Posts by Andreas

    Hallo Thomas,


    das liegt im Ermessen deines zuständigen Finanzbeamten. Manche haben Glück, andere nicht.

    Chancen gibt es eigentlich nur dann, wenn man dem Finanzamt in Aussicht stellen kann, dass sich daraus einmal Einkünfte entwickeln. Wenn die dann allerdings nach einer Zeit x nicht spürbar fließen, dann wird das Finanzamt das meist irgendwann dann nicht mehr anerkennen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Abeja,


    schneide doch mal ein Stroma schräg an und schaue, wie die Pigmentkörner unter der Lupe aussehen. EIgentlich sind die bei petriniae orange, bei perforatum braungelb. Das scheint mir deutlicher zu sein als die Pigmente in KOH.


    Zum Vergleich hier mal was, dass meiner Ansicht nach H. perforatum ist. Man sieht schon makroskopisch, dass die Pigmentkörner eher gelb und nicht orange sind.

    Die KOH-gelösten Pigmente auf dem Objektträger unterscheiden sich allerdings wenig - ich habe links zum Vergleich Hypoxylon fragiforme, das ja oranges Pigment hat. Als ich die beiden Tropfen dann auf eine Küchenrolle aufgetupft habe, war der Unterschied aber dann doch erkennbar.


    Ich verwende KOH 20% und ich schabe ein Stück flach von der Oberfläche des Stroma ab und rühre es etwas in der KOH und betrachte nach ca. 20-30 Sekunden.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo zusammen,


    also ich muss schon nochmal klar stellen, dass ich das Mikroskop NICHT wirklich getestet habe und daher nichts über seine optische Qualität aussagen kann. Ich dachte ich hätte das klar genug geschrieben. Es kann also durchaus sein, dass es eine brauchbare oder auch gute Abbildungsqualität hat.


    Was mich abgehalten hat, dass Mikroskop wirklich zu testen, war der instabile Eindruck, verbunden mit dem fehlenden Okular - es war übrigens auch im zweiten Paket nur ein Okular - und die von mir nicht vorher erkannte binokulare Ausführung. Da kann Bresser nun wirklich nichts dazu, das gebe ich gerne zu. Da ich aber diese Mikroskope als Kursmikroskope einsetzen wollte, und nach erstem Inaugenscheinnahme das Gerät als zu teuer empfunden habe - selbst wenn es eine gute Optik hätte - habe ich keinen Sinn darin gesehen, das Gerät mit Immersionsöl und Fingerabdrücken zu versehen, wenn ich es ja sowieso zurückschicken werde.


    Mir reichte die für meinen Geschmack zu wenige solide Bauweise, um zu sagen, dass mir das Gerät für meine Zwecke 500 Euronen nicht wert ist. Ich habe kein Problem damit, dass andere zu anderer Ansicht kommen, zumal ich auch nicht getestet habe, ob die Kamera, die ja im Preis dabei ist, was taugt. Aber ich brauche halt keine Kamera wenn ich keinen dritten Tubus habe - hin- und herwechseln im Okular mache ich ganz sicher nicht!


    Insofern bitte ich darum, dass jemand der das Gerät komplett getestet hat, seine Meinung darüber abgibt. Ich habe auf einen Test aus oben geschilderten Gründen verzichtet.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    habe die Geräte gestern zugeschickt bekommen und eines davon gleich ausgepackt.

    Die erste Ernüchterung war, dass es nur binokular ist - ich hatte aufgrund der mit im Paketpreis enthaltenen Digitalkamera ein trinokulares Gerät erwartet. Okay, da hätte ich mich mal vorher selber schlau machen können - mein Fehler ....


    Da der Tisch sich nicht höherverstellen lies, vermutete ich eine Transportsicherung, was mir auch durch einen beiliegenden rosa Zettel bestätigt wurde. Die darauf verzeichneten Transportsicherungsschrauben konnte ich nur zum Teil finden. Nachdem ich eine entfernt hatte, funktionierte die Höhenverstellung des Tisches trotzdem. Keine Ahnung, wo sich die anderen auf dem Beipackzettel beschriebenen Schrauben befinden sollen ....

