www.pilze-deutschland.de

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    • www.pilze-deutschland.de

      Hallo Zusammen,

      heute erreichte mich der Newsletter des LfU Bayern, der einige allgemeine Info's zu pilze-deutschland.de enthält:

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      das Bayerische Landesamt für Umwelt hat in einem Langzeitprojekt (BayFlora-Kryptogamen 2003-2012) die Infrastruktur geschaffen, Daten von
      niederen Organismen (Moose, Flechten, Pilze)für Bayern im Internet abrufbar und pflegbar zu machen.
      Dr. Oliver Dürhammer (Projektkoordinator) hat über die Projektzeit am Lehrstuhl für Botanik der Universität Regensburg
      (Prof. Poschlod, Projektleiter) mit über 60 studentischen Hilfskräften und vielen externen Wissenschaftlern über 500 000 Datensätze
      von Moosen, Pilzen und Flechten aufbereitet und diese dem LfU für die Naturschutzarbeit zugänglich gemacht. Als Nebenprodukt des
      Projekts ist auch der Verbreitungsatlas der Moose Deutschlands (Meinunger & Schröder 2007) entstanden.

      Das LfU informiert über die Seiten lfu.bayern.de/natur/kryptogame/index.htm allgemein über die Organismengruppen und
      verweist auf die Internetseiten zu den Organismendarstellungen in Bayern.

      Unter
      moose-deutschland.de
      flechten-deutschland.de
      pilze-deutschland.de

      können Sie (unter dem Bundesland Bayern) Verbreitungsdaten, Fotos und Informationen zu den Organismengruppen einfach abfragen,
      Fehllisten erstellen lassen und nützliche Hinweise zum Bestimmen der Organismen ansehen.

      Die Inhalte sind in Zusammenarbeit mit folgenden Organisationen entstanden:
      Moose: Dr. Meinunger, Bayerische Moosfreunde (vollständige Flächenkartierung, 250 000 Datensätze)
      Flechten: Herabarauswertungen, Literaturstudien, Werkverträge (hier ist erst ein Anfang gemacht: ca. 40 000 Datensätze)
      Pilze: Garnweidner, Herbarauswertungen, Literaturstudien, Werkverträge (170 000 Datensätze).

      Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf den Internetseiten!

      Mit freundlichen Grüßen


      Ines Langensiepen

      ___________________________________
      Ines Langensiepen
      Bayer. Landesamt für Umwelt
      Referat 53 - Fachgrundlagen Naturschutz
      Bürgermeister-Ulrich-Str. 160
      86179 Augsburg

      Fon: ++49 (0)821/9071-5145
      Fax: ++49 (0)821/9071-5621
      mailto:ines.langensiepen@lfu.bayern.de
      www.lfu.bayern.de/natur
      Arbeitszeiten: Mo, Mi, Fr. ganztags, Di, Do 8.00 - 12.30
      Natürlich sind die Seiten, besonders die Pilze noch im Aufbau (wie es mal aussehen könnte, sieht man derzeit schon bei moose-deutschland.de). Es fehlen für die Pilze noch Text-Beschreibungen und viele Fotos. Wenn euch beim Betrachten ansonsten verbesserungswürdige Dinge auffallen, sendet diese gerne an den Seitenbetreiber Oliver Dürhammer.

      Wir werden nun in der Anlaufphase zunächst mehr und mehr Kartierungsdaten aus Bayern im Einvernehmen mit den jeweiligen Kartierern ONLINE stellen. Im kommenden Jahr wird die BMG (pilze-bayern.de) voraussichtlich Texte und Bilder von mehr als 2500 bayerischen Großpilzarten bereit stellen. Ein Kooperationsvertrag dazu ist in Vorbereitung.

      Wenn die Plattform auch andere Bundesländer überzeugt, ist die Darstellung von Verbreitungskarten auf der Basis von bereitgestellten Funddaten dort ebenfalls möglich.
      Die Taxa und Austauschformate sind kompatibel zu Mykis/ DGfM 2000.

      Der DGfM-Fachbeirat Funga Deutschland wird sich im Laufe der kommenden Monate ebenfalls mit der möglichen Darstellung von DGfM-Funddaten auf der Seite beschäftigen. Dazu ist eine Abstimmung mit dem Seitenbetreiber sowie den Landeskoordinatoren und Kartierern notwendig.

      Je mehr Rückmeldungen von Kartieren wir zu dieser Darstellungsplattform bekommen, umso objektiver können wir in die Dialoge gehen.

      Beste Grüße, Peter Karasch
    • Hallo Peter,

      die Darstellung auf pilze-deutschland ist schon sehr ansprechend.

      Mich würde allerdings auch etwas das 'drumherum interessieren, also:
      • wie kommen die Daten in das Portal hinein, also wer aktualisiert die Datenbank in welchen Zeitabständen?
      • Basiert das Datenmodell komplett auf MTB-Viertelquadranten oder könnte man auch genauere Positionen hinterlegen und hineinzoomen?
      • Wer betreibt den Server, auf dem die Anwendung läuft?
      • entstehen der DGfM Kosten für den Betrieb?
      Grüße,
      Wolfgang
    • Hallo Wolfgang,

      Peter Karasch wird auf Deine Fragen sicherlich genauer antworten können. Zudem haben wir ja einen Fachbeirat "Funga Deutschlands", der genau diese Fragen, die Du gestellt hast, diskutiert und selbst zu geeigneter Zeit Lösungsvorschläge machen wird. Ich möchte daher nur meine Sicht kurz dazu darlegen, ohne mit exakten Fakten glänzen zu können oder dem Fachbeirat vorgreifen zu wollen.

      wie kommen die Daten in das Portal hinein, also wer aktualisiert die Datenbank in welchen Zeitabständen?


