Posts by Ingo

    Hallo Miteinander!


    An unserem Projekt ist dieses Jahr offensichtlich spurlos vorbeigelaufen. In den Sandgebieten in Ostbrandenburg gibt es nach wie vor staubtrockene Böden und keinen einzigen Pilz. Auch wenn es kommende Woche regnen sollte, rechne ich nicht mehr mit Funden, die uns hier weiterbringen.

    Vielleicht sah bzw. sieht es ja in anderen Regionen erfolgversprechender aus. Wir würden uns nach wie vor über jegliche Unterstützung freuen. Zum Beispiel über kleine bittere Ritterlinge aus Franken.


    @Jens

    ????


    Wolltest Du uns diese Prüfungsordnung als Beispiel vorstellen? Wenn ja als nachzueiferndes oder als abschreckendes?


    beste Grüße,
    Andreas
    .


    Hallo Andreas,


    vielen Dank für deinen Post. Unglücklicherweise bleibt bei mir eben die Nachricht hängen, dass hier, im Berliner (auch Brandenburger) Raum, eine qualitativ hochwertige Schulung nebst Prüfung (nach DGfM Standard) eben nicht angeboten wird.
    Wenn ich das recht verstanden habe, wären für solche "Bildungsangebote" private Anbieter z.B. wie Andreas zuständig und (momentan) auf keinen Fall die DGfM. Oder habe ich etwas falsch verstanden?!



    Grüße Ingo

    Hallo Ingo,


    ich empfehle mal hier zu schauen: https://www.pilz-seminare.de/psv-pruefung.html


    Da bietet jemand in Berlin Seminare an, hat eine 80-seitige Prüfungsordnung erarbeitet und Du kannst Dich dort einer Prü­fung zum Pilz­sach­ver­stän­digenBUND (PSVBUND) unterziehen sowie aus- und weiterbilden lassen.


    Hallo Peter,


    vielen Dank für die Info. Immerhin eine Möglichkeit in unserem überschaubaren Städtle, die mir bis hierhin, zugegeben, nicht bekannt war.
    Da wir uns hier eben im DGfM Forum befinden, wollte ich eigentlich darauf hinaus, wie man hierzulande (Berlin/Brandenburg) als PSV der DGfM landen könne.


    Gruß Ingo

    Das wäre im übrigen ein Feld, was nah am PilzCoach ist. Und auch eines, bei dem sich einzelne Mitglieder leicht einbringen können.

    Hallo Wolfgang,


    ja - PilzCoach für Erwachsene oder vielleicht doch besser - Pilzberater.
    Es ist sicher nicht Jedermanns Sache, sich vor eine Gruppe pilzinteressierter Leute hinzustellen und Vorträge zu halten. So etwas könnte aber auch oder gerade in relativ pilzfreien Zeiten durchgeführt werden. Ergänzend zu Lehrwanderungen und Pilzbeschau.


    Aber - um mal auf Brandenburg (und auch Berlin) zurückzukommen. Mir ist in den über 20 Jahren, seit ich mich mit Pilzen beschäftige, keine einzige regionale Veranstaltung dieser Art bewusst geworden.
    Die PABB hält zwar jeden Montag Vereinsabende mit (im Winter) öffentlich zugänglichen Vorträgen ab. Diese sind hochwertig aber sehr speziell. Kurzum - ich kann mich an keine Angebote für Einsteiger in die Materie erinnern.
    Mit Ausnahme der "mobilen Pilzschule", die ein bis zwei mal im Jahr vorbeischaut. Wobei es sich hier um eine rein privarte Unternehung (Hr. Hornstraß??) zu handeln scheint.
    Hier in der Umgebung gibt es auch keinerlei Möglichkeiten, Pilzkurse zu besuchen bzw. sich zum PSV ausbilden und prüfen zu lassen. Die nächstgelegene Location dafür wäre Jena.


    Grüße Ingo

    ....
    (Ich füge durchaus Amanita vaginata und fulva in Mischgerichte bei).


    Hallo Thorsten,


    obige Feststellung finde ich für dieses Thema bezeichnend. Was genau verstehst du unter Amanita vaginata? Mittlerweile scheint es sich, zumindest bei den grauhütigen Streiflingen, um einen ganzen Artenkomplex zu handeln. Dazu gehören ja solche Sachen wie A. pini, A. supravolvata und A. argentea.


    Gruß Ingo

    Möglicherweise sollte man in Zukunft auch andere Möglichkeiten in Erwägung ziehen, wie aktuelles Pilzwissen an die interessierte Bevölkerung gebracht werden kann.


