Posts by UmUlmHerum

    Hallo Abeja,


    Morcheln finde ich schon sehr lecker, sie haben halt einen ganz eigenen Geschmack, und man sollte sie unbedingt OHNE Zwiebeln (oder Schlimmeres wie Knoblauch) zubereiten. Ich lösche sie gerne mit einem Schluck Weinbrand ab, eine gehäutete, entkernte Tomate passt auch gut dazu, und einen Hauch Thymian. Die erste Morchelrahmsoße hatte ich übrigens in der Schweiz gegessen – sehr fein! – und dann bei der Migros getrocknete Spitzmorchel gekauft... bevor ich eigene gefunden habe.


    Das Betreten von Streuobstwiesen ist dann ein Problem, wenn das Gras schon höher steht und dann niedergetrampelt wird: bei einem konventionellen Balkenmäher (wie ihn Privatleute dafür meist verwenden) verstopft sich dadurch das Messer – das ist sehr lästig. Es geht nicht um das Zertrampeln von seltenen Pflanzen. In der Erntezeit ist ja eh klar, dass die Besitzer keine Fremden auf ihrem Grund sehen wollen. Einzäunen ist überhaupt keine gute Idee – so ein Zaun ist bei jeglicher Arbeit nur hinderlich, abgesehen von den Kosten dafür. Hierzulande würde man darüber ziemlich verwundert den Kopf schütteln, wenn jemand "so was verrücktes" machen würde. Auch wären die Wildtiere (Fuchs, Hase und Rehe (und Wildschweine)) davon gar nicht begeistert. Und außerdem kann man sich im Winter so ohne Zäune freibewegen, beim Spazierengehen ebenso wie beim Langlaufen. Von der Optik (offenes Land) mal gar nicht zu reden. Und Hinweisschilder? Achtung Privatbesitz – Betreten verboten! Rund um die Streuobstwiese, die 200m lang und 30m breit ist? Viel unkomplizierter ist es, sich einfach an die Landesgepflogenheiten zu halten und bewirtschaftete Flächen während der Vegetationsperiode nicht zu betreten, finde ich. Eine Streuobstwiese ist halt kein Wald...


    Die RiMu-Morcheln hole ich mir auch ggf. nachts aus den fremden Vorgärten ... und wenn ein Zaun drumrum ist, habe ich auch schon geklingelt und gefragt, ob ich diese Pilze ernten dürfte – bei näherem Interesse habe ich den Leuten auch schon eine gekochte Kostprobe ihrer Morcheln vorbeigebracht. Waren eigentlich immer sehr nette Gespräche. Selbst wenn ich mir einen Blumenstruß aus einer Gründüngung schneiden möchte und gerade ein Bauer in Sichtweite ist, frage ich immer ganz nett, ob das okay wäre – immer positve Resonanz! Also, wenn jemand in der Nähe ist, einfach fragen "darf ich mal...", und wenn niemand in der Nähe ist, minimal invasiv schnell mal reingehen, so mach´ ich das.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Abeja,


    soweit ich es richtig im Kopf habe, ist das Betreten landwirtschaftlicher Flächen, wozu auch Streuobstwiesen gehören, in BaWü von 1. März bis 31. Oktober verboten. Wenn ich Fallobst oder Nüsse aufsammeln will, warte ich immer auf den 1. November – was dann noch unten liegt, darf man holen. Es gibt aber, wie z.B. hier in Ulm, Streuobstwiesen, die der Stadt gehören. Auf einer Site der Stadt kann man freigegebene (nicht verpachtete) Flächen sehen, auf denen der Bürger immer und jederzeit das Obst ernten und aufsammeln darf:

    https://www.ulm.de/leben-in-ul…und-natur/streuobstwiesen


    Selbstredend sind Streuobstwiesen bewirtschaftete Flächen, die gemäht werden. Auch werden die Obstbäume i.d.R. regelmäßig ausgeschnitten. Es gibt auch genügend Besitzer, die da sehr wohl spritzen, was in einem Deiner Links blauäugig ignoriert wird – also keineswegs nur eine "heile Welt". Erfahrungsgemäß ist der Schwabe mit seinen Streuobstwiesen (oder auch Nussbäumen) sehr heikel, was fremde Zugriffe betrifft, die Badener in Deiner Ecke werden ähnlich drauf sein... Dem einheimischen Idiom mächtig zu sein, ist jedoch oft ein Vorteil, wenn man mal erwischt wird.


