Posts by UmUlmHerum

    Hallo Abeja,


    die Borstentrameten sind hier nicht häufig (sonst hätte ich sie ge- und erkannt). Wahrscheinlich ist es denen auf dem Hochsträß zu kalt, bei Dir am Rhein sieht´s ja klimatisch deutlich milder aus. Dieser Fund stammt von einem reinen Südhang, in diesem Bereich mit nur wenigen hohen Bäumen – da knallt die Sonne rein... Reichlich überständig waren die Exemplare eh, in den Röhren hatten schon Insekten gefressen und rotbraune Krümel hinterlassen. In Verbindung mit dieser dünnen Huttrama war von den braunen Fasern nicht soo viel zu sehen. Ich war nach dem Aufschneiden einigermaßen verblüfft, dass es einen pilaten Porling gibt, der quasi nur aus Röhren + einer etwas dickeren "Haut" besteht.


    Ein schönes Wochenende – Rika

    Hallo Stefan & Andreas,


    habt vielen Dank für Eure Antworten!


    Porlinge sind bisher nicht soo mein Thema... aber in der Not frisst der Teufel Fliegen. Jetzt habe ich durch meinen Fund und Eure Hinweise diese Borstigen Trameten etwas genauer kennengelernt. Noch gestern Nacht hatte ich die KOH-Probe gemacht – positiv! Esche als Substrat passt nun auch wunderbar. Irritiert war ich durch die allantoiden Sporen von Coriolopsis gallica in der Ehi. Pilzflora (und dass bei beiden Funden keine wesentlichen Hüte dabei waren – wohl immer von der Substr.unterseite). Aber ich glaube inzwischen, dass das einfach ein Fehler/vertauschtes Bild ist, nachdem ich sonst überall solche lang-elliptischen/zylindrischen Sporen gesehen habe. Sehr informativ fand ich das Artportrait von C. gallica mit Vergleichen zu C. trogii auf https://www.pilzforum.eu/board…ca-braune-borstentramete/ Und in GpBW steht sogar, dass die Schwarzfärbung durch KOH nur kurz anhält – so hatte ich es nämlich auch beobachtet.


    So wahnsinnig häufig scheinen die Borstigen hier nicht zu sein – tote Eschen gibt es derzeit ja leider genug, aber ich habe da noch keinen solchen Porling drauf gesehen. Auch die kleinen Becher Sclerencoelia fraxinicola waren in dieser (Winter-)Saison nicht zu finden.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo miteinander!


    Heute war ich in einem Mischwald bei Ulm unterwegs, viele tote und noch einige austreibende Eschen (keine Morcheln), Ahorn, Buche, Fichte, auf rund 580 mNN – kein Auwald. An einem stehenden Totholz, aller Wahrscheinlichkeit nach eine junge Esche, befanden sich etliche, wohl letztjährige Porlinge, die ich nicht eingeordnet bringe:


     


    Die Konsolen sind 60 – 70 mm breit und stehen 30 – 35 mm ab; der Hut ist recht flach; striegelig, im Zentrum schon "behaart"; helle Zuwachskante, ringförmig dunkel gezont. Manche Frk. haben einen großen resupinaten Anteil, dort erinnern die langgestrecken Poren an Datrinia mollis. Im pilaten Anteil 1-2(3) Poren/mm. Die Frk. lösen sich bereits von selbst vom Stamm ab – siehe 1. Foto der unteren Fotoreihe, darunter gut sichtbare Weißfäule. Sie lassen sich problemlos mit dem Messer schneiden, im Querschnitt erkennt man 3 Zuwachszonen der Poren und eine dünne Hutschicht < 1mm, nur im Zentrum dicker (2-3 mm).



    Ich hatte diesen Porling nur schnell mal unterm Mikro zur groben Orientierung:

    Dimitrische Hyphen (dünnwandige mit Septen ohne Schnallen, dickwandige – keine Septen gesehen); ob die paar Sporen, die rumschwammen, wirklich dazu gehören, weiß ich nicht sicher: annähernd zylindrisch 13 x 3 µm.



    Könnte mir jemand auf die Sprünge helfen?


    Danke & viele Grüße – Rika

    Hallo miteinander!