    Eine dieser anderen Möglichkeiten bestünde zum Beispiel darin, dass unsere Pilzsachverständigen Pilzkurse durchführen. Also nicht nur Lehrwanderungen, sondern direkt auch die Vermittlung von theoretischen Grundkenntnissen anbieten. Wobei der Focus nicht darauf liegen soll, weitere PSV auszubilden. PSV sind ja keine Ausbilder.


    Dafür könnten z. B. ein bis zwei Doppelstunden a. 90 Minuten, für den Anfang, ausreichend sein. Ein wenig Urschleim und Ökologie. Danach ein wenig Artkunde. Diese auch gerne mit lokalem Bezug. Wenn ich in Berlin (einer Sandbüchse mit vorwiegendem Kiefernbestand) lebe, muss ich mich erst einmal nicht mit montanen, calcophilen oder thermophilen Arten beschäftigen. Die Verwechslungsmöglichkeit von Pfifferlingen mit Ölbaumtrichterlingen (zum Beispiel) ist in unserer Region eher überschaubar.
    Vielleicht könnte die DGfM ja einen didaktischen Rahmen für derartige Kurse erarbeiten, damit das Ganze nachvollziehbar bleibt.


    Wie sich das bei der Abhaltung solcher Veranstaltungen gehört, sollte der "Lehrer" in diesem Fall mindestens eine Aufwandsentschädigung für seine Unkosten und eventuelle Lehrmaterialien einfordern können.
    Ich könnte mir jedenfalls vorstellen, dass es in größeren Ballungszentren (Berlin sowieso) genügend Interessenten für solche Kurse gibt.


    Allen hier ein schönes WE - Ingo

    Hallo bzw. Servus!


    Vielen Dank für die bisherigen Rückmeldungen. Zumindest in Bayern und in Sachsen/Anh. scheint die (Pilz)Welt ja noch in Ordnung zu sein.
    Der im Parallelbeitrag von A. Kunze angesprochene Zeitungsartikel stammt ja aus der Lausitz bzw. aus Südbrandenburg. Persönlich bin ich seit ca. 20 Jahren regelmäßig in Wäldern in der Nähe von Müllrose / Frankfurt/Oder unterwegs.
    Wenn es dort, meist in regenreichen Herbsten, nennenswerte Pilzaufkommen gibt, sind die Straßenränder in den Wäldern mit Autos vollgeparkt und die Wälder sind voll von Pilzsammlern.


    Ab und zu konnte ich auch mal einen Blick in andere Fundkörbe werfen und es kamen auch hin und wieder, meist kurze, Gespräche zustande.
    Der Anblick in den Körben bzw. Tüten der lokalen Jäger und Sammler erwies sich zumeist als unspektakulär. In der Regel wird Maronenröhrlingen nachgestellt bzw. Steinpilzen, wenn die mal ein gutes Jahr haben. Schon Pfifferlinge werden weitaus seltener mitgenommen. Was daran liegt, dass die Meinung vorherrscht, dass man mit Röhrlingen nicht viel falsch machen kann.


    Die meisten Pilzsammler sind in dieser Region mit geerbtem Wissen unterwegs. Irgendwann vor 25 Jahren war man mal mit Opa oder anderen Verwandten "in den Pilzen". Die hatten zwar mehr Arten gesammelt, aber die "Braunkappen" sind als einzig unbedenkliche Art im Gedächtnis hängen geblieben.


    Einige male hatte ich auch nachgefragt, was die Leute denn vom Besuch bei einer offiziellen Pilzberatung hielten. Meist erhielt ich als Antwort, dass es in der Region keine mehr gäbe bzw. dass keine Beratungsstelle bekannt sei.


    Dazu sollte man wissen, dass es in Frankfurt/ Oder schon einen (älteren) Pilzberater gibt.
    Der wurde in der lokalen Presse (MOZ FFO), in den vergangenen Jahren, im einmal jährlich erscheinenden, obligatorischen Pilzbeitrag genannt - mit Kontaktdarten- irgendwann Mitte August. Allerdings scheinen einige lokale Medien nicht mehr dazu geeignet zu sein, alle potentiellen Interessenten zu erreichen.


    Die scheinbar fehlende Beratungsmöglichkeit führte also dazu, dass die meisten Leute zwar relativ einseitig sammeln, aber es nach wie vor rege tun. Zumindest in der lokalen Presse (s.o.) war in den vergangenen Jehren nichts von zunehmenden Vergiftungsfällen mit Pilzen zu lesen.