      Das ist ein zentraler Punkt. Ich würde nur Daten hochladen wollen, die auf Plausibilität geprüft wurden. Das Qualitätsmanagement der Kartierung ist ohnehin ein wichtiges Thema! Letzten Endes sind für die Aktualisierung also voraussichtlich die Landeskoordinatoren zuständig. Die Zeitabstände würden dann wohl von diesen abhängen. Das Darstellungsportal würde sich insofern von der Darstellung der Onlinekartierung unterscheiden, dass nicht jeder neu eingegebene Fundpuntk sofort erscheint, die angegebenen Verbreitungskarten dafür (hoffentlich) weniger Fehler enthalten (Fehlbestimmungen, Falscheingaben usw.).

      Basiert das Datenmodell komplett auf MTB-Viertelquadranten oder könnte
      man auch genauere Positionen hinterlegen und hineinzoomen?
      --> Das beantworten gebe ich komplett an Peter K ab.

      Wer betreibt den Server, auf dem die Anwendung läuft?

      Das kommt darauf an, was man aushandelt. Es gibt prinzipiell auch Kaufoptionen, aber es wäre auch möglich bzw. plausibel, das über den Server des Herrn Dr. Dürhammer kaufen zu lassen. Natürlich müsste hier ein entsprechender Vertrag bezüglich der hinterlegten Daten ausgeabreitet werden, damit diese bei der DGfM bleiben (sie werden ja nur auf dem anderen Server dargestellt). Die BMG wird hier, wie Peter schon schrieb, als Pilotprojekt Daten Bayerns darstellen lassen, insbesondere der Ammerseeregion, da hier ein entsprechendes Projekt läuft. Dort ist die Darstellung auch genauer als MTB-Quadranten (sollte also sicherlich gehen).

      entstehen der DGfM Kosten für den Betrieb?


      Vermutlich ja. Sollte es möglich sein, das System für die Pilze zu kaufen, nur einmalig (abgesehen von der Pflege der Datenbank). Sollte das System nicht gekauft werden, müsste die Betreuung/Pflege und anteilig der Webspace bezahlt werden. Ich kann aber wie gesagt keine Zahlen liefern. Bezüglich Bayerns halten sich die Kosten sehr in Grenzen.

      LG
      Christoph
      Argentum atque aurum facile est laenamque togamque mittere, boletos mittere difficile est
      (Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)
    • Kosten und Entlohnungen

      Hallo Peter und Wolfgang,

      Wolfgang Prüfert schrieb:

      entstehen der DGfM Kosten für den Betrieb?
      für mich persönlich ist viel interessanter, ob die DGfM für die Nutzung ihrer Daten bezahlt wird! Ich habe ca. 10 Jahre lang ehrenamtlich für die DGfM kartiert, bin einige Tausend Kilometer gefahren, habe viel Zeit (auch Urlaubstage) dafür gebraucht ohne jede Entschädigung. Die einzige Zuwendung, die ich und auch andere erhielten, war ein Freiexemplar des Pilzatlas.

      Wenn damals G.Krieglsteiner angerufen hat und sagte, hier oder da gibt es noch ein oder mehrere MTB, wo noch niemand war, da bin ich da hingefahren und habe die MTB jeweils 2-3 Stunden abgesucht, Listen geführt, und abends noch mikroskopiert. Von Naturschutzorganisationen wurden mir manchmal ortskundige Zivildienstleistende zugewiesen.

      Unterkunft (ich war manchmal tagelang unterwegs) und Verpflegung sowie Fahrtkosten gingen alles zu meinen Lasten. Nun gut, ich habe das ja gerne gemacht, und ich habe auch vieles dabei gelernt.

      Aber: ich habe Verständnis dafür, wenn damalige Kartierer heute der Nutzung ihrer erhobenen Daten durch andere Organisationen als der DGfM widersprechen.

      Fazit: Ich bin der Meinung, dass Kartierungsdaten, die der DGfM auf diese Weise zugeleitet wurden, nicht einfach an irgendeine Datenbank einer anderen Organisation zur Verfügung gestellt werden dürfen. Wenn jemand Daten erfasst, dann ist zunächst einmal er selber Besitzer dieser Daten; und wenn er diese der DGfM zur Verfügung stellt, dann darf die DGfM diese auch nutzen.

      Wenn jedoch diese Daten (von der DGfM) an eine andere Organisation weitergegeben werden sollen, dann muss diese andere Organisation (als Drittnutzer, von dem der Datenerfasser ja nichts wusste) auch bezahlen, und zwar (nach meiner Meinung) an die DGfM als Inhaberin/Verwalterin dieser Daten.

      Nehmt mir bitte meine Meinung nicht übel, aber ich weiß, dass mit Daten aller Art dicke Geschäfte gemacht werden, und die DGfM sollte den Wert der ehrenamtlichen Arbeit ihrer Mitglieder nicht verschenken oder "unter Wert" weggeben.

      In diesem Sinne und als Anregung zu aktuellen Diskussionen, mit besten Grüßen,
      Heinz Ebert
    • Hallo Heinz,

      ich hatte das anders herum verstanden:
      Wenn die DGfM für Ihre Daten das Darstellungs-Portal eines Dritt-Anbieters benutzt, bleiben die Datenrechte doch natürlich weiterhin bei der DGfM, oder? Das müsste natürlich schon vertraglich sichergestellt sein.

