Lepiota ochraceosulphurescens / clypeolaria

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  • Servus Lepiotafreunde,


    eine Lepiota-Kollektion aus der clypeolaria-Verwandtschaft vom 1.10.2011 fiel auf durch signifikantes Gilben an der Oberfläche. In der Literatur ist hierzu eine Varietät der clypeolaria beschrieben bzw. eine eigene Art namens ochraceosulphurescens. Diese soll von zierlicherem Habitus sein und dunklere Schuppen am Hut haben (lt. Krieglsteiner / Gminder 2003), was hier wohl passen dürfte. Standort war ein Mischforst auf saurem Sandboden. Ein Exsikkat ist vorhanden.


    Gruß


    Helmut

  • Hallo Helmut,


    ein Gilben bei Kollektionen aus dem clypeolaria-Verwandtschaftskreis habe ich mehrfach beobachtet. Ich habe nicht den Eindruck, dass das ein konstantes Merkmal darstellt. Auffallend war für mich ein Fund in Stuttgart-Degerloch, beim Haus des Waldes, wo in einem Jahr der ganze Wald voll mit Lepiota clypeolaria stand, die auf Druck zitronengelb verfärbte. Im Jahr darauf waren nur normale (nicht verfärbende) Exemplare zu finden. Eine weiter Kollektion zitronengelb verfärbender clypeolaria fand ich am Gardasee.


    Ich halte also daher nicht viel vom Taxon ochraceosulphurescens, muss aber eingestehen, dass es sich bei ochraceosulfhurescens möglicherweise um etwas anders handeln kann als meine Kollektionen. Dein Fund zeigt ja auch mehr ockerliche Verfäbrungen, was besser zum Namen passt, während meine immer zitronengelb verfärbten.


    Du solltest aber mal Sporen messen, ob es sich nicht um eine L. magnispora handelt.


    beste Grüße,
    Andreas