    Interessant wird es dann in vielleicht nochmal 25 Jahren, wenn auch das Spezialwissen um die braunhütigen Röhrlinge in Vergessenheit geraten ist.


    Grüßlis in die Runde - Ingo

    Auch die Tatsache, dass die reine Sammeltätigkeit im Verhältnis zu den gravierenden Umweltschäden aus intensiver Land- und Forstwirtschaft kaum eine Rolle spielt, spiegelt sich nicht in der Verordnung wieder, denn beide werden ja quasi ausgenommen, sofern sie "ordnungsgemäß" handeln.


    BG, Peter

    Moin Peter (K),


    wenn ich dich richtig verstanden habe, hat die (private) Pilz-Sammeltätigkeit keinen signifikanten Einfluss auf das allgemeine Pilzaufkommen. Vielmehr sind es menschgemachte Umwelteinflüsse (Gülle etc.), die sich darauf nachteilig auswirken.
    Die Zerstörung der Biotope wirkt sich sicher am gravierendsten aus.


    Ich würde sogar davon ausgehen, dass die menschliche Sammeltätigkeit überhaupt keine nachteiligen Einflüsse auf das allgemeine Pilzaufkommen hat. Darüber gibt es ja bereits mehrere wissenschafliche Untersuchungen.
    In den Notzeiten nach den Weltkriegen wurden ganz sicher weitaus mehr Pilze in den heimischen Wäldern gesammelt. Hinzu kam seinerzeit auch noch die gewerbliche Sammelei. Ich vermute, dass diese obendrein völlig unreglementiert ablief.
    Dennoch waren die Wälder in jenen Zeiten vermutlich weitaus arten- und pilzreicher als heutzutage.


    Insofern stellt sich mir die Frage, wozu die aktuellen Reglementierungen überhaupt taugen.
    Das wäre in etwa so, als wenn irgendeine Autobahnmeisterei / Gemeinde auf einer platten, 3-spurigen Bundesautobahn mal eben auf einem 20 Kilometer langen Teilstück ein Temolimit von 120 km/h anbringt - ganz ohne jede Begründung.


    Es sei denn, das Ziel besteht darin, dass mittel- oder langfristig die Pilzssammlerei und das Betreten der Wälder generell behindert werden soll.


    Übrigens - die Erholung des Pilzaufkommens in den märkischen Kiefernwäldern scheint direkt mit dem Zusammenbruch der DDR zusammenzuhängen. Durch den extremen Rückgang der industriellen Luftverunreinigung erholten sich seit dem Jahr 2000 etliche Arten, die in anderen Bundesländern als verschollen bzw. ausgestorben gelten. Nicht nur in der Gattung Tricholoma!


    Grüßlis Ingo

    Wie sieht die Praxis aus? Von den Menschen, die zu mir in die Pilzberatung kommen, haben fast die Hälfte (so schätze ich jetzt mal) keinen blassen Dunst von der Materie. Da kommen tatsächlich welche, die mir erzählen: "Ich habe in der Zeitung gelesen, dass Sie Pilzberatung machen. Da bin ich jetzt mal in den Wald gegangen und habe gesammelt. Aber ich habe keine Ahnung...".

    Hallo Harald,


    das hatte ich fast befürchtet. Durch das Angebot der (althergebrachten Art) der Pilzberatung werden Bürger also dazu animiert in den Wald zu gehen und dort, ungeachtet aller Roten Listen, Bundesartenschutzverordnungen und Sammelbegrenzungen soviel Pilze einzusacken, wie sie tragen können.


    Gibt es eigentlich einen Tatbestand wie "Beihilfe zur Begehung einer Ordnungswidrigkeit"?
    Die Nachkriegszeit ist ja nun schon ein paar Tage her.


    Wobei - Gartenfunde sind was Feines. 8)


    Grüßlis Ingo

    Das Gesamtpaket ist ein durchaus wirksames Naturschutz-Instrument und würde in der aktuellen politischen Mehrheitslage höchstwahrscheinlich derart aufgeweicht, dass solche aus unserer Sicht wichtigen Korrekturen es nicht wert sind, das Paket aufzuschnüren.

    Hallo Peter (K),


    damit läuft man aber Gefahr, dass diese Verordnung nicht nur in Frage gestellt sondern auch weitestgehend ignoriert wird. Wenn z.B. auf einer Bundesautobahn ein Tempolimit eingerichtet ist, wird zumeist auch eine Begründung dazu angegeben.