      Die Daten, die Du unter Krieglsteiner gesammelt hast, sind dagegen - wie Du weißt - in Buchform veröffentlicht, und so für jedermann nutzbar (privat oder kommerziell), ohne dass die DGfM auch nur gefragt werden müsste. Die Daten aus der Online-Kartierung kann man sich ebenso jederzeit herunterladen.


      Grüße,


      Wolfgang

      (der vom kommerziellen Nutzen von Pilz-Verbreitungsdaten nicht so überzeugt ist)
    • Hallo Heinz...

      Nehmt mir bitte meine Meinung nicht übel,


      warum sollte man eine Meinung übel nehmen? Keine Sorge!

      Aber: ich habe Verständnis dafür, wenn damalige Kartierer heute der Nutzung
      ihrer erhobenen Daten durch andere Organisationen als der DGfM widersprechen.


      Das von Peter K. vorgestellte Projekt ist nur ein Tool, um Verbeitungsdaten darzustellen, genauso wie das Papier, auf dem der Krieglsteiner-Atlas gedruckt wurde, dazu diente, die MTB-Punkte darzustellen. Damals wurden die Daten ja auch nicht an den Verlag verkauft. Ich glaube auch nicht, dass die DGfM Geld vom Verlag bekam, kann das aber nicht wissen.

      Insofern würde bei einer Darstellung der Daten durch die vorgestellte Datenbank kein einziger Datensatz "verkauft" werden und die DGfM würde dafür kein Geld erhalten.

      Und nochmal zu dem Zitat bezüglich der Organisationen. Es kommt halt darauf an, was man durch die Kartierung erreichen möchte. Hat man keinerlei Interesse an Artenschutz, so ist klar dass eine Weitergabe von Daten an Naturschutzbehörden nicht gestattet werden sollte, denn dann würden die Daten ja für diesen verwendet. Ich fände es aber wie mehrfach ausgedrückt schade, wenn ich den Artenschutz komplett begraben müsste.

      Jetzt läuft in Sachen Pilzen dort ohnehin wenig: keine FFH-Arten (warum wohl?), fast kein Einbeziehen von Pilzen für Umweltgutachten (mit welchen Daten auch?). Wenn man dazu steht, Pilze nicht im Naturschutz etablieren zu wollen bzw. Pilze nicht schützen zu wollen, dann ist es kein Problem, die Daten nicht an Naturschutzbehörden weiterzuleiten.

      Ich möchte nicht behaupten, dass Du Pilze nicht schützen möchtest, damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich möchte nur die letzte Konsequenz dieser Haltung aufzeigen.

      Wenn also die DGfM gar keiner anderen Organisation Nutzungsrechte bezüglich der Kartierungsdaten gewähren darf, können wir Pilze im Vertragsnaturschutz begraben. Man kann sich dann sogar fragen, ob eine Rote Liste der Pilze nötig ist, da der Status auf dieser Liste ja gerade für den Vertragsnaturschutz wichtig ist.

      Ich kann mich da nur wiederholen. Ich kam als Kartierer nie auf die Idee, dass die Daten irgendwann "verschachert" würden oder die DGfM Missbrauch mit diesen betreiben würde. Im Gegenteil, ich habe ja nicht zum Selbstzweck kartiert, sondern um eben die Daten weiterzugeben.

      Wenn jemand Daten erfasst, dann ist zunächst einmal er selber Besitzer dieser Daten; und wenn er diese der DGfM zur Verfügung stellt, dann darf die DGfM diese auch nutzen.


      Ja klar, natürlich - absolut d'accord - auch bezüglich der rechte der DGfM, die man eben auch nicht vergessen darf... Zum Besitz der Daten: Wenn ich beispielsweise 30 Jahre lang Daten sammle und diese in meiner Schreibtischschublade aufbewahre, besitze ich diese. Ich kann mich an den Daten erfreuen, ich kann mit ihnen machen, was ich möchte. Nur frage ich mich, was das einem bringt. Natürlich hat man das Recht dazu.

      Ich kann auch Pilze mikroskopieren, Mikrozeichnungen anfertigen und diese Informationen in die selbe Schublade sperren. Niemand kann mich zwingen, diese zu veröffentlichen. Welchen Sinn würde es aber machen, der Schriftleitung der Z.Mykol. einen Fachartikel zuzuschicken, der Schriftleitung aber die Verwendung desselben zur Veröffentlichung zu untersagen? Peter K schrieb, es hätte einen Einzelfall gegeben. Leider stimmt das nicht ganz.

      Was bringt es, zu kartieren, wenn die Daten dann nicht verwendet werden dürfen?

      Letzten Endes wird es darauf hinauslaufen, dass mit jedem einzelnen Kartierer ein eigener, expliziter Vertrag abgeschlossen werden muss. Das ist zwar viel Bürokratie und kostet Ressourcen, aber anders geht es wohl nicht. Ich hoffe, dass dadurch die Rechtssicherheit auch für die DGfM größer wird.

      Ich persönlich finde nämlich den Gedanken, Pilze als reine Nutzobjekte anzusehen, deren Schutz uninteressant ist, schrecklich. Ich persönlich gebe daher alle meine Funddaten für Naturschutzbehörden frei. Ich gebe sie für jede Nutzung, die der Förderung der Pilzkunde und dem Schutz der Pilze dient, frei. Und ich hoffe, dass möglichst viele das ähnlich sehen und eine Weitergabe an Naturschutzbehörden nicht untersagen.