    Ich gebe zu, ich war bis jetzt schon ziemlich genervt von dem Teil, auch weil beim hoch und runterdrehen des Tisches ziemlich deutliche Kratzgeräusche zu hören waren vom Grobtrieb.

    Zur Entnahme der Transportsicherungsschraube musste ich den Lampenkasten im Fuß rausziehen - das ist also nur ein Plastikkasten mit Köhlerblende der dann wieder über die LED geschoben wird. Die LED saß definitiv nicht 100% waagrecht und auch alles andere an dem Mikroskop war in meinen Augen nicht solide, überall hatte es etwas Spiel und bewegte sich.

    Als ich dann auch noch feststellte, dass nur ein (1!) Okular mitgeliefert wird, weil in das andere dann wohl die Einsteckkamera soll, hatte ich genug von diesem Gerät und packte alles wieder ein, ohne es überhaupt eingeschaltet zu haben.


    Insofern kann ich leider nicht mit einem echten Test dienen, wie gut wohl die Optik gewesen wäre. Aber ein Mikroskop, das nur über eine Einsteckkamera bedienbar ist, kommt für mich nicht in Frage. Und anderes kann man es nicht bedienen, außer man kauft sich extern ein Okularpaar dazu.


    Fazit: Für 500 Euro ein nur binokulares Mikroskop mit nur einem Okular und mäßig stabiler Verarbeitung ist trotz der im Preis enthaltenen Einsteckkamera einfach zu viel. Die Verarbeitungsqualität ist lausig, viel Plastik und viel Beweglichkeit in den Bauteilen - kenne ich von billigeren Bresser-Geräten auch schon so.

    Abgesehen davon, wird für die meisten dies eine nicht nutzbaren Ausführung sein, denn die Mikroskopkamera dürfte für die große Mehrheit der Pilzmikroskopiker eine nette Zusatzoption sein, aber nicht die alleinig mögliche. Die Qualität dieser Kamera habe ich übrigens nicht getestet, aber meine bisher gemachten Erfahrungen mit der sehr mäßigen Bresser-Qualität sind nicht besser geworden durch das Gesamtpaket ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich hab mal zwei bestellt und werde mir die anschauen. Sieht nach nem ganz netten Kursmikroskop aus.

    Auch wenn ich bei Bresser immer seeeehr vorsichtig bin. Aber die höherpreisigen Geräte sind oft gar nicht sooo schlecht wie der Ruf von Bresser ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo abeja,


    ich habe schon mehrfach Steinpilzgranulat und auch Rohware aus dem Handel untersucht. Und ich habe zum Vergleich aus eigenen Steinpilzvorräten Proben gezogen und untersucht, aus diversen Jahren und diverse Steinpilzarten.

    In meinen eigenen Steinpilzen habe ich nie auch nur eine einzige Konidie gefunden. Was mich nicht wundert, denn der Goldschimmel ist schon ziemlich fortgeschritten wenn er anfängt Konidien zu bilden. Dann geht der weiße Belag in Goldgelb über, denn es sind die Konidien die diese Farbe haben. Also wenn ich das leicht graue Röhrenfutter von Rotfußröhrlingen mikroskopiere dann sehe ich da auch noch keine Konidien.

    Im Granulat und der Rohware aus dem Handel finde ich so gut wie nie Konidien. Selten mal ganz vereinzelt. Nur eine Probe hatte ich mal da waren sie auch häufiger, und das war genau eine Probe von einem Lieferanten, der meinem Auftraggeber eh etwas suspekt war.

    Und dass nun im Pulver einerseits eine nennenswerte Menge an Agaricus-Sporen zu finden war, andererseits auch eine nennenswert höhere Menge an Hypomyces-Konidien, das deutet für mich darauf hin, dass das Steinpilzpulver zumindest zum Teil aus qualitativ minderwertigen und anderweitig nicht mehr veräußerbaren Steinpilzen hergestellt wurde, und zudem noch mit Champignon gestreckt wurde.

