Posts by Peter Püwert

    Hallo in die bescheidene Runde,

    wenn man als Laie mit der Tatsache konfrontiert wird, das sichtbare, auffällige, essbare oder giftige Gebilde sei nur die "Frucht" und der eigentliche Pilz im diversen Substrat nur ein mehr oder weniger starkes Geflecht kann ich mir vorstellen, dass man dieses auch bis zur Art bestimmen könnte. So verstehe ich die Frage und das wäre jetzt auch möglich, würde es "Pflicht", würde ich mich aber wieder der Philatelie widmen. Ich kann mich erinnern, dass vor etlichen Jahren daran gearbeitet wurde, Pilzarten makro- und mikroskopisch über das Myzel bestimmen zu können. Wenn mich nicht alles täuscht, hat eine bekannte Mykologin damit gearbeitet, es aber aus mir nicht mehr geläufigen Gründen aufgegeben. Mir will auch partout nichts weiter mehr zu dieser Geschichte einfallen. Einige wenige Arten kann man schon anhand des Myzels eingrenzen, ein paar Fotos davon anbei. Und es wird immer noch angezweifelt: Man kann Pilze riechen, auch wenn noch keine sichtbar sind. "Es riecht nach Stockschwämmchen" hörte man früher von den Alten, zu denen ich jetzt auch gehöre, und das stimmt. Da muss man allerdings damit aufgewachsen sein und hier sind wir dann beim zweiten Teil von Abejas Beitrag. Der Einfluss von diversen Pilzen und die technische Anwendung werden nicht erst seit kurzem erforscht, das liegt schon mindestens ein dreiviertel Jahrhundert zurück, viel ist nur in Vergessenheit geraten oder in den Tresoren des Kapitals gelandet. Dazu hänge ich einen Link an und mit dem Begriff "Mykoholz" kann man einiges ergoogeln. Ich hatte auch das Glück, Walter Luthardt noch persönlich zu kennen und deshalb behaupte ich auch, aus der Region zu kommen, in der noch die meisten Stockschwämmchen gesammelt werden und niemand in Ohnmacht fällt, wenn er Gifthäubling hört.


    https://www.researchgate.net/journal/Fungal-Biology-and-Biotechnology-2054-3085

    Luthardt


    Der Artikel aus dem Tintling 3/99 erscheint mir recht schlüssig. Die Diskussion in diesem Mikroforum, auch mit diesem Link, erbrachte keine weiteren Erkenntnisse und dass es sich um die Anamorphe einer Peziza handeln könnte wäre vielleicht möglich gewesen, wenn nicht auf bzw. an verschiedenen Ascomyceten dieses Phänomen beobachtet worden wäre. Vielleicht kann man den Autor des Tintling- Artikels kontaktieren, er weiss wohl hier besser Bescheid.

    VG P. P.

    Hallo in die Runde,

    dieser Pilz gehört mit zu den zähesten, die ich kenne. Der abgebildete an Spitzahorn ist mir mittlererweile schon fast 20 Jahre bekannt, muss 'mal sehen, ob der Baum noch steht und die kleine Eibe weiter gewachsen ist. Sehr verwunderlich war dieser Fund an Fichte hier in meinem Hausrevier, habe mir das von H. Ostrow bestätigen lassen müssen. Aus dem BayWald sind auch Funde an Tanne belegt.

    VG P. P.



    Hallo in die Runde,

    von Abeja's Rindenpilzfotos würde ich keines den konkret genannten Arten zuordnen. Corticioide Pilze zu bestimmen ist schon schwierig genug und nur mit Fotos ist das sehr problematisch. Manchmal bin ich auch angehalten, bei markanten makroskopischen Merkmalen erst in den Bilddateien zu suchen, die Erfolgsquote liegt zwischen 0 und 100 %, wobei die volle Punktzahl bei vielen markanten Arten auch nicht mehr sicher ist, wenn Ähnliches aus Patagonien sequenziert wurde und von 500buchstabigen Autoren als "Applanopseudoboletomyces sang..." beschrieben wurde.