      Noch kurz zum pekuniären Aspekt. Es gibt andere Organismengruppen, die eine bessere Lobby haben, die im Naturschutz berücksichtigt werden (denn es werden ja nicht nur Pilze kartiert). Ich kenne aber kein Beispiel, bei dem die dazu gehörenden Institutionen viel Geld für die Datensätze bekommen. Meist sind die Institutionen doch froh, dass die Daten überhaupt verwendet werden. Große Geldmengen kommen aber dann herein, wenn die Organismengruppe auch von der Politik als schützenswert angesehen wird. Dann fließen nämlich eher Fördergelder oder werden Stellen gesponsort, die die Datenerfassung erleichtern. All das ist für die Pilze Zukunftsmusik. Ich fände es schade, wenn dies so bleiben würde.

      Lasst uns bitte die Ziele nie vergessen, die hinter einer Kartierung stecken.

      In diesem Sinne liebe Grüße in die Runde

      Christoph

      P.S.:
      Ich habe ca. 10 Jahre lang ehrenamtlich für die DGfM kartiert, bin einige Tausend Kilometer gefahren, habe viel Zeit (auch Urlaubstage) dafür gebraucht ohne jede Entschädigung.
      Ich finde so ein Engagement absolut toll! Letzten Endes geht es aber wohl fast allen unter uns so. Wir fahren auf Tagungen, wir sammeln, wir bestimmen, kaufen Literatur, Mikroskop, fahren in der Gegend herum. Und warum machen wir das? Weil wir Pilze faszinierend finden, weil es unser Hobby ist. Nur wenige verdienen damit Geld.
      Argentum atque aurum facile est laenamque togamque mittere, boletos mittere difficile est
      (Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)
    • Hallo Wolfgang...

      Wenn die DGfM für Ihre Daten das Darstellungs-Portal eines
      Dritt-Anbieters benutzt, bleiben die Datenrechte doch natürlich
      weiterhin bei der DGfM, oder?


      Natürlich, das ist selbstredend! Alles andere wäre ja ein Irrsinn.

      LG
      Christoph
      Argentum atque aurum facile est laenamque togamque mittere, boletos mittere difficile est
      (Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)
    • Hallo,

      Vielleicht würde man die Situation schon ein wenig entschärfen, wenn man sich selbst verpflichtete, jegliche Herausgabe der Daten (den Mitgliedern) zu veröffentlichen und zu begründen und wenn irgendwo Gelder fließen, den Betrag und die, die´s bekommen/zahlen zu nennen.

      Als Kartierer möchte ich auch nicht, dass meine Daten in einem Sumpf landen, wo vielleicht andere, die nur etwas schlauer oder aus anderen Gründen im Vorteil sind als ich, immense Summen für die Bearbeitung eines Gebietes bekommen, was ich selbst aus purem Idealismus zu 50% kartiert habe. Der andere, der das geld bekommt, ist vielleicht nur in der Lage seine Arbeit zu machen, WEIL ich seit Jahren mit Spaß dort kartiere - da vergeht einem dann schon mal der Spaß.
      Solche Fälle, ob´s sowas nun gibt oder nicht, möchte doch jeder für sich ausschließen.

      Ich sehe aber auch keine Lösung, wie man dem vorbeugen könnte.

      VG, Tanja
    • Fazit: Ich bin der Meinung, dass Kartierungsdaten, die der DGfM auf
      diese Weise zugeleitet wurden, nicht einfach an irgendeine Datenbank
      einer anderen Organisation zur Verfügung gestellt werden dürfen.
      Lieber Heinz,
      liebe Pilzkartierer,

      in der Kartendarstellung kann man für jeden Datensatz wählen, welche Detailinformationen sichtbar hinterlegt werden.
      Wenn ihr euch mal die Verbreitungskarte einer beliebigen Art anseht und auf einen Kartierungspunkt der Bayernkarte klickt, erscheint rechts ein Dialogfenster mit allen vom Kartierer freigegebenen Informationen.

      Jeder Kartierer kann für seine Datensätze entscheiden, ob er z.B. MTB 8033/1 und Ammerseehöhenrücken angibt oder 8033/3/11 (Alt. Koordinaten) und BY-Ldkrs. Weilheim - Gd. Pähl - Hartschimmel Goaslweide nebst weiteren Angaben wie NN-Höhe, Substrat usw.

      Aus naturschutzfachlicher Sicht sind Darstellungen wie z.B. im Krieglsteiner-Atlas wertlos. Der amtliche Naturschutz benötigt Ortsangaben, die mit der offiziellen Biotopkartierung kompatibel,
      also georeferenziert sind. Nur solche Daten stellen also einen "Wert" da, dessen Entlohnung wiederum in jedem Bundesland sehr individuell ist.

      Wenn also beispielsweise die DGfM eine Plattform wie pilze-deutschland nutzen möchte, legt sie mit dem Seitenbetreiber vertraglich alle Inhalte vorher fest. Die Mindestangaben sind aber die MTB-Quadranten, Funddatum und Meldername.

      Beste Grüße, Peter
    • Hallo zusammen,

      Christoph schrieb:

      Hallo Heinz...
      Wenn jemand Daten erfasst, dann ist zunächst einmal er selber Besitzer dieser Daten; und wenn er diese der DGfM zur Verfügung stellt, dann darf die DGfM diese auch nutzen.