    Frank hat mich per Mail darauf hingewiesen, dass man diese beiden Art durch den Farbtest schon makroskopisch auseinander halten kann – da hat er recht. Sarcodontia uda macht violett, und S. setosa rot-braun – wie man ja auch meinen eigenen Bildern sehen kann :huh:. Um keine Ungenauigkeit durch meine Interpretation reinzubringen, hier die Original-Aussage:

    Quote

    Mit der KOH-Reaktion ist S. uda und S. setosa sehr gut zu trennen, da das schwefelgelbe Subikulum von S. setosa sich in KOH nicht violett färbt

    Also, Abeja, Du kommst da auch als Makroskopikerin weiter! Immer dem Geruch nach...


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Andreas,


    so rum gesehen hast Du sicher Recht – aber wenn Du z.B. auf Buche solche schwefelgelben Zähnchen findest: das könnte dann eben entweder eine reife uda sein oder eine junge setosa sein – so hatte ich das gemeint. Ich hatte nämlich meinen bisher einzigen uda-Fund nicht mikroskopiert. Und gerade in den Holzspalten ist oft nur gelber Belag mit feinen Zähnchen drauf (kein Platz für große?!).


    Hallo Abeja, jetzt hat sich Dein Beitrag überschnitten, während ich hierdran schrieb:


    Hat mal jemand die Gerüche dieser beiden Arten verglichen? Von der uda weiß ich es nicht mehr. Aber zu setosa läßt sich da eine Menge sagen: Man hatte bei meinem aktuellen Fund an die 30 uralte Obstbäume (die meisten waren Apfelbäume, + Birne, Mirabelle, Kirsche, Walnuss + ein paar Weiden) umgemacht ;( – zur Erschließung eines Neubaugebiets. Das ganze zerbrochene Holz lagerte auf 2 riesigen Häufen, und die rochen dermaßen intensiv nach einer schwer zu beschreibenden Mischung aus Most, Obst und einem ätherischen Balsam. Nachdem ich aber nur diese eine Fruktifikation fand (gezielte Suche!), ist davon auszugehen, dass S. setosa sich in den meisten Bäumen bereits befunden hat ... und "man" bildet erst spät Frk., wenn das Substart zur Neige geht – z.B. ein dicker Ast abstirbt, wie bei meinem Fund.

    Ergänzung: das trockene Substrat von meinem Fund riecht nach nix.


    Die Farbreaktion mit KOH ist recht ähnlich – damit kommst Du nicht weiter, aber vielleicht doch mit dem Geruch? Wobei ich nicht weiß, ob setosa auf Nicht-Obstholz vielleicht ganz anders oder nicht riecht?? Hat da jemand Erfahrungswerte?


    Viele Grüße – Rika


    – Die Fotos sind beide von S. uda.

    Hallo miteinander!


    Inzwischen hat sich Frank diesen Winterfund genauer angesehen – Zitat aus seiner Mail:

    Quote
    ...

    Es ist eindeutig Sarcodontia setosa. Die stark inkrustierten Hyphen, die aber keine Zystiden sind, könnten verschiedene Ursachen haben. Im Winterhalbjahr werden vielleicht wetterbedingt diese Kristalle verstärkt gebildet? Der Fund ist an manchen Stellen noch sehr jung. Gut entwickelte Exemplare können ja Zähne bis 15 mm Länge ausbilden.

    ...

    Typisch für Sarcodontia setosa sind die rundlichen, dickwandigen Sporen, die dickwandigen Basalhyphen und das schwefelgelbe Subikulum, aus dem die Zähnchen heraus wachsen.

    Auch interessant finde ich seinen Hinweis, dass neben dem Hauptwirt Apfel auch noch andere Wirte, wie z.B. Buche(!), in Frage kommen. Das bedeutet also, dass man bei solchen schwefelgelben, stacheligen Überzügen auf alle Fälle die Sporen anschauen sollte, um zwischen Sarcodontia setosa und S. (ehem. Mycoacia) uda zu unterscheiden.

    Nochmals herzlichen Dank für Deine Mühe & Erklärungen, Frank!