    Ich handhabe es so: erkennbar gepflegte Anlagen betrete ich wirklich nur zu den erlaubten Zeiten (s.o., Ausnahme s.u.) oder wenn ich es mit dem Besitzer ausdrücklich vereinbart habe. Eindeutig verwilderte Streuobstwiesen oder Weinberge (z.B. rund um Tübingen) durchstreife ich schon, schau´ aber, dass man mich dabei nicht unbedingt sieht ;) . Ausnahme: Wenn ich total spannende Pilze sehe oder für eine Ausstellung sammle. Dann gehe ich oft in der Dämmerung hin, und ich achte darauf, nicht überall rumzutrampeln, sondern gehe den kürzesten Weg zum begehrten Objekt und auf meinen Fußspuren wieder zurück.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Abeja,


    dann warst Du also schon im "Fachforum"... dort kannst Du natürlich auch immer & gerne anfragen (falls Gerd noch aktiv ist?).


    Ich denke nachwievor, dass es sich bei Deinen Champignons um Verwachsungen mehrerer Frk. handelt, was ja bei dem Gedränge in der Zucht kein Wunder wäre. Du hast ja die "Mittelkerne" auch gesehen... vor allem Dein erstes Bild finde ich deswegen aufschlussreich – ich habe mal ein paar Markierungen angebracht:

    Die lila X kennzeichnen die Zentren der verschiedenen Stiele, und der blaue Pfeil kennzeichnet den angedeuteten Zwischenraum zwischen den beiden Stielen. Hinzu kommen die Wölbungen der oben 3 und unten 2 Hüte, die man von unten gut sieht (m.E.).


    Gerade fällt mir ein, dass es gerade in Zuchtchampignons öfters mal Hohlräume gibt, in wilden Maronen auch manchmal, selten im Hut, oft im Stiel. Bei den Hohlräumen denke ich schon eher an Fasciation, in Deinem Fall aber an Pseudofasciation.


    Herzliche Grüße – Rika

    Hallo Gurahn,


    jetzt mit den Bildern ist es viel einfacher :):

    Das sollte der Papageiengrüne Saftling sein (Gliophorus psittacinus, Syn. Hygrocybe psittacina). Sehr hübsches Pilzchen, das ich auch schon mehrfach im ungedüngten Rasen bei meiner früheren Nachbarin fand. Im grünen Gras sind die grünen Hüte der jungen Fruchtkörper kaum zu erkennen...


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Abeja,

    besser eine späte Antwort als gar keine... mein uralter Rechner hat mehr oder weniger den Geist aufgegeben, ich war ein paar Tage komplett offline und habe nun einen geliehenen LapTop, aber noch keinen Zugriff auf meine eigenen Daten (Fotos!) - das wird noch ein bisschen dauern.


    Also: Dein Panther ist wirklich sehr klein. Die werden normalerweise schon größer. Mir ist diese Zwergenwüchsigkeit auch schon bei den Parasolen aufgefallen - Hut-Dm < 15 cm, ist halt immer noch zu trocken. Hier UmUlmHerum gibt es inzwischen massig Fliegis, die sind ebenfalls sehr "blond". Auch hier vermute ich, dass das heiße Wetter (das bis vor Kurzem herrschte) + Trockenheit dafür verantwortlich ist.


    Viele Grüße - Rika

    Guten Abend miteinander!


    Ich gehe hier mit Abejas und Peters Definitionen, wobei ich den Erdgeruch weglassen würde. Gut gefällt mir der Satz:

    "Pilzig" wäre es dann, wenn man ein Stückchen völlig blind verkosten würde und dann sofort weiß: das ist ein Pilz!