    Jetzt wollt' ich noch einen schönen 3. Advent wünschen, der ist ja schon durch, also nachträglich.

    P. P.


    Da ist doch für eine Tageszeitung und den durchschnittlichen Leser eigentlich in verständlicher Weise alles gesagt, zumal bei "Trüffel" in erster Linie an die Delikatesse gedacht wird wie hier bei der "Trüffelpastete", in der wirklich Tuber indicum aus China (woher sonst) in überschau- und von mir nicht schmeckbarer Menge vorhanden war. Die Leiterin des Discounters war trotzdem hoch erfreut, dass sich wirklich Trüffel darin befanden. Ich sehe hier keinen weiteren Kommentarbedarf seitens P. K.

    VG P. P.

    Edit: Das bezieht sich auf den ersten Artikel. Peters Antwort hatte ich noch garnicht auf dem Schirm.

    Hallo Gernot,

    da habe ich Deinen Beitrag zu schnell überflogen, kenne natürlich auch die Unterschiede zwischen uni- und bitun., auch wenn ich da auch immer mal Probleme damit habe. Auf dem 3. Foto von Harry vermeine ich auch Setae zu sehen und bin inzwischen geneigt, Dir recht zu geben.

    Viele Grüsse Peter.




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    Hallo Gernot,

    sind die Capronia- Arten nicht setenbehaftet ? Die Färbung der Apo- Wand ist mir auch geläufig, hier aber m. M. nach schwer einzuschätzen. Und sind die Fus./ Gibb.- Arten immer eindeutig uniseriat, diese Eigenschaft ist ja auch bei anderen Gattungen bzw. Arten manchmal recht schwer einzuschätzen.

    Herzliche Grüsse P. P.

    Edit: Jetzt habe ich auch Zweifel wegen der Sporenfarbe.

    Nochmal edit: Wenn ich die Fotos der Links ansehe, kommen mir wieder Zweifel an meinen Zweifeln.

    Ja, das ist schon ein Kreuz mit Macrolepiota. Ich sehe das wie Harald, verwende ausschliesslich den Schlüssel von Gernot Friebes aus dem Tintling 4/2013 und Ludwig 2016 (ausser die heutigen Chlorophyllum). Auf dem 4. Foto ist das vielzitierte Röten/Bräunen in der Stielbasis gut zu sehen. Die Pilze wurden mir zur Pilzberatung gebracht, selbst habe ich diese Form noch nicht gefunden und in dieser Ausprägung vorher noch nie gesehen.

    Peter Püwert.








    Hallo abeja,

    als 2015 die "Bibel" über "Pflanzenpilze" erschien (KLENKE/ SCHOLLER: Pflanzenparasitische Kleinpilze, Springer- Verlag), hiess der erste Pilz noch "offiziell" Microstroma juglandis. Dieses Werk als auch "JULIA KRUSE (2019): Faszinierende Pflanzenpilze. Erkennen und bestimmen." beantworten (fast) alle Deine Fragen. Der erste Pilz ist klar, der zweite ist schon die genannte Marssonina juglandis, die Anamorphe von Ophiognomonia leptostyla. Diese Art gibt es wahrscheinlich an und unter jedem älteren Walnussbaum, wie man sie nennen sollte nach "one fungus, one name" weiss ich aber nicht so recht. Zwischen Ende März und Anfang Mai kann man an den vorjährigen Blattstielen die eingesenkten Perithezien der Teleomorphe mit ihren langen Hälsen finden, ich hatte da noch nie einen Fehlgriff, auf die später an den Blättern erscheinende Anamorphe wurde dann kaum noch geachtet, hatte die Art ja schon aus dem Frühjahr. Anbei ein Makro der Teleomorphe, ähnliche Arten findet man auch (immer) an Blättern anderer Baumarten.

    VG P. P.