Posts by Peter Karasch

    Liebe Pilzfreunde,


    wer jetzt in Wäldern mit Weißtannen unterwegs ist, kann einen in Deutschland bislang sehr selten beobachteten Sklerotien-Becherling suchen. Er hat ein ganz spezielles Habitat: die vorjährigen Blütenhüllreste an noch lebenden Tannenzweigen. Der deutsche Erstnachweis aus Hornberg/Schwarzwald von Karin Pätzold wurde erst kürzlich in der Südwestdeutschen Pilzrundschau von Hans-Otto Baral und Karin Pätzold vorgestellt. Gleich darauf hat ihn Bernd Fellmann am14.04.2019 erstmals in Bayern entdeckt. Einige Bilder finden sich nun auf http://www.pilze-deutschland.d…m-kohn-1979-1#prettyPhoto


    Also viel Spaß beim Suchen. Ich werde mein Glück im Bayerischen Wald versuchen.


    Beste Grüße, Peter

    "Darf ich auch daraus schließen, dass aus fachlich-mykologischer Sicht an meinen Bestimmungen/ Bestimmungsvorschlägen (mit cf.) nichts auszusetzen ist?"


    Deine Bildbenennungen 68-74 sind für mich plausibel8)


    Ciao, Peter

    Aber Tom Volk als DEM nordamerikanischen Armillaria-Forscher sollte man wohl glauben dürfen...

    Mhm, auf den schlechten Bildern im Artikel erkenne ich keine A. ostoyae.

    Bei der Trennung oder Vereinigung von Taxa sind heutzutage molekuare Daten und Bäume Standard. Möglicherweise gibt es die längst und sie wurden von Mycobank berücksichtigt. Der Artikel allein würde mir so nicht genügen.


    BG, Peter

    wichtig ist doch dieser Satz aus dem Bericht. Das sollte man den Fragestellern so vermitteln.


    "...Gesundheitliche Folgen sind dennoch nicht zu befürchten, wenn selbst gesammelte Wildpilze in üblichen Mengen verzehrt werden..."

    Lieber Stefan,


    das wird durchaus unterschiedlich gesehen:


    Prof. Siegmar Berndt hat es so formuliert:


    "Diese Grenzwerte sind willkürlich festgelegt, da es für Radioaktivität keine Grenze gibt, unterhalb der sie keine physikalischen, chemischen und biologischen Effekte bewirkt. 137Cs und Strontium-90 (90Sr) haben eine physikalische Halbwertzeit von ca. 30 Jahren, der 90Sr-Anteil kann mit 1 % in Bezug auf 137Cs geschätzt werden. 137Cs bleibt bis zu 200 Tagen im menschlichen Körper, 90Sr erheblich länger (biologische Halbwertzeit). Cäsium reichert sich in allen Organen, Strontium in den Knochen an, wo es das Knochenmark belastet.

    Unabhängige Wissenschaftler, Strahlenbiologen und Ärzte fordern daher deutlich niedrigere Grenzwerte für Nahrungsmittel:

    • 30–50 Bq/kg 137Cs für gesunde Erwachsene,
    • 10–20 Bq/kg 137Cs für schwangere Frauen, stillende Mütter und Kinder,
    • 5 Bq/kg 137Cs für Säuglinge."

    Ich persönlich sehe das auch gelassener, aber die Menschen sind da sehr unterschiedlich gestrickt.


    Generell denke ich, wenn sich Jemand ständig Sorgen um seine Gesundheit macht, dann trägt er schon selbst mit mehr als der Hälfte dazu bei. Stichwort: Nocebo-Effekt.


    Was ich zudem sehr beruhigend finde: Die mir bekannten wissenschaftlichen MitarbeiterInnen vom BfS essen sehr gerne Wildpilze, auch Maronen:).


    Beste Grüße, Peter

    Hallo,


    offen gestanden verstehe ich diese alljährliche Frage nicht, ob Pilze "immer noch" belastet sind.

    Das BfS betreibt seit Tschernobyl einigen Aufwand in einer Langzeitstudie zur Strahlenbelastung von Wildpilzen. Wenn dazu einmal jährlich eine PM gemacht wird, finde ich das durchaus i.O.

    Auf jeder Pilzwanderung ist bei mir mindestens einer dabei, der etwas zum Thema wissen möchte.


    BG, Peter

    Die von dem Bundesamt spezifisch erwähnten Pilzarten sind ja nicht gerade die Top-Sammel/Speisepilze....