    "Unspezifisch" wäre für mich, wenn ein Pilz keinen oder nur minimalen Eigengeruch hat.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Peter,


    herzlichen Dank für den Link zur aktuellen radioaktiven Belastung von Waldpilzen!

    Ich habe auf der Seite des Bundesamts für Strahlenschutz noch ein bisschen geblättert und dabei in der Broschüre "Die Kontamination von Lebensmitteln nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl" auf Seite 2 eine interessante Mutation gesehen – schaut Euch mal diesen "Maronenröhrling" an ;-)

    http://www.bfs.de/SharedDocs/D…_blob=publicationFile&v=6



    Viele Grüße – Rika

    Hallo miteinander!


    Jetzt habe ich dies gerade getestet: Bei manchen Namen funktioniert alles ganz normal (z.B: Hydnellum peckii oder Neoboletus erythropus), aber z.B. bei "Neoboletus junquilleus" kam zuerst "Entschuldigen Sie, ein Fehler trat auf". Beim zweiten Versuch ging zwar die richtige Seite auf, aber das interatkive Kartenbild blieb leer. Wenn man dann "Grafik anzeigen" anklickt, erscheint ein schwarzer Bildschirm mit Fehlermeldung, siehe http://www.pilze-deutschland.d…rte_organism_10005523.jpg


    Viele Grüße – Rika

    Hallo miteinander,


    Gernot ist derzeit im Ausland bei schlechter Internetverbindung. Er kommt aber am Wochenende wieder zurück – vielleicht schreibt er dann noch was zu diesem ungewöhnlichen Fund.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Nina, hallo Abeja – interessante Neuigkeiten von Euch!


    Diese Daldinia vernicosa agg. sieht ja wirklich sehr passend aus! Ich wußte nicht, dass die anfangs so gelatinös sind – habe ich noch nie beobachtet. Der Link führt quasi zu Gernot, der hier (sic) kompetent wäre. Anscheinend liest er in diesem Forum nicht mit... ich werde ihn mal kurz über diesen Thread informieren, vielleicht meldet er sich. Ich vermute, er kann anhand der Fotos Abejas Namensvorschlag bestätigen... und Nina beruhigen?


    Nina, Du brauchst Dir keine so großen Sorgen wegen diesem Pilz machen, das ist ja kein giftiger Schimmelpilz. Außerdem ist er im wabbeligen Zustand noch unreif, gibt also noch keine Sporen ab. Du könntest ihn bei der derzeitigen Witterung auch im Freien im Schatten aufbewahren. Kohlenbeeren sind ja recht haltbar, die gammeln nicht so schnell.


    Gute Nacht allerseits – Rika

    Hallo Nina, hallo Andreas!


    Ein Holzkohlenpilz (Daldinia) ist doch von Anfang an innen hart – oder täusche ich mich da und er kann wabelig sein???

    Was mich wundert: in der Wohnung dürfte es doch nicht besonders feucht sein, und Nina hat geschrieben, dass die "Garderoben"-Birke getrocknet und behandelt gewesen sein soll – eigentlich passt das nicht zu Pilzen, noch dazu welchen, die innen "glitschig" sind!


    Mag sich sich denn niemand von Euch Spezialisten dieses Ding näher anschauen? Irgendwie sieht es ja schon nach einem Pilz aus, aber eher nach einem Bauchpilz bzw. was Trüffelartigen.


    Liebe Nina, bitte hebe Deine schwarzen Knubbelteile mal auf, eine Hälfte in den Kühlschrank, die andere Hälfte auf einen Heizkörper zum Trocknen. Vielleicht erbarmt sich jemand – wäre ja schon eine interessante Sache!


    Nina, in welcher Ecke wohnst Du denn? Womöglich hast Du einen kompetenten Hobbymykologen ganz in Deiner Nähe...


    Viele Grüße – Rika

    Hallo miteinander!


    Wenn ich alles richtig verstanden habe, so lautete die Prüfungsfrage Nr. 15:

    Was ist ein Kollar? Nennen Sie zwei Gattungen, in denen es Pilzarten mit Kollar gibt.

    und streng genommen gibt es nur eine (in Zahlen: 1) Gattung, die stets ein richtiges/echten Kollar ausbildet, nämlich Marasmius.