      Ja klar, natürlich - absolut d'accord - auch bezüglich der rechte der DGfM, die man eben auch nicht vergessen darf...


      da bin ich mir gar nicht so sicher, ob die Melder (bezogen auf die Online-Kartierung) nach dem Absenden des Meldeformulars weiterhin Urheber der Daten bleiben. Denn ich meine mich daran zu erinnern, dass z.B. in Diskussionsforen die User ihre Urheberrechte an ihren Beiträgen durch das Absenden jener automatisch an den Betreiber der jeweiligen Disk. plattform abtreten. Ob das nach wie vor Bestand hat oder dies durch ein Urteil einer höheren Instanz mittlerweile gekippt wurde, weiß ich nicht. Nun ist eine DB mit Pilzfunden sicher kein Forum, aber es könnte sein, dass für solche Fälle eine ähnliche Regelung besteht. Insofern könnte man evtl. trotz Nicht-Einverständnis die Datensätze nutzen. Ob das natürlich dem Image der DGfM gut tut, steht auf einem anderen Blatt.

      Mich persönlich würde interessieren, ob ich als Nicht-DGfM-Mitglied in Zukunft weiterhin Kartierungsdaten in meinen Publikationen verwenden darf. Sollte dies ausgeschlossen werden, muss ich mir ernsthaft überlegen, ob ich künftig noch kartieren soll bzw. ob ich die bestehenden Datensätze lösche. Das geben und Nehmen muss sich die Waage halten.

      Was ich gut fände, und auch schon angeschnitten wurde, ist mehr Transparenz: Wer verwendet welche Daten in welchem Artikel? Die Auskunft würde ich gerne geben und hätte auch nichts dagegen, wenn das z.B. irgendwo auf der DGfM-Website veröffentlicht wird. Das würde vlt. sogar potenzielle Melder anlocken, weil sie sehen, dass die Daten sinnvoll genutzt werden und nicht auf Halde liegen oder sogar Interessierten verweigert werden.
      Zusätzlich könnte zur Auflage gemacht werden, dass man die DB bzw. die LK, wenn man von ihnen Auskunft eingeholt hat, in der Danksagung des Papers erwähnt. Das ist fair und zugleich Werbung für das Kartierungsprojekt der DGfM.

      Ansonsten stimme ich Tanjas Beitrag zu 100% zu.

      Gruß, Andreas

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von AK_CCM ()

    • Hallo Andreas,

      die Frage, ob die DGfM ohnehin alle Rechte an den Daten hat, stellt sich ja nicht, da ja, wie Du selbst schreibst, ein über-die-Köpfe-hinweg-Machen wohl alles andere als sinnvoll ist:

      Insofern könnte man evtl. trotz Nicht-Einverständnis die Datensätze
      nutzen. Ob das natürlich dem Image der DGfM gut tut, steht auf einem
      anderen Blatt.


      So, und jetzt wird es interessant, finde ich:
      Mich persönlich würde interessieren, ob ich als Nicht-DGfM-Mitglied in
      Zukunft weiterhin Kartierungsdaten in meinen Publikationen verwenden
      darf. Sollte dies ausgeschlossen werden, muss ich mir ernsthaft
      überlegen, ob ich künftig noch kartieren soll bzw. ob ich die
      bestehenden Datensätze lösche. Das geben und Nehmen muss sich die Waage
      halten.


      Alle veröffentlichten Daten können und dürfen, ja sollen auch für Publikationen zitiert werden. Was hat das mit einer Mitgliedschaft zu tun? Und warum sollte das nicht gehen? Wozu veröffentlicht man denn die Daten?

      Zum Geben und Nehmen. Das ist vermutliche eine Einstellunsgsache und vielleicht bin ich da zu idealistisch. Ich liefere die Daten für die Kartierung nicht, um direkt etwas zurückzubekommen. Ich verkaufe die Daten auch nicht. Nein, ich freue mich, dass ich mich ehrenamtlich für eine gute Sache engaiere. Und dieser Wille, etwas zu Bewegen, ist das, was ich von jedem annehmen, der sich ehrenamtlich engagiert.

      Ich engagiere mich beispielsweise für die DGfM - aktuell als Präsident. Was erwarte ich denn als "Gegenleistung"? Würde ich das aufrechnen wollen, wieviel Zeit ich in den Posten stecke und wieviel ich dafür zurückbekommen, wäre ich absolut falsch auf dieser Position. Natürlich bekommt man immer eine indirekte Gegenleistung. Ich freue mich beispielsweise, wenn ich Dinge auf den Weg bringen kann und erkennen kann, dass diese sinnvoll waren.

      Zurück den Kartierungsdaten. Ich habe einmal für Publikationen in der Mycol. Bav. auf Antrag Daten aus der Onlinekartierung erhalten, um die Höhenverbreitung von wenigen Arten in Bayern auszuwerten. Ich habe weder Geld dafür bekommen, noch zahlen müssen.

      Als Kartierer möchte ich auch nicht, dass meine Daten in einem Sumpf
      landen, wo vielleicht andere, die nur etwas schlauer oder aus anderen
      Gründen im Vorteil sind als ich, immense Summen für die Bearbeitung
      eines Gebietes bekommen, was ich selbst aus purem Idealismus zu 50%
      kartiert habe.


      Tanja, der "Sumpf" ist beine zentrale Datenbank. Das Eingeben dort ist freiwillig. Und ich wiederhole mich gerne erneut. Wenn man mit den Daten nichts machen dürfte, damit nicht arbeiten dürfte, diese nicht auswerten dürfte, dann könnte man die Kartierung komplett beenden.

