Korrektur Fundortgenauigkeit

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    • Korrektur Fundortgenauigkeit

      Hallo Mykis-Nutzer.

      Beim Ermitteln der Fundortkoordinaten gehen wir mit Hilfe der Maus auf die Mitte der Exkursionsfläche. Mykis errechnet diese Werte und sie werden in der Steuertabelle "Personen" festgehalten. Nehmem wir mal an, wir haben eine rechteckige Waldfläche (Waldabteil) und diese wird von einer 16-tel Quadrantenlinie gekreuzt. In diesem Fall habe ich vom Ermittlungswert MTBQ die letzte der 3 Ziffern nach dem Komma gelöscht. Warum? Weil wir auf einer Fläche Pilzarten notieren, aber nicht auf dem Punkt genau. Wird das Exkursionengebiet von einer 4-tel Quadrantenlinie gekreuzt, dann lösche ich die beiden letzten Ziffern nach dem Komma weg. Im schlechtem Fall wird das Exkursionsgebiet sogar von einer MTBQ-Linie gekreuzt. In diesem Fall sind alle errechneten Ziffern nach dem Komma zu löschen. Oder man teilt diese Exkursionsfläche noch mal in 2 Teilflächen auf.
      Was ist aber mit Kleinbiotopen wie Sölle, Sümpfe und Waldmoore? In diesem Fall will ich dann diese Biotope nicht in 2 Segmente aufgliedern, weil es sich um geschlossene Biotope handelt.
      Auf meinem alten Rechner hat das auch problemlos funktioniert. Ich hatte damals das Betriebssystem Windows XP. Auf meinem derzeitigen Rechner ist Vista installiert. Sobald ich auch nur eine Ziffer von dem Rechnenwert nach dem Komma weglösche, fallen alle Rechenwerte komplett weg. Dieses Phänomen habe ich F. Dämmrich schon gemeldet. Er meint, es liegt an meinem Betriebssytem. Ich habe aber eine Notlösung gefunden. Wenn ich in meinem Expertenmodus gehe und die Liste "Fundorte" aufrufe, dann lösche ich die entsprechende Ziffer (Ziffern) in der Spalte "mtb" weg. Dieses will mein Rechner akzeptieren, nur finde ich keine Erklärung dafür. Haben diese Tücken auch schon andere Mykis-Nutzer beobachtet?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von B.Tuber ()

    • Mein oben dargelegtes Verfahren ist auch mittels Topographischen Karten bzw. Meßtischblätter durchfürbar. Deshalb habe auf meine privaten Meßtischblättern mit Hilfe eines langen Lineals die Quadrantenlinien eingezeichnet. Dazu teilt man die Karte genau in 4 große Felder. Der aufmerksame Kartierer wird feststellen, das unsere Geländevermessungslänge oben etwas kürzer sind als unten (ganz gering). Dieses hängt mit der Erde zusammen, die eigentlich rundlich ist.
      Teilt man die 4 Felder nochmals in gleiche Teile auf, so erhalten wir 4-tel Quadranden. Unterteilt man diese nochmals in gleiche Teile, so bekommen wir 16-tel Quadranten. Mit Hilfe eines langen Lineals kann man diese Quadrantenlinien auf ein jeweiliges MTB überprüfen. Man bewegt das Lineal horizontal wie auch vertikal über ein besuchtes Exkursionsgebiet. Wird eine Kreuzung eines dieser Teillinien festgestellt, dann ist wie oben erläutert entsprechend zu korrigieren.
      Dieses kann man auch digital mit bestimmten Programmen vollziehen: PiaPro, Orchiedeen Baden-Württemberg. Man klickt mittels Maus die Waldrandgebiete auf den äußersten Endpunkten an. Hier muss man die Werte hinter dem Komma beobachten. Wie oben geschildert ist man gezwungen zu korriegieren. Erst dann ist der Punkt mitten auf das Exkursionsgebiet zu setzen. Dieser ist dementsprechend zu korrigieren.
    • Hallo Wolfgang,

      das PiaPro-Progamm arbeitet mit Mykis zusammen. Man bekommt dieses immer mit Mykis zusammen von Administrator aus Sachsen. Jedoch liegt es an die einzelnen Bundesländer selber, ob sie die eigenen MTB bzw. Topographischen Karten digitalisiert diesem Vorhaben zur Verfügung stellen. In Mecklenburg-Vorpommern ist dieses bereits geschehen. Das blose Einscannen der Karten reicht nicht aus. Sie müssen nach den Meridianlinien auch ausgewinkelt werden. Wir haben bei uns das Glück gehabt, das alles schon fertig eingescannt war.
    • Hallo Wolfgang und Tuber,
      ich muss mal ganz dumm nachfragen: was ist PiaPro, was macht man damit?

      Das Programm PiaPro ist der Gis-Aufleger für Mykis, mit dem die Kartendarstellung realisiert wird. Manche Bundesländer haben zusätzlich alle MTB-Karten ihres Bundeslandes in Mykis hinterlegt und können so den Fundort genau mit der Maus festlegen. Diese MTB-Karten wurden von den jeweiligen Landesämtern für Umwelt und Naturschutz zur Verfügung gestellt, so auch in MV bei "Tuber". Die Prozedur, die Tuber beschreibt ist normalerweise zur Kartierung und Festlegung des Fundortes nicht nötig. Bei einer Kartierung von MTB Viertelquadranten (genauer wird man eine Kartierung in Deutschland sowieso nicht durchführen!) hat man immerhin noch eine Fläche von ca. 2,5 km x 2,5 km, da kommt es also nicht darauf an, dass ein MTB (10 x 11 km) auf Grund der Erdkrümmung am nördlichen Ende eventuell 20 m kürzer ist als am Südlichen. Selbst bei der dritten Stelle hinterm Komma (was in Mykis möglich ist) hat man noch eine Kantenläge von 1,25 km. Wenn durch kleine Biotope MTB-Grenzen gehen, ist es meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig, diesen Lebensraum zu trennen. Da könnte man z. B. einen gemeinsamen MTB-Viertelquadrant/Sechszentelquadrant verwenden. Aber das kann jeder Landesverein für sich entscheiden.

      Beste Grüße und guten Rutsch

      Frank