    Aber wie gesagt, ich konstatiere nur, was das dann für Auswirkungen nach sich zieht ist letztlich nicht mein Bier. Aber es interessiert mich halt :-)


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    weiß jemand ob es Richtlinien dafür gibt, wieviel Goldschimmel in Trockenprodukten mit getrockneten Steinpilzen toleriert wird, und ob es Erfahrungen für gesundheitsbedenkliche Konzentrationen gibt?

    Ich untersuche immer mal Handelsware und stoße dabei auch gelegentlich auch mal auf Hypomyces-Konidien. Wenn ich nun aber in jeder meiner Stichproben etliche Konidien finde, dann stellt sich mir irgendwann mal die Frage, ist diese Qualität noch tolerierbar. Ich habe dazu aber keine Angaben gefunden. Im Lebensmittelbuch ist nur die Klassifizierung anhand gestochener Anteile als Qualitätsmerkmal drin.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Benno,


    ich weiß ja nicht so recht, was dich gerade (wieder) reitet mit deinem Rundumschlag. Wirkt so ein bissel wie als hättest Du versucht die Gattungen Deconica und Psilocybe über den Geschmack zu trennen ....


    Zu unten zitiertem Vorwurf möchte ich Dich aber bitten, mal Beispiele zu bringen, wo Peter Karasch oder Frank Dämmrich (kannst doch ruhig Namen nennen) die Arbeitsergebnisse anderer Länder nicht akzeptieren würden! Insbesondere welche Sequenzierergebnisse anderer Länder werden nicht anerkannt? Hast Du - wenn es denn solche Fälle gibt - Dich erkundigt beim Sachsen oder beim Bayer warum dem so ist? Oder meinst Du mit "Länder" eventuell ganz speziell Mecklenburg-Vorpommern und damit auch ganz speziell Deine Arbeitsergebnisse? Z.B. das Arbeitsergebnis, dass Du aus Mecklenburg heraus beurteilen kannst, dass es in Sachsen keine Russula heterophylla geben kann? Das ist in der Tat zu lächerlich, als dass man es anerkennen könnte und deinem Plädoyer folgend alle Fundpunkte der Art in Sachsen einfach löscht. Oder umbenennt - denn DU weißt ja bestimmt auch schon mit was die Sachsen seit Generationen diese Art verwechseln, ne?

    Auch habe ich langsam den Eindruck, man versucht aus Bayern und Sachsen uns vorzugeben, welche Art- und Gattungsnamen aktuell sind. Nur dort gibt es fähige Leute und Spezialisten. Man sollte die Arbeitsergebnisse anderer Länder akzeptieren, sie wollen auch brauchbare wissenschaftlich haltbare Ergebnisse vorweisen können. Unglücklicherweise werden diese Leute dann noch als Lampers beschimpft, obwohl die tadelnde Person ihnen nicht das Wasser reichen kann. Dieses wirkt sich auf das Datenerfassungsprogramm Mykis recht negativ aus, ständig werden Namen geändert. Mitunter gräbt man längst vergessene Sachen hervor, die sich nicht mal durchgesetzt haben. Nur nicht die Sequenzierungsergebnisse anderer Länder anerkennen, sie machen bestimmt Fehler und das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Oder sie kommen sogar von den Lampers, diese kann man ohnehin nicht gebrauchen und werden nicht anerkannt. Für eine Datenbank ist es wichtiger, sie läuft stabil und jeder Nutzer kann seine Daten dort eingeben. Ständig muss man sich mit Synonymen herum plagen und das Gattungs-Karussell dreht sich schnell.

    Schwierige Streitfragen innerhalb von verwandten Arten könnte man mit Sequenzierungen aus dem Wege räumen. Hierzu ist die genetische Untersuchung angebracht. Aber die Verwandtschaft mit einen kurzem Teilstück der Doppelhelix ableiten zu wollen ist schon gewagt. Man hat das ganze Genom nicht mal gänzlich aufgeschlüsselt, um diese Frage zu beantworten.