    Auf der BfS-Seite kann man aktuelle Jahresberichte mit allen gängigen Speisepilzarten und Meßwerte dazu einsehen.

    http://doris.bfs.de/jspui/hand…nbn:de:0221-2017092114409



    wichtiger ist es zu wissen, wo die hochbelasteten Hotspots liegen.

    Das kann man seit langer Zeit in der Fallout-Übersichtskarte von D sehen, die auf unserer Website https://www.dgfm-ev.de/speise-…radioaktivitaet-in-pilzen eingebunden ist.


    Oder hattest du an ein noch feineres Raster gedacht?


    Das wird sicher Niemand erstellen, aber Jeder interessierte Pilzsammler kann i.d. Regel kostenlos Proben einschicken und so etwas über seine Gegend erfahren.


    Beste Grüße, Peter

    Jetzt sollen "Feldmykologen", die es in jedem Pilzvereinen gibt bei einer Kenntnis von 200, 500, 1000 Arten

    Pilze kartieren. Aber erst ab 500 Arten sind mikroskopische Kenntnisse erforderlich. Eigentlich kann man die wenigsten Pilze makroskopisch mit x% prozentiger sicherheit bestimmen. Ok, es soll Prüfungen geben, dann den Titel "Feldmykologe" geben. Der Titel nutzt jedoch nur Pilzkundlern die öffenliche kartierungs aufgaben wahrnehmen

    wollen.

    Hallo Hans,


    es geht hier nicht ums Titel sammeln, sondern um die Möglichkeit, sich jenseits von Gift- und Speisepilzen mit der Artenvielfalt im Pilzreich zu beschäftigen. Auch wenn die Nachwuchsförderung von Kartierern ein wichtiges Argument ist, sollte es nicht nur darauf reduziert werden. Wir freuen uns über jeden, der sich mit Pilzen beschäftigt, egal auf welchem Level. Und auch Fehler dürfen gemacht werden, denn wir sind hier im Amateurbereich und möchten Freude an unserem schönen Hobby haben. Die Liste mit den 200 Arten (das sind nicht einmal 2 % aller aus D bekannten Arten), die ohne mikroskopische Kenntnisse erlernbar sind, wurde von erfahrenen Feldmykologen erstellt. Es geht hier um das Schrittweise hereinwachsen in die Thematik ohne Ängste und erhobene Zeigefinger. Wir möchten Pilzfreunde im Nachwuchsbereich begeistern und nicht von Beginn an mit hochwissenschaftlichen Ansprüchen verschrecken.

    Ich persönlich habe sehr viele Einsteiger erlebt, die nach einem Abend im Kreise von Pilzexperten völlig verschreckt und desillusioniert davongezogen sind. Von Verwechslungsgefahren sollte man meines Erachtens nur bei Speise- und Giftpilzen sprechen. Wenn man das auf die Frage "Gloeophyllum abietinum oder sepiarium" erweitert, kann ich keine reale Gefahr erkennen. Es ist vielleicht eher ein Gesellschaftsproblem, wenn man Fehler nicht akzeptieren kann. Für mich gehören sie zu jedem Lernprozess und sollten nicht in den Vordergrund gestellt werden.


    Wir möchten mit dem abgestuften Ausbildungskonzept alle erreichen, die sich gern mit Pilzen beschäftigen möchten, ob sie dann nachher kartieren oder nicht. Wer sich künftig zum Feldmykologen ausbildet, der macht das in erster Linie für sich selbst.


    Schöne Grüße vom Möhnesee, Peter

    und fürs Kartieren natürlich, wenn es auf größte Genauigkeit ankommt. Würde man da wirklich diese Pilze alle zur Sicherheit auch mikroskopieren?

    Hallo,


    das kommt auf den persönlichen Erfahrungsschatz an. Wenn man eine Art schon xmal mikroskopiert und ausführlich studiert hat, wird man sie nur bei angebrachten Zweifeln nochmal unters Messer legen. Deine G. abietinum hätte ich aufgrund der weit entfernt stehenden dicken Lamellen nicht angezweifelt. In unseren Untersuchungsgebieten im NP Bayerischer Wald kommen G. abietinum und sepiarium manchmal auf einem Fichtenstamm nebeneinander vor.

    G. sepiarium ist aber deutlich häufiger.

    Deine interessanten Bilder von Fruchtkörperentwicklung könnten wir auch gut auf pilze-deutschland.de zeigen, wenn du sie uns dafür zur Verfügung stellen möchtest.


    BG, Peter


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