    Wenn z.B. Pfifferlinge (auch C. cibarius ist örtlich ein gemeiner Massenpilz!) im allgemeinen schützenswert sind, sollte es einen Grund dafür geben. Z. B. dass sie stark im Rückgang begriffen sind bzw. sogar vor der lokalen Ausrottung stehen. Man findet für dieses Beispiel hier und da Hinweise in der Literatur, dass Pfifferlinge in den letzten Jahren allgemein rückgängig seien. Das mag so um 1990 gewesen sein. Nun denn - in regenreichen Sommern sind Pfifferlinge nahezu die einzigen Speisepilze die massenhaft in märkischen Kiefernwäldern anzutreffen sind. Ich kenne Leute, die sammeln die eimerweise - jedes Jahr! Man müsste schon alle Kiefern fällen....


    Insoweit stellt sich mir auch die Frage, wer die Einhaltung dieser Verordnung überwacht. Der Förster? Das Ordnungsamt? Sind die eigentlich auch ausreichernd geschult, um Morcheln von Birkenpilzen unterscheiden zu können. Oder Trüffel von Erdnüssen !? ^^


    GR Ingo

    Hallo Peter,


    vielen Dank für die Infos zur Entstehung der PB in unseren Gefilden. Das machte seinerzeit sicher auch Sinn, da nach den beiden Weltkriegen Mangel an allem herrschte und Wildpilze, für den größten Teil der Bevölkerung, eine wichtige Nahrungsquelle darstellten.
    In den betreffenden Zeiten sind ganz sicher weitaus mehr Menschen auf Pilzpirsch gewesen, als heutzutage. Pilzbücher zum Nachblättern werden wohl auch nicht alle gehabt haben; von Internet ganz zu schweigen.
    Das Pilzwissen wurde zwischen den Generationen vererbt bzw. untereinander geteilt. Da die Konkurrenz in den Wäldern seinerzeit viel größer gewesen sein dürfte als Heutzutage werden oft auch ungenießbare und giftige Arten in den Körben gelandet sein. Zumal in jenen Zeiten auch immer professionelle Sammler unterwegs waren. Kurzum - damals war die Pilzberatung nach alter Schule ganz sicher eine sinnvolle Einrichtung.


    Und Heute !? Durchwühlen die aktuellen PSV tatsächlich die Fundkörbe der Sammler und sortieren nach gut und schlecht? Und heben mahnend den Zeigefinger, wenn das Sammellimit deutlich überschritten wurde?
    Wäre es nicht viel sinnvoller, wenn die Sammler schon vor ihrem "Pilzgang" wüssten, welche Arten sammelnswert sind und welche Bestimmungen wie eingehalten werden müssen?


    Wobei - wenn ich mir die berühmte Artenschutzliste anschaue, dann sollte man auf Nachfrage auch stichhaltige Begründungen kennen, warum z. B. Gemeine Steinpilze (eigentlich ein regionaler Massenpilz) besonderen Schutz verdienen, Sommer- und Kiefernsteinpilze jedoch nicht. Nur mal zum Beispiel - da gibt es noch viel mehr.


    Grüßlis Ingo

    Hallo Miteinander,


    ich mach' mal an der Stelle einen neuen Thread auf. Ich finde Helmuts Aussage am Ende des vorangegangenen Threads bemerkenswert und vor allem auch zutreffend. Ich denke, dass die freiwillige / selbstlose Arbeit der PSV von den meisten Ratsuchenden überaupt nicht als solche wahr genommen wird. Irgendwie steckt da in den Hinterköpfen noch die Meinung drin, dass es sich bei Pilzberatung um eine staatliche Gratisleistung handelt. Zumindest in den neuen Bundesländern ist diese Meinung weit verbreitet.


    Möglicherweise sollte man in Zukunft auch andere Möglichkeiten in Erwägung ziehen, wie aktuelles Pilzwissen an die interessierte Bevölkerung gebracht werden kann.


    Was mich an dieser Stelle brennend interessiert ist die Frage, wo bzw. wie die Pilzberatung hier in Deutschland ihren Anfang genommen hatte. Gibt es zum Thema vielleicht irgendwelche frei verfügbare Literatur. Und - auch interessant: wie wird das in anderen EU Ländern gehandhabt. Vielleicht weiss ja jemand von euch darüber Bescheid, wie es damit in Frankreich, Italien, den Beneluxstaaten oder auch in Polen bzw. Tschechien aussieht. Möglicherweise kann man sich ja etwas abschauen.



