Hallo,
vielleicht kann sich der DGfM-Vorstand ja doch endlich zu einem Nachdruck durchringen *zwinkerzwinker*
Ich würde mich jedenfalls mit der Abnahme einer größeren Menge beteiligen ....
beste Grüße,
Andreas
Hallo,
vielleicht kann sich der DGfM-Vorstand ja doch endlich zu einem Nachdruck durchringen *zwinkerzwinker*
Ich würde mich jedenfalls mit der Abnahme einer größeren Menge beteiligen ....
beste Grüße,
Andreas
Hallo,
für Perigord fehlt mir der irgendwie rötlich Touch den die eigentlich doch immer hat in der Peridie und außerdem sind mir die Adern nicht dunkel genug. Heißt ja nicht umsonst "melanosporum", und die Bilder zeigen finde ich eher reife brumale. Für uncinatum wäre mir der Anteil dunkler Bereiche zu sterilen Anteilen zu groß.
Aber das sind natürlich nur Tendenzen, letztlich bringt nur die Mikroskopie letzte Sicherheit.
Aus welcher Gegend bist Du denn?
beste Grüße,
Andreas
Hallo,
Wolfgangs ungutes Bauchgefühl kann ich zwar bestätigen, geht mir auch so, aber es passt einfach alles: Keine Schnallen, keine Haare, hyaline Sporen, Sporenform und -größe - wird schwer da was anderes draus zu machen. Aber vielleicht ist es ja ein kryptischer Artenkomlex? Vom Substrat her bin ich nicht sooo sehr überrascht, ich hatte die Art (oder was ich dafür hielt) auch schon mal an Gräsern und an Kräuterstängel.
beste Grüße,
Andreas
Hallo Felli,
das sollte schlicht Arrhenia retiruga sein.
beste Grüße,
Andreas
Hallo,
was soll der Unterschied zwischen "laccata agg." und "tetraspora agg." sein?
Was ist mit "laccata ss. str." gemeint - die bisherige proxima?
Wohl eher nicht - was also ist dann "laccata ss.str."? Ich habe da nie etwas unter dem Namen kartiert, aber vielleicht kann ja jemand der diesen Namen nutzt erklären, was sich dahinter verbirgt.
beste Grüße,
Andreas
Hallo zusammen,
so habe ich das paper von DOVANA et al. 2025 leider auch verstanden. Und letztlich ist es glaube ich ziemlich gängige Praxis der letzten Jahre gewesen, unser allgegenwärtiges Laccria "laccata" als solche als Sammelart zu bezeichen, und darin alle möglichen Versuche der Abtrennung oder klarere Definierung zu vereinen. Wie Jesko oben schreibt. Einigermaßen gut dagegen abzugrenzen war halt immer die Laccaria proxima mit ihrem sehr grobfaserigen Stiel und dem feinschuppigen Hut.
Der Vorschlag von Jesko ist prinzipiell meiner Meinung nach richtig, alles unter einem Namen zusammenzufassen - wegen mir unter L. tetraspora. Der eine oder andere hat ja auch eine Zeit lang unter diesem Namen kartiert.
Dass allerdings dann die Laccaria proxima ab sofort unter dem Namen Laccaria laccata läuft, wird unendlich Verwirrung mit sich bringen. Alles was bisher unter diesem Namen kartiert wurde dürfte halt auch in den Komplex pallidifolia-tetraspora-usw-usw gehören. Wie wollen wir sicher gehen, dass dann zukünftig unter dem Namen laccata eben nur noch proxima eingegeben wird? Ich fürchte dass sich innerhalb kurzer Zeit unter dem Namen laccata dann proxima- und pallidifolia-Funde untrennbar vermischen werden, weil der eine schon proxima darunter versteht, die anderen aber noch tetraspora ....
beste Grüße,
Andreas
Hallo,
das kann ich alles mangels Erfahrung nicht gesichert beantworten. Ich hatte nur auch schon "colemannianus", der sich dann im Nachhinein als Farbform von virgineus herausgestellt hat. Ich glaube dass da makroskopisch nicht so sehr viel geht, wobei ich dein verlinktes Bild vom früheren Fund aufgrund der doch wirklich dunklen Hutfarbe schon für colemannianus halte. Die SPorenmaße, wenn man genügend reife Sporen misst, sollen bei der Bestimmung helfen, insbesondere der Q-Wert.
beste Grüße,
Andreas
Ich versuche mich bei neuen Funden dann (abgesehen von der "Stielgrundfarbe" ... das finde ich immer noch schwierig) am glatten oder wolligen (zumindest Restbehang) Hutrand zu orientieren.