      Wie Peter K. schon schrieb, sind die meisten Daten finanziell betrachtet wertlos, da nicht georeferenziert. Insofern ist das Schreckgespenst, jemand zieht Unsummen an Gewinn aus den Daten heraus, sehr irreführend. Ich kann nicht für die letzten Jahre sprechen, aber auch da wurden sicherlich keine Daten teuer verkauft.

      Ich kann die Befürchtungen, dass die Kartierer irgendwie ausgenutzt werden, nicht nachvollziehen. Müsste ich, wenn es die Möglichkeit geben würde, dass ein Spezialist für Statistik und Ökologie die Daten der ökologischen Kartierung sinnvoll nutzen kann und dadurch Aussagen über unsere Funga treffen kann, die Auswertung verwehren? Dann wäre ja die ganze Zeit, die die Kartierer damit verbracht haben, neben der reinen Ortsangabe auch die Begleitvegetation, die Assoziation und weitere Umweltdaten zu erheben, für die Katz. Ich würde es eher umdrehen. Ich würde mich als Kartierer absolut veräppelt fühlen, wenn ich intensiv ökologisch kartiere, diese Daten dann aber statt in meiner Schublade, in einer größeren Schublade vergammeln.

      Daher nochmals die Frage:

      Warum kartiert man überhaupt? Macht man das, in der Erwartung einer direkten Gegenleistung, oder macht man es aus Idealismus? Ich selber mache es aus letzterem Grund und ich denke, das betrifft (hoffentlich) auch 99% der Kartierer. Dass die Leistungen der Kartierer gewürdigt werden müssen, denn die Manpower, die dahinter steckt, ist immens, ist natürlich klar.

      LG
      Christoph
      Argentum atque aurum facile est laenamque togamque mittere, boletos mittere difficile est
      (Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)
    • Hallo Christoph,

      Christoph schrieb:

      Alle veröffentlichten Daten können und dürfen, ja sollen auch für Publikationen zitiert werden. Was hat das mit einer Mitgliedschaft zu tun? Und warum sollte das nicht gehen? Wozu veröffentlicht man denn die Daten?

      ich wollte lediglich meine Befürchtung zum Ausdruck bringen, dass künftige Nutzungsbedingungen mir (und anderen Pilzfreunden) die Nutzung der Kartierungsdaten einschränken oder gar untersagen könnten. Ist es wirklich so abwegig, dass die DGfM als jetziger Betreiber der Online-Kartierung (soweit ich das recht in Erinnerung habe) in Zukunft einmal den Entschluss fasst, dass nur die Mitglieder der Gesellschaft die Daten nutzen sollten, weil sie schließlich die Infrastruktur finanziert? Könnte mir durchaus vorstellen, dass das ein oder andere Mitglied diese Position vertritt - kann mich aber auch täuschen, dann umso besser.

      Warum kartiert man überhaupt? Macht man das, in der Erwartung einer direkten Gegenleistung, oder macht man es aus Idealismus? Ich selber mache es aus letzterem Grund und ich denke, das betrifft (hoffentlich) auch 99% der Kartierer.

      Meine Funddaten habe ich völlig uneigennützig in die DB der Online-Kartierung eingegeben und nie eine Gegenleistung erwartet. Peter K. wollte letztes Jahr von mir eine Nutzungserlaubnis meiner Datensätze in der Online-Kartierung (weiß ich nicht mehr wofür) und hat sie selbstredend erhalten. Habe auch noch nie Geld erhalten oder verlangt - auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen. Andererseits nutze ich gerne Kartierungsdaten in meinen Artikeln und möchte dies auch weiterhin so handhaben. Ich bin halt gegen eine Einbahnstraße, dass Pilzfreunde gerne Daten abliefern aber selbst keine Daten nutzen dürfen. Das meinte ich mit dem Geben und Nehmen.

      Deine Meinung zu mehr Transparenz würde mich noch interessieren - danke.

      Gruß, Andreas
    • Hallo Andreas,

      alles, was öffentlich einsehbar ist (Verbreitungsatlas, Verbreitungskarten im Netz), ist und bleibt immer zitierbar. Wie sollte das Gegenteil funktionieren? Wie sollte das ein Verein überhaupt verhindern können? Und was würde der Versuch, der weder realisierbar wäre noch rechtlich gehen würde, überhaupt bringen?

      Deine Meinung zu mehr Transparenz würde mich noch interessieren - danke.


      Hier fehlt mir ein wenig der Bezug. Transparenz in Bezug auf...?

      Transparenz in Bezug auf Nutzung der Kartierungsdaten? Das sollte ja klar sein. Beispiel: Du möchtest für einen Artikel über eine Pilzart aus den Datenbanken alle Informationen, die zu dieser Art hierzulande gesammelt wurden, erhalten, um diese auszuwerten, dann ist das ja "von außen" nicht möglich, da Du keinen Zugriff auf die DGfM-Datenbank der Kartierung 2000 hast. Solltest Du die daten aber wollen, müsstest Du eine Anfrage an die DGfM stellen, in der Du die Anfrage begründest.

