Spathularia cf. neesii

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Spathularia cf. neesii

      Liebe Pilzfreunde,

      im Herbst letzten jahres fand ein Kollege auf einer Tagebaufolgefläche (Abraumhalde Olbersdorfer See bei Zittau) zwischen Pinus sp. und Larix sp. einen Spateling. Dieser hatte makroskopisch kaum Übereinstimmung mit Spathularia flavida (kaum gelbe Töne, steriler Slielteil eher rötlich und nicht weiß/gelb - Fruchtkörper im Exsikkat gelb ausblassend; siehe angehangene Bilder). Auch mikroskopische Abweichungen (Sporenlänge > 60 µm) zu S. flavida-Beschreibungen konnten beobachtet werden.
      Es folgt die Fundbeschreibung meines Kollegen:

      Spathularia spec. Fund 15.10.2015

      Sporen: spiralförmig bis normal im Ascus ausgerichtet, 62,5 µm x 2,5 µm – 75 µm x 3,2 µm [Ausreißer bis 80 µm lang], septiert; Ascokonidien vorhanden. Asci: 125 µm x 12,5 µm- 150 µm x 22,5 µm, Basis v-förmig endend, Spitze keulig zulaufend. Paraphysen: 87,5 µm - 135 µm lang, schlank, teilweise gegabelt, gebogen bis rundlich gewunden.

      Die spärliche Literatur führt uns zu Spathularia neesii (bender-coprinus.de/apn-homepag…20Jg.%2011%20Heft%202.pdf; Sporenlänge bis 80 µm) der jedoch äußerst selten sein soll, daher die Frage an das Forum:
      Kann es sich bei dem abgebildeten Fund um S. neesii handeln?

      Vielen Dank,
      Alexander Karich
      Bilder
      • S cf neesii micro comp.jpg

        124,92 kB, 745×1.024, 201 mal angesehen
      • S cf neesii macro comp.jpg

        140,8 kB, 684×1.024, 286 mal angesehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von AlexanderK ()

    • Spathularia cf. neesii

      Hallo in die Runde,
      schleierhaft, daß sich hier niemand meldet.
      Zum Artikel selbst kann ich auch recht wenig beitragen, Spathularia ist mir persönlich erst 1x untergekommen als flavida, siehe Fotos. Wenn ich aber in der Literatur grase und auch Fotos vergleiche, kommt mir hier auch Cudonia circinans in den Sinn, den wohl P. Otto in der Region schon gefunden hat:
      http://www.pilze-deutschland.de/daten/da…rbeitungsstand/
      Könnte jemand Befugtes den Titel korrigieren, der Autor war schon 14 Tage nicht mehr hier und die wissenschaftliche Bezeichnung in der Titelleiste müßte doch schon korrekt sein, kein Beinbruch, aber mich stört diese "neue" Gattung.
      Herzliche Grüße
      P. Püwert.
      Bilder
      • Spathularia flavida Rottmar_3er.jpg

        112,54 kB, 800×533, 113 mal angesehen
      • Spathularia flavida Rottmar_7er.jpg

        88,42 kB, 800×533, 101 mal angesehen
      • Spathularia flavida Rottmar_8er.JPG

        160,04 kB, 800×800, 105 mal angesehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von P. Püwert ()

    • Sehr geehrter Herr Püwert,

      vielen Dank für Ihren Hinweis, ich habe den Titel korrigiert.

      Zum Fund:
      An Cudonia circinans hatten wir auch schon gedacht, jedoch sind hierfür (i) die Sporen viel zu groß und (ii) geht der sterile Stielteil +/- fließend (bzw. nur leicht abgesetzt) in das Köpfchen über. Letzteres war gelegentlich spatelig, dieses Merkmal ist auf den Fotos leider nicht gut zu erkennen.
      Dass es sich um eine Spathularia handelt, da sind wir uns ziemlich sicher.

      Viele Grüße aus Zittau.
    • Hallo zusammen,

      Die Bilder sehen wirklich wie C. circinans, aus, das rechts unten doch schon sehr wie Spathularia. S. flavida ist in den alpinen Lärchenwäldern geradezu Massenpilz. Im Tiefland und Forsten mit Lärchen sicher selten. Letztes Jahr fand ich S. neesii auch; ich denke, dass sie als Variation besser untergebracht ist: Wie man auf dem Bild schön sieht, steht sie im gleichen Ring mit der normalen gelben Form.

      Viele Grüsse, Markus
      Bilder
      • Spathularua flavida v. rufa 4846.jpg

        180,4 kB, 800×600, 124 mal angesehen
      • Spathularua flavida v. rufa Asci 4846.jpg

        46,71 kB, 640×480, 111 mal angesehen
    • Hallo,

      vorige Woche, fanden wir (R.Ullrich und ich) den oben beschriebenen Pilz wieder. Diesmal waren die Fruchtkörper deutlich spatelförmig (siehe das beigefügte Foto). Mikroskopisch war der Fund identisch mit dem oben Beschriebenen (Sporen > 65 µm, bis 82µm gemessen).
      Da S. neesii noch als eigenständige Art gelistet wird (siehe Pilze-Deutschland.de), würde ich unseren Fund aufgrund der mikroskopischen Merkmale (trotz Markus' Anmerkung) vorerst als solche hinterlegen.

      Liebe Grüße,
      Alexander
      Bilder
      • Spathularia sp 2016.jpg

        502,38 kB, 4.110×2.730, 59 mal angesehen