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Frank,


    das will ich gerne tun, Deine Adresse habe ich ja. Besten Dank für Dein Angebot – bin schon neugierig, was Du dann dazu sagst! Ich schnitze Dir ein schönes Stück ab... vermutlich ist der Frk. eh schon knochentrocken bei dem Wind und ohne Niederschlag in den letzten Tagen.

    Anbei noch ein screenshot vom Fundort (der graue Kreis) mit Koordinaten – MTB 7625-141, 540 mNN – 89079 Ulm-Eggingen – (ehem.) Streuobstwiese.


    LG – Rika


    Hallo Frank,


    dann nehme ich das als so gegeben hin. Ich habe mit Polyporales ja wirklich nicht viel Erfahrung und wundere mich halt über solche "Unregelmäßigkeiten", die eine sichere Bestimmung ordentlich erschweren. Danke für die Info, dass "die" sowas können!


    In der Nakasone-Veröffentlichung werden von der nordamerikanischen Schwesterart S. amplissima ja Zystiden beschrieben, aber die sollen nur schleimige Überzüge/Köpfchen haben, keine Inkrustierungen. Außerdem sollen die Zäpfchen innen braun gefärbt sein, was auf meinen Fund ebenfalls nicht zutrifft.


    Würdest Du an meiner Stelle ein "cf." dazu schreiben?


    LG – Rika

    Hallo Frank,


    danke für Deinen Hinweis!

    Ich wüsste nicht, was diese inkrustierten Dinger sonst sein könnten.


    Bei Mycoacia sehe ich nur schmaler-ellipsoid Sporen – und M. uda, die wegen der gelben Färbung am ehesten in Frage kommt, ist ja jetzt ebenfalls Sarcodontia, hat aber auch einen Q-Wert von ± 2, die Sporen der anderen Mycoacia-Arten sind noch länger/schmaler.


    Die Sporen dieser Kollektion sind rund-ellipsiod (tropfenförmig) mit (4,6) 5,4 (6,7) x (3,6) 4,0 (4,7) µm; Q = (1,2) 1,35 (1,6)

    Wie oben schon geschrieben: der Rest der Merkmale passt ebenfalls perfekt zu Sarcodontia setosa, Substrat ist Apfelbaum.

    Anbei noch drei Fotos: Sporen 800x, KOH(10%)-Verfärbung nach rund 3 min. im Auflicht 20x, dieses markiertes Stück habe ich für die Mikros genommen.


    Christian hatte ich dazu auch schon befragt. Er meinte, dass alte Frk. vielleicht solche Zystiden ausbilden könnten?! Die ganze Fruktifikation ist knapp 20 cm lang in allen möglichen Reifegraden, siehe die ersten beiden Fotos im Eingangsbeitrag.

    Was gibt es noch für Ideen? Was könnte ich noch untersuchen (der ganze Ast liegt hinterm Haus)? Oder hat jemand anderes vielleicht auch schon solche inkrustierten "Dinger" bei S. setosa (ehem. crocea) gefunden?


    LG – Rika


    Hallo miteinander!


    Am Freitag letzter Woche fand ich meinen ersten Apfelbaum- oder Krustigförmiger Stachelbart/-schwamm.


    1. Vorbemerkung zu aktuellen Namen:

    Auch wenn er (noch?) relativ kurze Stacheln hatte, war die Sache ziemlich schnell klar – zumindest beim deutschen Namen. Bei der Fahndung nach dem aktuellen wissenschaftlichen Namen wurde es dann etwas unübersichtlicher: Sarcodontia crocea und Sarcodontia setosa sind laut Mycobank beides gültige Namen – aber anscheinend zwei verschiedene Arten! In der Pilze-D-Kartierung gibt es nur S. setosa (hier noch eine Auswahl an Namen: Dryodon schiedermayeri (Heufl.) Ricken 1918 / Hericium croceum (Schwein.) Banker 1906 / Hydnum croceum (Schwein.) Fr. 1828 / Hydnum schiedermayeri Heufl. 1870 / Kneiffia setigera var. pomicola Schulzer 1874 / Manina schiedermayeri (Heufl.) Banker 1912 / Sarcodontia mali Schulzer 1866 / Sistotrema croceum Schwein. 1822). Im deutschsprachigen Web findet man für diesen Pilz fast ausnahmslos den Namen "Sarcodontia crocea".

