Omphalina discorosea

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  • Hallo zusammen,


    momentan wächst Omphalian discorosea recht freudig am Oberrhein! Ich war heute morgen im Raum Grissheim, NSG (Bad. Württ.) und habe diese Art an 4 Standorten gesehen. Das sind somit etwa 7 Standorte in dieser Region; auf der anderen Seite im Elsass kommen etwa 12 dazu. Die Art ist also nicht selten am Oberrhein, aber sicher sehr spezifisch auf die Rheinauen fokussiert. Ich bin überzeugt, wenn gezielt gesucht wird, dass auch andere Fundorte bekannt werden!


    Schaut auf Pappeln (bisher ausschliesslich), gerne an liegenden, über 10 cm dicken Ästen. Am besten sind alte, riesige Pappeln, die zu Boden gekracht sind. Diese sollten recht feucht sein, vor allem jetzt nicht in der Sonne liegen. Auch an Strünken wächst die Art. Gerne so früh wie jetzt, aber auch sonst das ganze Jahr bis Dezember. Vielleicht findet man dann auch als "Beifang" Pluteus aurantiorugosus; die lieben dasselbe Holz! Das Bild im Anhang ist von heute morgen.


    viel Glück und Grüsse,


    Markus Wilhelm

  • Hallo Zusammen,


    vielen Dank an Markus, der uns als Grenzgänger auf diese schönen Pilze aufmerksam gemacht hat.


    2012 hatten wir das Thema schon einmal Omphalina discorosea


    aber Niemand hat sich in Ba.-Wü. zuständig gefühlt und die Meldung an die Zentrale geleitet. So wäre die Art beinahe nicht in der aktuell für das BfN in Arbeit befindlichen provisorischen Checkliste aller aus D bekannten Großpilzarten gelandet.


    Markus hat uns freundlicherweise gleich ein paar schöne Aufnahmen zur Verfügung gestellt, sodass wir diesen Nabeling http://www.pilze-deutschland.d…ea-pil%C3%A1t-herink-kotl nun auch auf pilze-deutschland zeigen können :thumbsup:


    LG, Peter

  • 2012 hatten wir das Thema schon einmal Omphalina discorosea


    Hier sieht es leider nicht so gut aus. Ich habe letztes Jahr gerade einen Fruchtkörper gefunden.
    2013 glaube ich gar keinen. Und dieses Jahr auch noch nicht. Und da wo ich den letztes Jahr gefunden habe, ist nun eine wüste Schneiße im Wald. Der Stamm liege aber noch beiseite geschoben da. Am ersten Fundort hat das Wasser den Stamm ein Stück weiter befördert und bisher nichts pilziges. Dabei gab es bei meinem Erstfund massenhaft Fruchtkörper. Der zweite Standort hat sich inzwischen auch weitgehend aufgelöst. Auch in anderen Gegenden am Rhein bei mir keine Spur. Nur Lentinus cyathiformis ist gut etabliert.
    Bilder von Omphalina discorosea habe ich noch reichlich, falls welche gebraucht werden. Pablo aus dem Pilzforum.eu hatte kürzlich auch einen Fund.


    viele Grüße


    Alis

  • Danke, Alis,


    es ist natürlich auch so, dass das Pappel-Substrat recht schnell abgebaut ist; die Standorte bleiben nicht lange erhalten. Apropos Lentinus cyathiformis / degener: den bringen Kollegen immer wieder mit, ich selbst habe den Kerl selbst noch nie gefunden :(


    Viele Grüsse, Markus