Hallo Jasper,
erstmal vielen Dank, dass Du Dich (1) auf YouTube um die Aufklärung von Pilz-Verwechslungspartnern bemühst und (2) Dich hier der öffentlichen Kritik stellst.
Wie immer fallen einem mehr die negativen als die positiven Aspekte auf, das soll Dich keinesfalls demotivieren!
An Anfang stellst Du den Gallenröhrling als Dickröhrling dar. Er sieht ganz so aus, aber von der Verwandtschaft ist er wegen der rosa Sporen zu Recht in einer eigenen Gattung, und damit im Alter leicht von fast allen anderen Röhrlingen (Spp. oliv) zu unterscheiden. Diese Info hätte es m.E. verdient, erwähnt zu werden, zumindest am Ende wenn Du systematischer wirst.
Wenn ich mir überlege, was bei einem blutigen Anfänger hängen bleibt, wäre die Aussage: "nimm nix was blau wird" eher kontraproduktiv. Die häufigen Anfängerpilze Marone und Hexenröhrling wären raus, wie Du selbst erklärst, Wurzelnde Bitterröhrlinge blauen oft nur schwach.
Etwas zu kurz kommen m.E. die roten Farben, die am Stiel (Schönfuß) bzw. an den Poren (Satans- und Ochsenröhrling) Giftpilze abgrenzen.
Fun Fact: wer kein bitter schmecken kann, kann Gallenröhrlinge wohl problemlos essen, während Schönfüße Magen-Darm-giftig sind. Bei Wurzelnden Bitterröhrlingen weiß ich es leider nicht.
Gruß,
Wolfgang