Tricholoma - Projekt Kollektion ##16 (I+II)

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    • Tricholoma - Projekt Kollektion ##16 (I+II)

      Hej.

      Das ist jetzt sehr erfreulich, weil die einzigen "braunen" Ritterlinge mit Ringzone, die ich je selbst in den Fingern hatte, waren die focalen aus Stefans Märchenwald.
      Ist also neu für mich, daß es bei mir auch sowas gibt, wenn auch keine Tricholoma focale.

      Auch wenn wir diese Gruppe eigentlich raus nehmen wollten, stelle ich den mal hier dazu, in zwei relativ nahe beieinander stehenden Kollektionen (+/- 20 Meter Distanz (und mehrere Gruppen von denen aus Kollektion #15) zwischen beiden Gruppen.
      Ist halt die Frage, wie vollständig nachher die Bäumchen werden sollen, vielleicht macht es sogar Sinn, zumindest ein paar Kollektionen davon mit rein zu nehmen. So zB auch eine von den Märchenwald - focale...

      Daten gelten für beide Kollektionen:
      Funddatum: 28.10.2017
      Fundort: Viernheimer Heide; Umgebung NSG Glockenbuckel; Kiefernschonung auf trockenem, magerem Sandboden; ehem. Flugsanddünenlandschaft (ob punktuell mineralisch – basische Ablagerungen?); 6417/342
      Am Standort ausschließlich relativ kleine, in dichten Reihen gepflanzte Kiefern (ca. 6m Höhe), die zwar klein aber nicht allzu jung sind (vermutlich im Wachstum gehemmt wegen trockenem, nährstoffarmem Boden und zu dichter Pflanzung);
      Pilzhüte bis 8cm breit; deutlich radialfaserig gestreift; Hutrand bisweilen sehr grob gerippt, bei jungen Exemplaren auch mit Tröpfchen am Hutrand;
      Stiele mit deutlicher, wattig-faseriger Ringzone
      Lamellen vor allem an den Schneiden schon bei jüngeren Pilzen bräunend, später an verletzten stellen komplett braun;
      Geruch im Anschnitt deutlich nach Mykologenmehl, Geschmack nach kurzem Kauen deutlich bitter

      Kollektion ##16-I:
      SMA-J 01.JPG
      SMA-J 02.JPG
      SMA-J 03.JPG
      SMA-J 04.JPG

      Sporen vital aus Abwurf in Leitungswasser:
      SMA-J 05.JPG

      Kollektion ##16-II
      SMA-J(b) 01.JPG
      SMA-J(b) 02.JPG
      makrochemische Reaktionen und Sporen analog zu ##16-I.


      LG, Pablo.
    • Beorn schrieb:

      Auch wenn wir diese Gruppe eigentlich raus nehmen wollten, stelle ich den mal hier dazu, in zwei relativ nahe beieinander stehenden Kollektionen (+/- 20 Meter Distanz (und mehrere Gruppen von denen aus Kollektion #15) zwischen beiden Gruppen.
      Ist halt die Frage, wie vollständig nachher die Bäumchen werden sollen, vielleicht macht es sogar Sinn, zumindest ein paar Kollektionen davon mit rein zu nehmen. So zB auch eine von den Märchenwald - focale...
      Hi Pablo,

      hübsch! Fastberingte Ritterlinge aus deinem Revier müssen unbedingt mit ins Boot. Rein von der Optik her müsste es sich um T. batschii handeln. Die können ja auch etwas striat daherkommen. Allerdings - saurer Kiefernwald ohne Kalk! Einen T. focale aus meinem Revier habe ich übrigens auch schon sicher gestellt. Allerdings gehört der aufgrund der extremen Guajak Reaktion aus meiner Sicht nicht wirklich in diese Gruppe hinein. Es gibt ja auch unter den Skandinaviern mittlerweile verschiedene Meinungen, was die einzelnen Aggregate der Halsbandritterlinge angeht. Insofern - erstmal verhaften!

      GR Ingo
    • Hallo, Ingo!

      Wie sauer der Boden an der Stelle ist, kann ich nicht einschätzen. Das ganze Gebiet um mich herum ist in der Hinsicht relativ kompliziert. Da befindet sich eine eiszeitliche Flugsanddünenlandschaft, auf den offenen Dünen wachsen durchaus calciphile Arten wie diverse Stielboviste.
      Wo Kiefern in dichten Reihen stehen, ist der Boden meistens zumindest oberflächlich sauer, aber auch das mag variieren. An anderen Stellen sind die sanidgen Ablagerungen vorwiegend sauer, das kann im Radius von wenigen Metern wechseln. Dennoch machen diese Pilze hier einen etwas unegwöhnlcihen eindruck auf mich.

      Warten wir mal ab, was dazu raus kommt.


      LG; Pablo.
    • Hallo auch hier,

      Konfidenzintervalle der Population
      Sporen [95% • 34 • SAP • v • H2O(nat) ] = 4,4 - 5,3 - 6,3(6,5) x 3,5 - 4,4 - 5,2(5,3) µm
      Q = 1 - 1,2 - 1,4
      V = 25 - 55 - 84 µm³

      Konfidenzintervalle der Mittelwerte
      lav x bav = 5,3 ±0,15 x 4,4 ±0,14 µm
      Qav = 1,2 ±0,02
      Vav = 55 ±5 µm³

      Die Einzelwerte sind zwar normalverteilt, das Volumen allerdings nicht. Es sind keine Ausreißer in der Messreihe.
      Ich glaube hier an verschiedenkernzahlige Sporen, darauf deuten auch die Grafiken in Smaff.

      Ingos T.batschii Tipp wird durch die Sporenmaße im Vergleich mit den FN-Werten stark untermauert.
      .

      LG, Jens
    • Hallo, Jens!

      Danke! :thumbup:
      Ziemlich auffällig ist da immerhin schon mal der deutlich geringere Quotient gegenüber den anderen Arten. Das zeichnete sich schon rein optisch ab, ist aber halt noch mal deutlicher und besser verständlich, wenn man die Zahlen dazu hat.
      Das sieht schon mal aus wie ein solides Abgrenzungsmerkmal zu etlichen der ringlosen Kollektionen, auch wenn diese hier mal keine deutliche Ringzone hätten.


      LG; Pablo.