    Dass Lumper als Schimpfwort gebraucht wird/wurde, ist mir neu - ist Splitter dann auch eines? Dass die Genetik dagegen viel öfters zeigt, dass die Artenvielfalt eher noch größer ist als bisher angenommen, ist ja wohl unbestritten. Lampers schreibt man übrigens Lumper, nur so am Rande. Ich hielt diese leidige Diskussion um Splitter und Lumper eigentlich seit 20 Jahren für überholt, aber anscheinend treibt Dich das immer noch um.


    Was ist überhaupt noch mit den Interferenztests, diese waren meiner Meinung nach plausibler. Das Pilze nicht kreuzen können wie Pflanzen weiß man schon lange. Man legt Kulturen von Pilzen an und lässt das Myzel aufeinander zuwachsen. Bilden sich Knoten von 2 Kulturen auf den berührenden Myzelien, dann handelt es sich um eine Specie. Wachsen diese übereinander vorbei und bilden keine Knoten, so handelt es sich um verschiedene Arten.

    Ja, herrlich einfach, nicht wahr?

    Woher nimmst Du eigentlich die Gewissheit, dass Pilze nicht kreuzen können? Oder meintest Du, dass sie nicht "wie Pflanzen kreuzen können", aber ansonsten schon?

    Kennst Du Ripkóva et al. (2010): The delimitation of Flammulina fennae. Mycological Progress 9: 469-484? Dort wird u.a. auch über eine als hybrid angesehene Kollektion berichtet, die sowohl morphologisch als auch genetisch als Hybride interpretiert wird. Ist zwar weder ein Arbeitsergebnis aus Bayern noch aus Sachsen .... aber immerhin in der peer-reviewten, international hoch angesehenen Myc. Prog. erschienen und die Hybrid-These bereits im Abstract formuliert - kann den Reviewern also kaum entgangen sein!


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Benno,


    ich verstehe und sehe die Problematik des Fundmeldungen Überprüfens und ggf. Korrigierens. Dieses Problem hat jeder Landeskoordinator.

    Was ich nicht verstehe bei deiner Tirade sind zwei Dinge:


    Du beklagst Dich darüber "nur" Stellvertreter zu sein. Warum? Was ist dein Problem? Ist Dir der Titel nicht würdig genug und es geht Dir eigentlich um den Titel Landeskoordinator an sich? Oder sind Dir deine Kompetenzen nicht genug? Wäre das denn anders wenn Du statt "nur" stellvertretender LK "der" LK wärst? Ich kann da keinen Unterschied erkennen, mir persönlich wäre es vollkommen wurscht ob ich nun LK oder stellvertretender LK wäre, es ginge mir mehr um die Aufgabe der bestmöglichen Datenhaltung als solche.


    Du sprichst immer wieder von "Fehlerkorrektur" von "falschen Bestimmungen die Du korrigierst" und ähnlichem. Das scheint bei Dir sehr viel Raum einzunehmen zeitlich gesehen. Das kenne ich weder von meiner LK-Tätigkeit in Ba.-Wü., noch von der in Thüringen. Auch da gibts mal was zu korrigieren oder nachzufragen, aber doch in sehr bescheidenem Umfang. Vor allem auch wäre ich sehr zurückhaltend, anderer Leute mit nachgewiesen gutem Kenntnisstand in ihren Fundmeldungen rumzupfuschen, insbesondere dann wenn Du noch nicht mal selbst hundert Prozent sicher sein kannst über Deine Korrektur. Und anhand eines Deiner letzten Postings, wo Du etliche Beispiele zu korrigierender Artauffassungen genannt hast, muss ich Dir sagen, dass ich in mehreren Fällen gar nicht Deiner Meinung war. Beispiel Lactarius uvidus-violaceus-luridus z.B. Wäre ich in Deinem Bundesland, das würdest Du mit meinen Funddaten nur ein Mal machen, danach würde ich nie wieder an Dich melden, ganz offen gesagt. Ich persönlich finde Du maßt Dir da bisweilen an, die einzig richtige Auffassung zu haben. Ich wäre wie gesagt nicht bereit das so zu tolerieren als Melder, Diskussionen um kritische Funde natürlich gerne.


