beim Spazierengehen ebenso wie beim Langlaufen. Von der Optik (offenes Land) mal gar nicht zu reden. Und Hinweisschilder? Achtung Privatbesitz – Betreten verboten! Rund um die Streuobstwiese, die 200m lang und 30m breit ist? Viel unkomplizierter ist es, sich einfach an die Landesgepflogenheiten zu halten und bewirtschaftete Flächen während der Vegetationsperiode nicht zu betreten, finde ich. Eine Streuobstwiese ist halt kein Wald...


    Die RiMu-Morcheln hole ich mir auch ggf. nachts aus den fremden Vorgärten ... und wenn ein Zaun drumrum ist, habe ich auch schon geklingelt und gefragt, ob ich diese Pilze ernten dürfte – bei näherem Interesse habe ich den Leuten auch schon eine gekochte Kostprobe ihrer Morcheln vorbeigebracht. Waren eigentlich immer sehr nette Gespräche. Selbst wenn ich mir einen Blumenstruß aus einer Gründüngung schneiden möchte und gerade ein Bauer in Sichtweite ist, frage ich immer ganz nett, ob das okay wäre – immer positve Resonanz! Also, wenn jemand in der Nähe ist, einfach fragen "darf ich mal...", und wenn niemand in der Nähe ist, minimal invasiv schnell mal reingehen, so mach´ ich das.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Abeja,


    soweit ich es richtig im Kopf habe, ist das Betreten landwirtschaftlicher Flächen, wozu auch Streuobstwiesen gehören, in BaWü von 1. März bis 31. Oktober verboten. Wenn ich Fallobst oder Nüsse aufsammeln will, warte ich immer auf den 1. November – was dann noch unten liegt, darf man holen. Es gibt aber, wie z.B. hier in Ulm, Streuobstwiesen, die der Stadt gehören. Auf einer Site der Stadt kann man freigegebene (nicht verpachtete) Flächen sehen, auf denen der Bürger immer und jederzeit das Obst ernten und aufsammeln darf:

    https://www.ulm.de/leben-in-ul…und-natur/streuobstwiesen


    Selbstredend sind Streuobstwiesen bewirtschaftete Flächen, die gemäht werden. Auch werden die Obstbäume i.d.R. regelmäßig ausgeschnitten. Es gibt auch genügend Besitzer, die da sehr wohl spritzen, was in einem Deiner Links blauäugig ignoriert wird – also keineswegs nur eine "heile Welt". Erfahrungsgemäß ist der Schwabe mit seinen Streuobstwiesen (oder auch Nussbäumen) sehr heikel, was fremde Zugriffe betrifft, die Badener in Deiner Ecke werden ähnlich drauf sein... Dem einheimischen Idiom mächtig zu sein, ist jedoch oft ein Vorteil, wenn man mal erwischt wird.


    Ich handhabe es so: erkennbar gepflegte Anlagen betrete ich wirklich nur zu den erlaubten Zeiten (s.o., Ausnahme s.u.) oder wenn ich es mit dem Besitzer ausdrücklich vereinbart habe. Eindeutig verwilderte Streuobstwiesen oder Weinberge (z.B. rund um Tübingen) durchstreife ich schon, schau´ aber, dass man mich dabei nicht unbedingt sieht ;) . Ausnahme: Wenn ich total spannende Pilze sehe oder für eine Ausstellung sammle. Dann gehe ich oft in der Dämmerung hin, und ich achte darauf, nicht überall rumzutrampeln, sondern gehe den kürzesten Weg zum begehrten Objekt und auf meinen Fußspuren wieder zurück.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Abeja,


    dann warst Du also schon im "Fachforum"... dort kannst Du natürlich auch immer & gerne anfragen (falls Gerd noch aktiv ist?).