    Zum Glück ist erst vor wenigen Monaten der passende Artikel von Nakasone et al. in Mycological Progress erschienen (Danke Christian!):

    Taxonomic studies of crust fungi with spines in Radulomyces, Sarcodontia, and the new genus Noblesia
    Bei den genetischen Untersuchungen ist u.a. rausgekommen, dass es nur noch drei Sarcodontia-Arten gibt: S. setosa für den europäischen gelben Stachelbart auf Apfel/Birne, S. amplissima für die entsprechende Art in Nordamerika, der Wachsgelbe Fadenstachelpilz ist von Mycoacia uda in Sarcodontia uda gewandelt worden. Und dann wird in einer neuen Gattung noch Noblesia crocea vorgeschlagen (identisch mit ehemals Phlebia hydnoidea bzw. Sistotrema croceum bzw. Sarcodontia croceum usw.). Wer es genauer wissen will, muss den Artikel lesen.


    2. Inkrustierte Zystiden bei Sarcodontia setosa?

    So erhellende die o.a. Veröffentlichung auch ist, so hat sie bei meinem Fund zu neuen Unklarheiten geführt: In der Mikro-Beschreibung dieser Art steht

    Quote

    Taxonomic studies of crust fungi with spines in Radulomyces, Sarcodontia, and the new genus Noblesia
    (4) tramal cystidia absent; (5) hymenial cystidia absent.

    Ich habe massenhaft Zystiden gefunden, lageniforme und vor allem stark inkrustierte (siehe Fotos)! Alle anderen Merkmale passen bestens, vom Substrat angefangen über die Sporenform und -größe bishin zu den dickstwandigen Sklerozysten, Schnallen und Dunkelfärbung mit KOH.

    Kann mir jemand dazu etwas sagen?


    Viele Grüße – Rika


    Hallo Abeja,


    Deine Keulchen erinnern mich an Stilbella byssiseda – das ist was Imperfektes, das auf Myxos parasitiert. Deswegen, und weil die schlanken(!), orange-rosanen Köpfchen Deiner Kollektion nicht wirklich damit übereinstimmen, ist es sicher was anderes. Aber die Richtung könnte ja stimmen!? Anbei mal Fotos von "meiner" Stilbella byssiseda zum Vergleich.


    Ebenfalls guten Rutsch – Rika


    Hallo miteinander,

    junge Riesen-Schirmlinge haben immer zuerst eine sehr dicke Knolle. Hier als Beispiel mal die Entwicklung eines Safranschirmlings und einer echten Marcolepiota procera (Parasol).

    Viele Grüße – Rika


        

    Hallo Flitzepitz,


    der Zweite ist einfach, das ist der Nelken- bzw. Rasen-Schwindling Marasmius oreades. Vergleiche mal den sehr zähen Stiel.

    Beim Ersten denke ich, wie Du, an einen Ritterling, aber die weißen Tricholoma-Arten sind nicht einfach...

    Harald war schneller ... den Ritterling ziehe ich lieber zurück, Schönkopf passt besser.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Abeja,


    vor ein paar Tagen erhielt ich eine Bachelor-Arbeit zum Thema

    "NATURSTOFFANALYTIK UND CHEMOTAXONOMIE VON LEPIOTA-ARTEN"

    von Sepas Sarawi (2018), hier ein Auszug daraus, Zitat:

    Dabei hat sich ergeben, dass die kleinen und mittelgroßen Fruchtkörper eine höhere Giftstoffkonzentration aufweisen als die voll entwickelten Fruchtkörper (Abbildung 5 A). Es wurde außerdem nachgewiesen, dass der Hut eine höhere Giftstoffkonzentration aufweist als der Stiel (Abbildung 5 B).


    Der erste Satz ist eigentlich logisch, wenn man davon ausgeht, dass sich die Hyphen mit dem Alter nur strecken/dehnen – damit reduziert sich die Giftmenge auf das Volumen bezogen – also "relativ", während die absolute gleich bleibt.

