Posts by Wolfgang Prüfert

    Hallo an alle Täublingsfreunde,


    wie heute per E-Mail angekündigt, plant der Anatis Verlag die Herausgabe des Täublingsbuches von Helga Marxmüller als CD, weil das Print-Werk vergriffen ist:


    " Sie wird den kompletten Inhalt der beiden Bände des Werkes mit einer Reihe von Ergänzungen enthalten. Beigefügt sein wird z.B. ein auf die einzelnen Arten führender Bestimmungsschlüssel samt Register von Andreas Bresinsky. Von den dort genannten Arten führen Links interaktiv auf schnelle und einfache Weise zu den Farbtafeln und Beschreibungen des Buches und wieder zurück. Weitere Details: 8 Addenda mit Farbtafeln und Beschreibung neben einer kleinen Liste der Errata et Corrigenda zum vergriffenen Druckwerk. Als Beilage zur CD mitgeliefert wird ein hochwertiger Druck einer Sporenstaubfarbtafel, die für die Artbestimmung der Russulae notwendig ist. Die Auflagenhöhe wird aufgrund der Nachfrage festgesetzt.


    Der Suskriptionspreis von 25 Euro ist gültig bis 15.Mai 2019 (Vorkassenzahlung), danach beträgt der Kaufpreis 35 Euro.

    Auslieferungstermin: ca. 15. Mai 2019

    Bestellungen über den Anatis Verlag, Helga Marxmüller, München via email: anatis.verlag@gmail.com
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    Hallo Veronika,


    Willkommen zurück!


    Das unter dem Avatar ist Dein Benutzername. Den kannst Du unter "Benutzerkonto --> Verwaltung" ändern, aber nicht so oft.

    Im Übrigen ist mittlerweile Andreas Kunze unser Webmaster und Foren-Admin.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo Adola,


    diese Exemplare solltest Du m.E. nicht mehr essen. Unabhängig von der häufigen Unverträglichkeit und der Roh-Giftigkeit bei Hallimasch zeigst Du "uralte Schlappen", die Dir noch eine Lebensmittelvergiftung obendrauf bescheren könnten.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo abeja,

    Die Fruchtkörper sind inzwischen stark gedunkelt, die Schneiden sind fast schwarz:


    Die Cheiloystiden von Deinem Pilz sind flaschenförmig bis unregelmäßig zylindrisch und ohne Kristalle (hier im Phasenkonstrast, weil man sie in Wasser fast nicht sieht):



    Die Sporen sind asymetrisch ellipsoid, 6-9 x 3-4 my, wobei sich die bei den in Frage kommenden Arten kaum unterscheiden.




    Mit dem Schlüssel in der Flora Neerlandica komme ich damit glatt zu Leucoagaricus sericifer, dem Bräunenden Seidenschirmling, den wir auch in Möhnesee hatten. Der scheint ein gutes Jahr zu haben...


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo abeja,


    erstmal vielen Dank für diese tollen Pilzfunde!


    Beim letzten Pilz bist Du m.E. in der ehemaligen Gattung Sericeomyces (heute Sektion von Leucoagaricus) auf jeden Fall richtig.


    Wir hatten bei der Tagung in Möhnesee auch so einen Fund, ebenfalls vergesellschaftet mit Cystolepiota, und da waren auch so kleine Fruchtkörper mit 10 mm Hutdurchmesser dabei.


    Innerhalb der Sektion wird normalerweise nach Form und Kristall-Auflagerung der Cheilocystiden unterschieden. Unser Fund in Möhnesee hat deutlich gebräunt, und wir kamen wir bei A. sericifer 'raus, aber ich weiß nicht, wie konstant das Merkmal des Bräunens ist. Dann gibt es noch crystallifer, eine schmächtige Art mit mehr keuligen Cheilocystiden mit grobem Kristallbesatz.


    Ich fürchte, ohne Mikros der Cystiden wird Dein Fund keinen sicheren Namen bekommen.


    Liebe Grüße,


    Wolfgang

    Hallo Matthias,

    erstmal ein Willkommen im Forum.


    Ich finde sordidulum einen plausiblen Arbeitsnamen für Deinen Fund, zumal die Art ja nicht selten ist.