    Ich verfolge seit Wochen bzw. Monaten phasenweise die diversen Threads über DGfM-PSV-Prüfungen-Prüfer usw., mein Resümee: keinerlei Ambitionen mehr, jemals eine PSV zu werden. Gründe? Siehe z.B. oben...


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Stefan & Matthias,


    habt herzlichen Dank für die erschöpfende Auskunft! Die jodpositiven bzw. -negativen Arten habe ich mir nun notiert – und dabei die verwirrenden Gattungsnamen weggelassen – manchmal haben die deutschen Namen doch Vorteile ;-).


    Gute Nacht – Rika

    Hallo Chris,


    am besten liest Du einfach mal z.B. hier nach:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Myxogastria
    http://www.schleimpilze.com/index.html


    Grob vereinfacht gesagt, hat ein Myxomycet 2 Hauptlebensphasen, zuerst als einzelliges Plasmodium mit vielen Zellkernen (eine Art Amöbe), dann zur Vermehrung wandelt sich das Plasmodium um zu Fruchtkörpern mit Sporen – sowas hast Du fotografiert. In schlechten Zeiten (zu trocken, zu kalt) kann sich das Plasmodium zu einem Sklerotium zusammenziehen und so bspw. den Winter überstehen.


    Plasmodien oder Sklerotien sind i.d.R. nicht bestimmbar, dazu braucht man ausgereifte Fruchtkörper (Sporocarpien) und ein Mikroskop...


    Dieses gelbe Plasmodium (alles ist eine Riesenzelle) frisst gerade Phlebia radiata. Das Weißliche rechts unten sind die Überreste der verzehrten Phlebia, das Plasmodium sammelt sich in "Adern" und zieht weiter zum nächsten Phlebia-Fruchtkörper, überzieht ihn mit eine dünnen Schicht zur optimalen Nahrungsaufnahme, usw.
    Übrigens ist dieses Foto am helllichten Tag entstanden – soviel zum Thema "nachtaktiv".



    Viele Grüße – Rika

    Hallo Chris,


    Du zeigst Sporocarpien von Schleimpilzen. Da sie nur in der Draufsicht fotografiert sind, kann man die Form (z.B. Übergang Stiel – Kelch) nicht sehen. In Frage kommen wahrscheinlich Hemitrichia clavata oder Hemitrichia calyculata.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo alle miteinander, insbesondere


    Wenn wir z. B. die Deutschland.de- Kartierung nehmen sind bis auf einen Eintrag alle anderen in den letzten Jahren gemacht und es ist anzunehmen, daß die Bestimmung mit aktuellerer Literatur gemacht wurde (siehe in meinem Beitrag oben). Da müßten uns jetzt P. K. und L. Kr. auch sagen können, wie sich T. patellaris von T. operculata trennen läßt, denn sie haben Funde in beiden Karten. Andreas G. hat auch einen Fund in der T. patellaris- Karte, obwohl in GPBW T. operculata favorisiert wird, im Abb.- Verzeichnis 2007 aber wieder T. patellaris.
    Jürgen M. hat in der hochzulobenden "website" Panellus patellaris vorgestellt, dieser Fund taucht bei Deutschland de. als Tectella operculata auf....usw., usf.
    Das ist es, was vielleicht nicht nur Rika und meine Wenigkeit umtreibt.

    Dank an Peter P. für die Klarstellung meines Anliegens – perfekt beschrieben, und Frank D. & Peter K. für die künftige Zusammenlegung aller europäischen Tectella-Arten ( :P ) in der Pilze-Deutschland-Kartierung!?


    Es freut mich, dass in meinem Beitrag doch noch so viel Leben eingekehrt ist. Genau wegen der DGfM-Kartierung einer wohl einzigen Art mit unterschiedlichen Datensätzen und verschiedene Namen habe ich diese Frage in diesem Forum gestellt... Danke für Eure Diskussion!


    Viele Grüße – Rika