    Im zweiten Satz werden Wolfgangs Überlegungen bestätigt. Um den Faden weiterzuspinnen: Vielleicht sind im Myzel andere Gifte als im oberirdischen Frk., weil im Boden andere "Feinde" abgeschreckt werden müssen. Aber letztendlich: Nix gwiss weiß ma net.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Harald,

    besten Dank für Deine Mühe! Genau dieses Buch habe ich und daraus zitiert. Da drin ist nämlich die Bestimmung von morschen Holz NICHT beschrieben, sondern auf die Aufsätze in der SPR hingewiesen. Gibt´s dafür auch einen Link?

    Viele Grüße – Rika

    Hallo Abeja,


    2019 und 2020 habe ich, trotz bewusst-darauf-achten, keine einzige Scutellinia gesehen. Ich denke, es war schlichtweg zu trocken – da reichen auch feuchte Bachufer o.ä. nicht aus, weil ihnen das dann wieder zu nass ist. Dieses Jahr sieht es deutlich besser, habe welche auf Erde wie auch auf Holz gefunden. Mit dem Gallert-Käppchen – Leotia lubrica – ist es übrigens genauso: die letzten beiden Jahre nicht gesehen, dieses Jahr "überall".


    Was die Sauberkeit zum Fotografieren angeht: Nach meiner Philosophie darf ein Fruchtkörper in seiner natürlichen Umgebung so aussehen wie er ist (und muss nicht frisiert werden). Natürlich mache ich schon eine gewisse Flurbereinigung vor dem Fotografieren, aber nur im Groben, habe auch weder Pinsel noch Pinzette im Wald dabei. Bei den Schildborstlingen, die auf Erde wachsen, sind die Sandkörnchen eh kaum weg zu bekommen – sie stören mich ggf. nur bei der Mikroskopie, wenn sie größer sind als mein Schnitt dick. Wahrscheinlich stammt das Siegerfoto von einem Holzbewohner, da geht es meist sauberer zu.


    Willst Du nicht auch mal anfangen zu mikroskopieren? In der Makro-Bestimmung bist Du ja schon super drauf, das wäre doch die perfekte Ergänzung. Gerade die Scutellinias sind ein echter Genuß... siehe Anhang.


    Viele Grüße – Rika

       


    Hallo Alis,


    vielleicht hatten die Damen damals junge Semmelstoppelpilze dabei? Ich finde die so bitterlich, dass ich sie immer vorher abkoche, um sie dann als Salat anzumachen.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Christian,


    in "Holzbestimmung mit dem Mikroskop" schreibt Autor Bernd Miggel, dass auch morsches Holz bestimmt werden kann (solange es halbwegs fest ist), beschrieben in seiner 5-teiligen Aufsatzreihe, die 2013 bis 2016 in der SPR erschienen ist. Hast Du die oder kommst Du dran? Dann müsste man mal schauen, ob in diesem morschen Haufen vielleicht weiter unten noch brauchbares Substrat zu finden ist. Beim Substrat der Ramaria rubella von mir im gleichen Gelände steht ja die gleiche Frage an...


    Viele Grüße – Rika


    Edit: Schreibfehler korrigiert

    Hallo Christian & Frank,


    im "Holzinneren" würde ich das nicht wirklich bezeichnen. Auf Deinem ersten Bild (und meinem, siehe unten) sieht man auch noch einen winzigen, weißen Becherling – der wächst m.E. auch nur an Oberflächen. Ich war ja heute noch mal zum Materialholen dort und habe mich ein bisschen genauer umgesehen: dieses ganze finalmorsche Stück hat(te) Risse und in denen wächst der Pilz. Beim Zerlegen des Substrats hat man schon immer längliche Stücke in der Hand. Im direkten Umkreis liegen weitere Holzstücke (so ähnlich wie Brettchen), auf deren Unterseite ebenfalls viele Fruchtkörper der gleichen Art zu sehen sind. Leider habe ich (noch) keine Übersichtsaufnahme des Fundorts gemacht, aber das kann ich ja noch nachholen.

    Da es dort viele Weißtannen gibt, könnte das Substrat neben Fichte auch Weißtanne sein – beides ist möglich.


    Viele Grüße

    Rika