    Ich denke nachwievor, dass es sich bei Deinen Champignons um Verwachsungen mehrerer Frk. handelt, was ja bei dem Gedränge in der Zucht kein Wunder wäre. Du hast ja die "Mittelkerne" auch gesehen... vor allem Dein erstes Bild finde ich deswegen aufschlussreich – ich habe mal ein paar Markierungen angebracht:

    Die lila X kennzeichnen die Zentren der verschiedenen Stiele, und der blaue Pfeil kennzeichnet den angedeuteten Zwischenraum zwischen den beiden Stielen. Hinzu kommen die Wölbungen der oben 3 und unten 2 Hüte, die man von unten gut sieht (m.E.).


    Gerade fällt mir ein, dass es gerade in Zuchtchampignons öfters mal Hohlräume gibt, in wilden Maronen auch manchmal, selten im Hut, oft im Stiel. Bei den Hohlräumen denke ich schon eher an Fasciation, in Deinem Fall aber an Pseudofasciation.


    Herzliche Grüße – Rika

    Hallo Gurahn,


    jetzt mit den Bildern ist es viel einfacher :):

    Das sollte der Papageiengrüne Saftling sein (Gliophorus psittacinus, Syn. Hygrocybe psittacina). Sehr hübsches Pilzchen, das ich auch schon mehrfach im ungedüngten Rasen bei meiner früheren Nachbarin fand. Im grünen Gras sind die grünen Hüte der jungen Fruchtkörper kaum zu erkennen...


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Abeja,

    besser eine späte Antwort als gar keine... mein uralter Rechner hat mehr oder weniger den Geist aufgegeben, ich war ein paar Tage komplett offline und habe nun einen geliehenen LapTop, aber noch keinen Zugriff auf meine eigenen Daten (Fotos!) - das wird noch ein bisschen dauern.


    Also: Dein Panther ist wirklich sehr klein. Die werden normalerweise schon größer. Mir ist diese Zwergenwüchsigkeit auch schon bei den Parasolen aufgefallen - Hut-Dm < 15 cm, ist halt immer noch zu trocken. Hier UmUlmHerum gibt es inzwischen massig Fliegis, die sind ebenfalls sehr "blond". Auch hier vermute ich, dass das heiße Wetter (das bis vor Kurzem herrschte) + Trockenheit dafür verantwortlich ist.


    Viele Grüße - Rika

    Guten Abend miteinander!


    Ich gehe hier mit Abejas und Peters Definitionen, wobei ich den Erdgeruch weglassen würde. Gut gefällt mir der Satz:

    "Pilzig" wäre es dann, wenn man ein Stückchen völlig blind verkosten würde und dann sofort weiß: das ist ein Pilz!

    "Unspezifisch" wäre für mich, wenn ein Pilz keinen oder nur minimalen Eigengeruch hat.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Peter,


    herzlichen Dank für den Link zur aktuellen radioaktiven Belastung von Waldpilzen!

    Ich habe auf der Seite des Bundesamts für Strahlenschutz noch ein bisschen geblättert und dabei in der Broschüre "Die Kontamination von Lebensmitteln nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl" auf Seite 2 eine interessante Mutation gesehen – schaut Euch mal diesen "Maronenröhrling" an ;)

    http://www.bfs.de/SharedDocs/D…_blob=publicationFile&v=6



    Viele Grüße – Rika

    Hallo miteinander!


    Jetzt habe ich dies gerade getestet: Bei manchen Namen funktioniert alles ganz normal (z.B: Hydnellum peckii oder Neoboletus erythropus), aber z.B. bei "Neoboletus junquilleus" kam zuerst "Entschuldigen Sie, ein Fehler trat auf". Beim zweiten Versuch ging zwar die richtige Seite auf, aber das interatkive Kartenbild blieb leer. Wenn man dann "Grafik anzeigen" anklickt, erscheint ein schwarzer Bildschirm mit Fehlermeldung, siehe http://www.pilze-deutschland.d…rte_organism_10005523.jpg


    Viele Grüße – Rika

    Hallo miteinander,


    Gernot ist derzeit im Ausland bei schlechter Internetverbindung. Er kommt aber am Wochenende wieder zurück – vielleicht schreibt er dann noch was zu diesem ungewöhnlichen Fund.


    Viele Grüße – Rika