Es sieht für mich auch so aus, als hätte T. atrosquamosum (nach diesem Konzept) die viel gleichmäßigere Schuppung, allerhöchstens am Rande ein wenig heller, während bei T. squarrulosum - bei Alterung - die dunklere Mitte auffällig ist, da sitzen die Schuppen fast aufeinander und werden davon ausgehend zum Rand hin immer weiter ausgedünnt.
VG
abeja
Hallo abeja,
bei wollig-filzigem Hutrand bzw. Randbehang solltest Du aber auch noch T. basirubens im Auge behalten, der nicht immer eine rosa Stielbasis hat. Diese Art hat aber einen Tendenz dazu, nach Druck beim Antrocknen leicht bis deutlich rostige Verfärbungen am Hutrand zu zeigen.
beste Grüße,
Andreas
Display MoreHallo zusammen
Ich habe es inzwischen aufgegeben, die "richtige" Familie einer Gattung herauszufinden.
Im Moment arbeite ich gerade an Xeromphalina, dazu folgendes Zitat aus der Monographie (2004):
Xeromphalina was placed in the tribe Myceneae by SINGER (1986) while KÜHNER (1980) placed it in the Marasmieae. This genus is sometimes placed in the family Xerulaceae (REDHEAD 1987) that is not accepted by some other mycologists (e. g. CORNER 1991). The present authors place it in the Tricholomataceae in the sense of SINGER (1986) near Baeospora, Mycena, and Marasmius.
Im Index Fungorum ist Xeromphalina aktuell in der Familie Mycenaceae. Offenbar wurde die Meinung seit Erscheinen der Monographie mindestens noch einmal geändert.
Wer hat nun recht? Vermutlich keiner, das sind alles nur Meinungen aufgrund verschiedener Merkmale.
Heute bemüht man sich mit genetischen Methoden das alles zu bestätigen, umzukrempeln oder zu festigen - aber wer weiss denn, ab wieviel % genetischer Abweichung (vereinfacht gesagt) ein Pilz in eine andere Familie gehört? Auch dieser Grenzwert muss der Mensch wiederum mehr oder weniger willkürlich festlegen. Man kann sich da auf irgendwas einigen, aber dadurch wird es nicht zur Wahrheit, sondern es ist dann einfach die gegenwärtige wissenschaftliche Ansicht.
Letztendlich ist also - wie Wolfgang schon schreibt - das Konzept einer "Familie" nur ein Fantasieprodukt der Menschen, um Struktur ins Chaos zu bringen. Dadurch aber nicht weniger nützlich, man muss sich einfach damit abfinden dass es nichts Eindeutiges und Endgültiges ist.
Noch zum Begriff "Tricholomataceae s.l." bei Winkler/Keller: Das dient den Autoren zur Strukturierung ihres Buches, und um sowohl "klassischen" als auch "modernen" Lesern einen Zugang zu ermöglichen. Sie berücksichtigen sowohl die klassische Grossfamilie Tricholomataceae (darum s.l.), die auf morphologischen Merkmalen basiert, aber dann auch die neue/breitere Aufteilung aufgrund genetischer Erkenntnisse.
Lg Raphael
Hallo Raphael,
Xeromphalina steht inzwischen in einer eigenen Familie Xeromphalinaceae Vizzini, Consiglio & P. Alvarado als Schwesterfamilie zu den Mycenaceae. In der Gliederung der Marasmiineae wird es zukünftig noch weitere Änderungen geben, die u.a. die heterogene Großgattung Hemimycena in diverse Gattungen und Familien verteilen.
beste Grüße,
Andreas
Hallo zusammen,
warum ist die Kollektion von Matthias Dondl "ganz typischer atrosquamosum"? Ich hätte das für ganz typische orirubens gehalten.