    Wie so oft bei Entoloma gibt es aber ähnliche Arten (die ich nicht alle schon gesehen habe), und die Unterscheidung verlangt neben den Merkmalen des feuchten Hutes (durchscheinende Riefung, Farbe) auch die Pigmentierung der Huthaut.


    Letzteres ist bei so hellen Arten wirklich eine besondere Herausforderung, und da kann es sein, dass Dein "ausrangiertes Schulmikroskop" an seine technische Leistungsfähigkeit stößt. Das Bild der Huthaut wirkt so, als sei die Blende etwas zu weit geschlossen und schiefe Beleuchtung (Kondensor nicht zentriert)? Wenn der Hintergrund auch noch nicht weiß ist, lässt sich zur Pigmentierung nichts aussagen.


    Ich würde an Deiner Stelle die Bestimmung als "cf. sordidulum" und als Erfolg verbuchen, und mir bei Gelegenheit von einem Mikroskopiker helfen lassen, ob man noch 'was aus dem Gerät herausholen kann.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo Andreas,
    Erstens bin ich als Mitglied des FA Tox hier präsent, zweitens lesen mehrere weitere Personen aus dem FA regelmäßig mit.


    Zur sorgfältigen Arbeitsweise des FA Tox gehört es, nur final abgestimmte Ergebnisse nach außen zu tragen. Das kann Monate dauern. In diesem Forum werden ja im Moment eher stündlich Beiträge gepostet.


    Was mich ja einerseits freut ( ich hätte mir seit Jahren ein so aktives Forum gewünscht ), andererseits stresst bis zu psychosomatischen Schmerzen von dem ganzen Hass und Häme ( auch wenn die Diskussion streckenweise auch konstruktiv und notwendig war) . Ich kann es mittlerweile niemandem in Verantwortung mehr verübeln, der sich das nicht antun will.


    Grüße,
    Wolfgang

    Quote from Peter

    Für mich ist die qualitativ hochwertige Ausbildung zum PSV eine der Kernaufgaben der DGfM. Sie abzuschaffen, wie es die vom Präsidium verabschiedete neue Richtlinie vorsieht, verstößt nicht nur gegen die Satzung sondern verändert die DGfM nachhaltig.


    Hallo Peter,


    ich würde Dir gar nicht widersprechen, dass (freiwillige) Bildungsangebote für werdende PSV gut in das Portfolio der DGfM passen.


    Allerdings kann ich mich in meiner aktiven Zeit (also etwa seit Mitte der 90er) an kein einziges derartiges Angebot erinnern, außer den F-Kursen der Ausbildungsstätten. Der Beitrag "der DGfM" dazu, im Sinne eines Handelns eines offiziellen Gremiums, hat sich nach meiner Sicht bisher auf die Anerkennung der Ausbildungsstätte beschränkt.


    Daher würde ich gerne verstehen, woran Du die "nachhaltige Veränderung der DGfM" festmachst und worin sie nach Deiner Ansicht besteht.


    Nicht wiederholen musst Du die vielfach geäußerten und m.E. berechtigten Kritikpunkte am zurzeit mangelhaft definierten Zielbild des PSV-Niveaus.


    Danke und Grüße,
    Wolfgang

    Hallo an alle,


    Danke für den Hinweis.


    Im Sinne der FA Tox-Vorgehensweise sollten wir tatsächlich die Positivliste auf fulva, crocea und den vaginata-Komplex aufdröseln und die seltenen Arten außen vor lassen.


    Beim submembranacea-Komplex wüsste ich schon nicht, ob genug Verzehr-Erfahrungen vorliegen. Christoph, wie siehst Du das ??


    Es gibt immer was zu tun...


    Grüße
    Wolfgang

    Hallo Thorsten,


    genau das ist das Problem: es gibt noch 100e Arten, die irgendwann von irgendwem als Speisepilz bezeichnet wurden, und die meisten davon sind irgendwo zwischen wertlos und ungenießbar.


    Ein PSV sollte m.E. da auch mal Stellung beziehen und sagen: man muss nicht alles essen! In Deutschland hat keiner sieben hungrige Kinder daheim.


    Wenn Du aber Arten, die in mehreren der gängigen Bücher als Speisepilz aufgeführt sind, in keiner Liste findest, dann bitte ich um Nachricht an den FA.


    Grüße
    Wolfgang