    Ich persönlich lasse dir Daten wie gemeldet, bis auf wirklich astrein nachvollziehbare Fehler, und überlasse die Interpretation der Daten dann demjenigen der sie für seine Zwecke auswerten möchte. Je nachdem, was man mit den Daten anfangen möchte, ist auch das unterschiedlich. Deutlich mehr Kontrolle lege ich auf alle naturschutzrelevanten Arten, dass da möglichst wenig Unsicherheit bei den Daten besteht. Aber ob jetzt jemand Mollisia cinerea meldet obwohl es vielleicht gar keine ist - also das ist mir zu wenig wichtig als dass ich da Energie reinlegen würde.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Ingo,


    ein einmaliger Fund und 10 Jahre Untersuchungszeitraum wäre mir noch zu wenig um das als "Beweis" für die Klimaerwärmung zu akzeptieren, dazu kommen manche Pilze einfach zu sporadisch vor. Was natürlich nicht heißen soll dass es nicht sein kann.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ja, dass in FNE 3 das so steht, das weiß ich wohl. Aber meine Frage war, ob das tatsächlich bei uns auch schon jemand so gefunden hat? Also Grünlinge bei Fichte.

    Zitterpappel-Grünlinge kenne ich mehrere Standorte, die meisten auf eindeutig nährstoffarmen, teils sandigen Böden. Nix mit humus rich oder calcareous ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo zusammen,


    letzten Herbst habe ich zum ersten Mal Grünlinge in einem reinen Fichten-Tannenforst gefunden, am Ostrand des Südschwarzwaldes auf Kalk, in einem Wald der als Phlegmacien-Eldorado bekannt ist. Ich habe sehr genau geschaut, es war defintiv weder eine Kiefer noch irgendein Laubbaum in der Nähe. Auch keine Mini-Zitterpappel oder Birke oder Weide. Soweit ich sehen konnte war auch die in diesem Wald sonst eingestreute Weißtanne in näherem Umkreis nicht vorhanden, aber da bin ich nicht sicher. Begleitpilze in unmittelbarer Nähe (ca. 2 Meter Umkreis): Cortinarius aurantiobasalis, percomis, variicolor, Lactarius fulvissimus, Clavariadelphus truncatus.


    Hat jemand von Euch schon einen Grünling unter Fichte (Tanne) gefunden? Für mich jedenfalls neu, und in diesem Wald auch meines Wissens bisher nie gefunden. Der Wald ist sehr gut untersucht seit den 90er Jahren schon. Baden-Württemberg, zwischen Waldhausen und Unterbränd, südlich des Kirnbergsees, zwischen Kreisstraße und "Altem Sträßle", 810 m NN, 30.09.2020.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Thomas,


    also ja, meiner Meinung nach kommt da kaum was anderes in Frage bei dem Substrat. Es gibt zwar noch zwei/drei weitere flächig-kissenförmig wachsende Phellinus-Arten mit vergleichbarem Aussehen, aber an Kirsche dürfte es höchstwahrscheinlich Ph. tuberculosus sein.


    Inwieweit man dem Einhalt gebieten kann weiß ich nicht. Ich bezweifle es aber, da die befallenen Äste schon weitgehend durchwachsen sein dürften. Alle befallenen Äste abzuschneiden ist im Regelfall keine Option, da zumindest bei Schlehe und buschigen Zwetschgensorten der Stamm mit als erstes besiedelt wird. Andererseits sind Phellinus-Arten ja nicht gerade aggressive Parasiten, sondern eher Schwächeparasiten. Da stellt sich die Frage, ob Du überhaupt was dagegen tun musst.

    Aber dazu kannst Du bestimmt mal konkret einen Baumpfleger befragen. Wenn Du keinen kennst mal beim Gartenbauamt deiner Stadt nachfragen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ja, ich hatte die auch schon mehrfach am selben Stamm gefunden und halte sie in etwas älterem, trockenen Zustand für genauso gefährliche Doppelgänger wie Gift-Häubling vs. Stockschwämmchen. Insbesondere weil viele denken, dass es im Winter keine Gift-Häublinge geben würde. Dabei kommt die Art rund ums Jahr vor, insbesondere wenn der "Winter" wie derzeit mit 12-15 Grad aufwartet ....


    beste Grüße,

    Andreas