      Handelt es sich um ein rein wissenschaftliches Projekt, welches einer Veröffentlichung dient, gäbe es kein Argument dagegen, das mir direkt einfallen würde. Und jetzt kommen wir aber zu der Sache mit den Datenrechten. Angenommen, ein Gattungsspezialist hätte zu dieser Art Detaildaten bereits in die Datenbank abgegeben, möchte diese aber erst selbst publizieren, würde er für diese Datensätze keine Freigabe erteilen (was die Details betrifft). Wenn dem so wäre, dürfte ich nichts davon herausgeben. Würde man aber als Nutzungsbedingung der DGfM-Datenbank verlangen, alle Rechte abzugeben, würden diese Daten vielleicht gar nicht in die Datenbank gelangen und es würden auch die Verbreitungsangaben fehlen.

      Deshalb ist Hirnschmalz gefragt, wie man eine optimale Lösung erzielen kann. Und daran arbeitet u.A. der aktuelle Fachbeirat Funga Deutschlands.

      Zurück zur Transparenz: Würdest Du nun die Daten für eine Publikation erhalten, wäre Bedingung dafür, die DGfM (oder vermutlich auch bei Axel Schilling, wenn er die Daten aus seiner Datenbank zusammenstellt) in der Danksagung zu nennen und dort klarzustellen, dass die Datengrundlage aus der Datenbank stammt, damit jeder das nachvollziehen ann (Quellenangabe!).

      Transparenz also, wer wan weshalb mit den Datensätzen arbeitet: Von meiner Seite aus: Ja

      LG
      Christoph
      Argentum atque aurum facile est laenamque togamque mittere, boletos mittere difficile est
      (Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)
    • Hallo Christoph,

      Christoph schrieb:

      alles, was öffentlich einsehbar ist (Verbreitungsatlas, Verbreitungskarten im Netz), ist und bleibt immer zitierbar. Wie sollte das Gegenteil funktionieren?

      die Zitierfähigkeit habe ich nicht bestritten.

      Wie sollte das ein Verein überhaupt verhindern können?

      Durch neue Nutzungsbestimmungen

      Und was würde der Versuch, der weder realisierbar wäre noch rechtlich gehen würde, überhaupt bringen?

      Weshalb sollten neue Nutzungsbestimmungen bzw. die Einführung solcher nicht realisierbar sein? Wie auch immer: Verstehe ich Dich richtig, dass es keine Pläne geben wird, die Nutzung von Daten aus der Online-Kartierung auf DGfM-Mitglieder zu beschränken?


      Deine Meinung zu mehr Transparenz würde mich noch interessieren - danke.

      Hier fehlt mir ein wenig der Bezug. Transparenz in Bezug auf...?

      Ich bezog mich v.a. auf folgenden Abschnitt:

      AK_CCM schrieb:

      Was ich gut fände, und auch schon angeschnitten wurde, ist mehr Transparenz: Wer verwendet welche Daten in welchem Artikel? Die Auskunft würde ich gerne geben und hätte auch nichts dagegen, wenn das z.B. irgendwo auf der DGfM-Website veröffentlicht wird. Das würde vlt. sogar potenzielle Melder anlocken, weil sie sehen, dass die Daten sinnvoll genutzt werden und nicht auf Halde liegen oder sogar Interessierten verweigert werden.


      Solltest Du die daten aber wollen, müsstest Du eine Anfrage an die DGfM stellen, in der Du die Anfrage begründest.

      Bist Du als Präsident der Gesellschaft der richtige Ansprechpartner für solche Anfragen bzw. an wen sind solche Anfragen zu richten?

      Handelt es sich um ein rein wissenschaftliches Projekt, welches einer Veröffentlichung dient, gäbe es kein Argument dagegen, das mir direkt einfallen würde.

      Eine Nicht-Mitgliedschaft in der DGfM würde sich nicht negativ auf die Entscheidung auswirken?
      Wer entscheidet über solche Anfragen: Ein bestimmter Amtsträger oder gar das ganze Präsidium?

      Angenommen, ein Gattungsspezialist hätte zu dieser Art Detaildaten bereits in die Datenbank abgegeben, möchte diese aber erst selbst publizieren, würde er für diese Datensätze keine Freigabe erteilen (was die Details betrifft). Wenn dem so wäre, dürfte ich nichts davon herausgeben.

      Das ist nachvollziehbar.

      Würde man aber als Nutzungsbedingung der DGfM-Datenbank verlangen, alle Rechte abzugeben, würden diese Daten vielleicht gar nicht in die Datenbank gelangen und es würden auch die Verbreitungsangaben fehlen.

      Deshalb ist Hirnschmalz gefragt, wie man eine optimale Lösung erzielen kann. Und daran arbeitet u.A. der aktuelle Fachbeirat Funga Deutschlands.

      Über einen "FB Funga Deutschland" habe ich auf der DGfM-Website keine Informationen gefunden. Es gibt zwar unter "Die DGfM" und "Fachbeiräte" einen Link zu einem "Fachbeirat Kartierung". Klickt man aber darauf, erscheint lediglich der Hinweis "In dieser Kategorie befinden sich zurzeit keine Beiträge."

      Würdest Du nun die Daten für eine Publikation erhalten, wäre Bedingung dafür, die DGfM (oder vermutlich auch bei Axel Schilling, wenn er die Daten aus seiner Datenbank zusammenstellt) in der Danksagung zu nennen und dort klarzustellen, dass die Datengrundlage aus der Datenbank stammt, damit jeder das nachvollziehen ann (Quellenangabe!).

      Finde auch, dass es sich geziemt, die Helfer in der Danksagung zu würdigen. Nichtsdestotrotz sollte man als Autor zusätzlich seine Quellen belegen, dazu gehört auch die Quelle der Kartierungsdaten. Aber das dürfte nach der Causa Guttenberg selbstverständich und jedem bewusst sein.

