Tricholoma - Projekt Kollektion ##12

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Es gibt 2 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Beorn.

  • Guten Morgen!


    Dann hätten wir mal die nächsten, und zwar passend zu der von Ingo gezeigten Kollektion ##10 sollten das ebenfalls Pappelritterlinge (Tricholoma populinum) sein.
    Die Schwierigkeit dabei: Wie so oft in meiner Gegend steht die Pappel in einem Kiefernwäldchen, die Fruchtkörper etwa zwei Meter vom Stamm der Pappel entfernt, die nächsten Kiefern sind dann auch kaum mehr als zwei Meter weg.


    Interessant also für uns auch, wie man solche Kollektionen sicher zuordnen und von den "Kiefernarten" morphologisch trennen kann.


    Funddatum: 11.10.2017
    Fundort: Viernheimer Heide, Umgebung NSG Glockenbuckel; Unter einer einzelnen Pappel in einer Kiefernschonung (nächste Kiefern ca. 2m entfernt);
    MTB: 6417/321
    Hüte nur jung in der Hutmitte mit aufliegenden, dunkleren Radialfasern, Hutrand ungerippt (ein älterer Fruchtkörper auch leicht gerippt), Oberflächen schmierig / klebrig (nicht ausgesprochen schleimig)
    Lamellen weiß, alt braun fleckend, dann bräunend
    Stiel weiß, befasert, einige Fruchtkörper sehr schwach schuppig, spät bräunend;
    Geruch initial unbedeutend, im Anschnitt stark mehlig
    Geschmack zunächst fast mild, jedoch nach einigem Kauen und beim Ausspucken bitter
    Fleisch sehr fest und kompakt
    KOH überall auf Hutrand blass rosa, ansonsten negativ; Guajak erst jenseits der 15 sek. an Stielspitze langsam positiv






    Sporen sind hier leider nicht aus einem Abwurf, sondern von der Huthaut genommen:



    LG, Pablo.

  • Hallo,


    wie von Ingo gewünscht:


    Konfidenzintervalle der Population
    Sporen [95% • 9 • SSP • v • H2O(nat) ] = 4,7 - 5,5 - 6,2 x 3,4 - 3,9 - 4,4 µm
    Q = 1,1 - 1,4 - 1,7
    V = 33 - 44 - 55 µm³


    Konfidenzintervalle der Mittelwerte
    lav x bav = 5,5 ±0,23 x 3,9 ±0,15 µm
    Qav = 1,4 ±0,09
    Vav = 44 ±3,4 µm³


    Messreihe ist normalverteilt. Ein Ausreißer wurde entfernt. Der Ausreißer war nach oben, was bedeutet, es besteht bei so wenig Messwerten eine Tendenz, dass die Mittelwerte ein wenig größer wären, wenn man mehr Sporen vermessen würde. Es könnte natürlich auch eine Fremdspore gewesen sein.
    Durch die nur wenigen vermessen Sporen werden natürlich auch die Konfidenzintervalle größer als bei den vorherigen Messreihen.Aber wie ja schon geschrieben sind es die Mittelwerte, die später verglichen werden.
    SSP in der Sporennotation steht zwar für Stiel-Sporen-Präparat, gilt aber natürlich analog auch für Sporen, die man von Hüten separiert hat.
    Vielleicht sollte ich SSP in Smaff in FSP (Freie Sporen Präparat) umbenennen? Ist dann auch im Aussehen SAP nicht so ähnlich.


    LG, Jens

  • Moin!


    Da die Sporen hier nicht aus einem Abwurf sind (da ist was schief gegangen), ist das natürlich mit Vorsicht zu genießen: Es gab im Umkreis von einigen Metern weitere Ritterlinge (Trich.terr, imbricatum, Kollektion #9 - die aber voraussichtlich einen anderen Q-Wert haben wird). Fremdsporen sind also möglich bei Sporen aus HDS - Präparaten.
    Auch die Größen muss man kritisch betrachten. Insofern gut, daß du den Ausreißer nach oben (rechter Bildrand, zweite Spore von oben?) rausgenommen hast. Auch so noch deutet sich ab: Sporen bei ähnlichem Quotient vor allem im Mittel größer als bei Kollektion #14/I. Muss nichts heußen, könnte aber.



    LG, Pablo.