Das Artkonzept von orirubens-atrosquamosum-squarrulosum, das in Fungi of Northern Europe präsentiert wird, habe ich bisher in der Praxis so nicht nachvollziehen können. Orirubens muss keineswegs röten, so wie basirubens keineswegs eine rosa Stielbasis haben muss. Früher (also vor FNE) galt atrosquamosus als derjenige, der den Pfeffergeruch hat. Und squarrulosum als der, der abstehende Schuppen auf dem Hut und Schüppchen am Stiel hat. War eigentlich relativ klar - aber mittlerweile gelingt es mir nicht mehr, den drei Arten einen sicheren Namen zu geben. Geht das echt nur mir so?
beste Grüße,
Andreas
Hi Frank,
hast Du irgendeine andere Wahl als "konradii agg." oder "konradii s.l."?
Frag' dazu doch mal Andreas Gminder. Beim letzten Mal als ich ihn gefragt hatte - das schon ein paar Jahre her - wollte er die Möglichkeit nicht ganz ausschließen, dass konradii doch der gültige Name von rhodosperma sein könnte. Letztlich hätte man erst Gewissheit, wenn man den Typus sequenzieren würde. Dieser Argumentation kann man schwer widersprechen. Aber man kann eben auch nicht bis dahin warten, um Riesenschirmlinge zu kartieren.
Gruß,
Wolfgang
Hallo zusammen,
ich habe mich damit abgefunden, dass "mein" konradii halt nun rhodosperma heißt, auch wenn ich immer noch nicht überzeugt bin. Ich warte noch auf einen Wiederfund "meiner" konradii mit weißlichem Sporenpulver, die ja dann schlecht rhodosperma sein kann - es sei denn die cremeweißsporigen und die rosacremesporigen Kollektionen sind genetisch identisch und die Sporenpulverfarbe ist halt variabel. Kann ja auch mal sein schließlich ....
Falls Else Vellinga oder jemand mal den Typus von konradii sequenziert, falls der existiert und sich sequenzieren lässt, dann ist eh vielleicht alles plötzlich wieder anders. Oder auch nicht. Man wird sehen. Wahrscheinlicher ist allerdings dass irgendwer mal konradii epitypifiziert und dann sicherlich im Sinne von Vellinga.
beste Grüße,
Andreas
Hallo,
der wäre mir auch schon makroskopisch zu glatthütig für flocculosus.
beste Grüße,
Andreas
Hallo Christian,
möglicherweise was aus der weiteren anomalus-Verwandtschaft.
In der englischen Literatur wird immer mal von Sonnenröschen-Mykorrhizapilzen berichtet, da scheint das häufiger vorzukommen (auch z.B. mit Suillellus luridus).
beste Grüße,
Andreas
Hallo,
sieht mir eher nach abgetrocknetem Gliophorus irrigatus aus, aber das mag täuschen. Für den fornicatus ist mir der Hut zu glatt, zu wenig radialfaserig, und auch die Lamellenhaltung nicht abwärts gerichtet genug.
beste Grüße,
Andreas
Hallo,
Amanita eliae kann von rein weiß bis Perlpilz-fleischfarben sein. Die vielen Hüllreste auf dem Hut sind sogar geradezu typisch, den die Art hat eine sehr brüchige Volva, fast wie beim Riesen-Scheidenstreifling
beste Grüße,
Andreas
Hallo zusammen,
habe heute erstmals Phellinus robustus an Rotbuche gefunden - laut Literatur darf er das. Bin mir aber trotzdem nicht so recht sicher und würde gerne eure Meinung dazu hören. In Frage käme ja auch noch Phellinus punctatus, doch kenne ich den flacher, eher kissenförmig und nicht so knubbelig wie meine Fruchtkörper. Andererseits sind sie auch nicht wirklich pileat, aber junge Phellinus robustus sind ja auch noch nicht pileat. Daher tendiere ich insgesamt zu Phellinus robustus.
beste Grüße,
Andreas
Hallo,
ich würde das auch für Amanita eliae halten, den Kammrandigen Wulstling.
beste Grüße,
Andreas