      Nachtrag: Bin ebens auf der DGfM-Website unter "Projekte" und "Kartierung" in dem herunterladbaren PDF-Dokument auf folgenden Absatz gestoßen:

      Auf Grund damals unüberbrückbarer Meinungsverschiedenheiten zwischen Fachbeirat und Präsidium wurde der Fachbeirat auf der Präsidiumssitzung vom 26.02.2011 nach mehrheitlichem Beschluss satzungskonform aufgelöst. Es ist geplant, so rasch wie möglich neue Fachbeiräte zu etablieren, die mit einer Geschäftsordnung und Arbeitsplänen versehen sind.

      Wurde der FB jetzt wieder eingesetzt?

      Danke für Deine Auskunft.

      Gruß, Andreas
    • Hallo Andreas,

      Ich mich mich mal ein ;-).

      Wurde der FB jetzt wieder eingesetzt?


      Ja, auf der Präsidiumssitzung im März mit fast derselben Besetzung: Peter Karasch (Sprecher), Andreas Gminder, Hans-Jürgen Hardtke und Martin Schmidt (als im präsidium mit Kartierungsfragen Betrauter). Eine erste Zusammenkunft dieser vier gab es bereits im April.

      Verstehe ich Dich richtig, dass es keine Pläne geben wird, die Nutzung von Daten aus der Online-Kartierung auf DGfM-Mitglieder zu beschränken?
      Eine Nicht-Mitgliedschaft in der DGfM würde sich nicht negativ auf die Entscheidung auswirken?
      Wer entscheidet über solche Anfragen: Ein bestimmter Amtsträger oder gar das ganze Präsidium?


      Aus meiner Sicht solte es selbstverständlich sein, dass alle Anfragen daraufhin betrachtet werden, welchem Ziel sie dienen und nicht welche Mitgliedschaft ein Fragender hat. Entscheidungen über solche Anfragen (wenn es sie denn in der Art geben sollte) müssen maximal transparent passieren.

      Der Fachbeirat hat´s noch nicht geschafft, sich selbst auf der Homepage zu präsentieren und so gibt es wohl irgendwo noch alte Inhalte. Das wird sich aber hoffentlich auch bald ändern.

      Viele Grüße

      Tanja
    • FB Funga Deutschland + Nutzung von Kartierungsdaten

      Hallo Tanja,

      danke für die Infos über den FB Funga Deutschland. Ich war seinerzeit entsetzt, als er aufgelöst wurde. Gut, dass er wieder existiert. Ich hoffe, dass er "ohne gestutzte Flügel" agieren kann, denn dieser Eindruck hat sich mir bei dem Passus "Es ist geplant, so rasch wie möglich neue Fachbeiräte zu etablieren, die mit einer Geschäftsordnung und Arbeitsplänen versehen sind." aufgedrängt.

      Für das "sollte selbstverständlich sein" in Bezug auf die Nutzung von Kartierungsdaten würde ich gerne Gewissheit haben, deshalb die vlt. kleinlich erscheinenden Fragen meinerseits.

      Gruß, Andreas
    • Hallo Andreas und alle anderen,

      aus Erfahrung kann ich sagen, dass auch nicht DGfM-Mitgliedern bei Fragen zur Verbreitung von Arten bereitwillig und feundlich geholfen wird (wurde). So war es zumindest während der jüngsten "Regierungsperiode". Es gab zwar eine kurze Rückmeldung, dass man bedauerlicher Weise gar nicht in der Mitgliederliste stehe, aber dies hatte keine weiteren Konsequenzen, und wahr wohl aufrichtig gemeint.

      Grüßle
      Jürgen
      www.pilzflora-ehingen.de
    • Hallo Jürgen,

      und es wird auch so bleiben: Bei Nutzung von Datensätzen steht allein der Grund für die Nutzung im Vordergrund. ;)

      LG
      Christoph
      Argentum atque aurum facile est laenamque togamque mittere, boletos mittere difficile est
      (Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken, schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten - Spruch von Martial)
    • Weshalb sollten neue Nutzungsbestimmungen bzw. die Einführung solcher
      nicht realisierbar sein? Wie auch immer: Verstehe ich Dich richtig, dass
      es keine Pläne geben wird, die Nutzung von Daten aus der
      Online-Kartierung auf DGfM-Mitglieder zu beschränken?
      Hallo Zusammen,

      es ist nach wie vor sehr wichtig, eine möglichst große Menge an qualitativ brauchbaren Kartierungsdaten zu sammeln.
      Jegliche (potenzielle) Demotivierung der Kartierer/innen (z. B. durch solche von Andreas skizzierten Kindergartenmethoden) kann m. E. der gemeinsamen Sache nur schaden. Wir haben uns im Fachbeirat und aktuellem Präsidium bisher nicht eine Sekunde lang mit der Option einer Nutzungsbeschränkung für Nichtmitglieder beschäftigt. So soll es auch bleiben. Jeder, der Daten an die DGfM-Zentraldatenbank liefert, soll auch an der Auswertung partizipieren können. Die Pilzkartierung kann nur als großes Gemeinschaftsprojekt funktionieren. Wir bemühen uns, die Rahmenbedingungen so attraktiv wie möglich zu gestalten. Daher bin ich für alle Diskussionen hier stets offen und dankbar. Wenn in der Vergangenheit durch kurzsichtige Aktionen etwas Vertrauen verspielt wurde, so ist es unser Interesse, dieses wieder zurück zu gewinnen.

      Beste Grüße, Peter