    In der Hoffnung auf eine weitestgehend reibungslose Konversation


    Grüßlis Ingo

    Zum vergangenen Jahr, welches bei uns pilzmäßig überdurchschnittlich ausfiel, fallen mir etliche hübsche Sachen ein. An dieser Stelle spendiere ich mal einige Lorcheln. Einen Beleg hatte ich Anfang Dezember an Uschi (Gelbfieber) geschickt. Ich hoffe, sie hat demnächst Zeit, sich die Teile mal anzuschauen.



    Grüße Ingo

    Sporenpulver: Weiß

    Hallo Thomas,


    willkommen hier im Thread. Vielen Dank für diesen Beitrag. Jeder Fund ist willkommen und kann am Ende auch wichtig sein, wenn es darum geht, die Verwandtschaftsverhältnisse der einzelnen Kollektionen zu untersuchen.
    Allerdings könntest du den Aufwand bei der Untersuchung der Ritterlinge etwas reduzieren. Es sei denn, du möchtest den Sporenabwurf für mikroskopische Untersuchungen nutzen. :saint:


    Grüßlis Ingo

    Hi,


    nun zu meiner dritten Kollektion, die ich als T. stans mit nur leicht gerippten Hutrand ansehen würde,

    Hallo Stefan,


    ich denke, wir sollten uns von der Vorstellung trennen, dass alle braunen Ritterlinge mit irgendwelchen Riefen am Hutrand in die Schublade T. stans passen. Deine Exemplare hier haben wieder mal irgendwelche schorfige Stellen auf dem Hut. Nur der Rand ist glatt. Die erinnern mich etwas an meine Koll.#17.
    Irgendwie ist das ein Mittelding zwischen den striaten und den glatthütigen Arten. Ich bin mir fast sicher, dass wir hier, irgendwo zwischen den ganzen Kollektionen, Tricholoma muricatum entdecken werden.


    Grüße Ingo

    Die Chancen, da eine der Laubwaldarten (ustale, ustaloides) draus machen zu können, sind eher gering, oder?

    Hi Pablo,


    vom Aussehen her wäre T. ustaloides ähnlich. Die beiden Jungpilze (unten - Mitte) sollten in diesem Fall aber eine erkennbare Ringzone aufweisen. Stefan hätte da sicher drauf hingewiesen. T. ustale hat keine Riefen am Hut und ist einheitlicher gefärbt.
    Ansonsten kämen von der Optik her höchstens noch bittere Pappelritterlinge in Frage. Das darf man hier mangels Pappel sicher ausschließen. Es sei denn, wir finden heraus, dass diese Art letztendlich auch mit Kiefern kann.


    Grüßlis Ingo

    kommen wir mal zu meiner zweiten Kollektion, für mich schwer einzuschätzen, insbesondere aufgrund der Schleimigkeit des Hutes. Vergeben wir hier mal den Namen "untypische T. stans"

    Hallo Stefan,


    endlich ein paar sächsische Ritterlinge. ;) Wenn du noch etwas Zeit übrig hast, könntest du auch bei diesem Beitrag noch den Titel (Koll #24) anpassen.
    Für T. stans sind die wirklich untypisch. Ich finde, die passen eher in den albobrunneum-Komplex. Von der Beschaffenheit der Hutoberfläche her handelt
    es sich nicht wirklich um glatthütige Vertreter. Von der Scheibe her bis über die Hutmitte sind deutlich dunkle, striate bis sogar schorfig-schuppige Zonen erkennbar. Erst an den Rändern sind die gezeigten Exemplare heller, glatt und teils kurz gerieft.
    Ebenfalls untypisch sind die Stielfarben. bei typischen T. stans sind diese bei Jungexemplaren ( hier Mitte) fast reinweiss und entwickeln erst spät
    hellbraun-orange Fasern.
    Ich sehe da schon Ähnlichkeiten mit einigen der bereits gezeigten Kollektionen. Da keine Größenangaben dabei stehen; der unten links hatte doch bestimmt knapp 10 cm Hdm. oder?


    Grüße Ingo

    Eine andere wichtige Publikation zum Thema ist:


    Moukha, S., C. Férandon, E. Beroard, J. Guinberteau, B. Castandet, P. Callac, E. Creppy, and G. Barroso. 2013. A
    molecular contribution to the assessment of the Tricholoma equestre species complex. Fungal Biology 117:145–155.


    Hallo Kai,


    vielen Dank für die Infos und die Literaturhinweise.
    Bei dem betreffenden Artikel komme ich leider nicht über das Vorwort hinaus. Hat den zufällig jemand vollständig da?


    Grüße Ingo