Posts by Alis

    So, nun zur Sache.
    Vielleicht geht es hier schon zu sehr ins Detail oder gehört in ein Extra Thema:
    In der Ausbildungsordnung steht unter anderem:
    "· Verzehr nur von Speisepilzen aus der Liste (nicht roh!)"
    Mein letztes Steinpilzcarpaccio ist bei meiner Frau und zwei Gästen sehr gut ange- und bekommen.
    Ist so etwas tabu?
    Klar, dass ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass Pilze grundsätzlich nicht roh verzehrt werden. Bis aus wenige Ausnahmen.
    Das Risiko durch Fuchsbandwurm ist natürlich nicht völlig auszuschließen, aber nach meiner Einschätzung vertretbar.
    Letztes Jahr habe ich im Ferienprogramm zwei mal auf dem Lagerfeuer Pilze gebraten. Hat funktioniert, aber werde es dieses Jahr nicht wieder tun.
    Mal sehen, ob meine Stammkunden es vermissen.
    Was anderes: Pilze im Wald probieren. Ich vermute mal, das das für einen Pilzcoach eher auch tabu ist.
    Ich habe es in der Vergangenheit mit Kindern schon gemacht. Nach eindringlicher Belehrung dazu und nur Freiwillige.
    Darauf angesprochen, hat Walter Pätzold bei jüngeren dringend davon abgeraten. (weiß nicht mehr, wo er die Altersgrenze angesetzt hat)
    Andererseits habe ich bei einer Schlussbesprechung die Kinder gefragt, was am besten war, und einige haben gesagt: das probieren.
    Waren Speitäublinge und milde Täublinge. Bei ersteren ist es dann unvergesslich, warum der so heißt. (nicht alle waren davon begeistert, aber ich hatte sie gewarnt)
    Wie denkt ihr darüber. Gibt es eine offizielle DGfM-Linie dazu?


    Gruß Alis

    Liebe Rita,


    danke für die Hinweise. Ich hatte gedacht, dass an einem der drei Termine die speziellen Inhalte für PSV behandelt werden. Ist aber nicht so.
    Ich würde diese spezielle Weiterbildung für PSV keinesfalls als Pflichtfortbildung bezeichnen. Ich ziehe es jederzeit vor, bei dir im Kurs zu sitzen, als auf der Baustelle zu arbeiten. Leider hat das Vergnügen seine Grenzen. Zwei Tage gehen normalerweise immer, bei drei Mal wird es schwieriger.
    Ich weiß noch nicht, ob ich mich als Pilz-Coach-Ausbilder betätigen möchte. Wenn ja, ist es sicher kein Schaden, bei Anfängern zu sitzen und denen die Merkmale eines Pifferlings nahezubringen.


    Es gibt schlimmeres auf der Welt als die Bezeichnung Pilz-Coach. Ich habe meinen Meinung dazu kundgetan und füge mich der Mehrheit.
    Ich erwarte aber wenigstens eine korrekte Schreibweise: Pilz-Coach oder Pilzcoach, aber nicht PilzCoach. Sonst werfe ich euch dem Zwiebelfisch vor!
    Da ich gerade dabei bin: ich habe auch ein gespaltenes Verhältnis zu manchem, was als politisch korrekt gilt, liebe angehenden Pilzcoachinnen und Pilzcoacher. Aber lassen wir das hier.


    viele Grüße


    Alis

    (gleichnamiges Buch von Bastian Sich war kürzlich meine bevorzugte "Sitzungslektüre")


    Hallo zusammen,


    Fröhlicher Schmerz, vielleicht auch fröhliche Geburtswehen für ein gutes deutsches Wort.

    Quote

    Wir haben auch mit dem Namen gerungen und sind nach unserer Diskussion zur Namensgebung zu dem gleichen Ergebnis gekommen wir ihr, dass PilzCoach doch wohl doch der passendste Begriff ist ;).

    Also ich ringe immer noch und kann euer Ergebnis noch nicht teilen. Mir dreht sich bei dem Gedanken immer noch die Zunge im Hals herum.


    Weder http://leo.org noch http://synonyme.woxikon.de haben mir aber weitergeholfen, nicht einmal der Anglizismenindex auf http://vds-ev.de
    Dort gibt es immerhin eine schöne Karrikatur zum Thema Coach. http://vds-ev.de/karikaturen-aindex (nach unten rollen)
    Ich schätze durchaus die Kürze englischer Begriffe, wenn sie passen.
    Der Begriff Coach kommt der Sache schon recht nahe, trifft es aber meiner Ansicht nach auch nicht so ganz.
    Wir wollen die Leute ja nicht auf Pilze trainieren und nicht einmal nur bei der Pilzkunde betreuen.
    Wir wollen sie für Pilze begeistern, zu ihnen hinführen. Wörtlich und im übertragenen Sinne.
    "Der" Führer sollte doch nun lange genug tot sein, dass man das gute deutsche Wort Führer wieder gebrauchen kann.
    Der Waldführer geht ja auch. Warum dann nicht der Pilzführer? (wobei das auch nicht hundertprozentig passt)
    Diese Tage habe ich im Radio gehört, dass nun in der Wutachschlucht "Wanderscouts" etabliert werden sollen. Poor old Germany
    Vielleicht findet sich doch noch ein besseres Wort für den
    "Leute-zu-den-Pilzen-Hin-Führer,-Über-Pilze-Informierer-und-für-die-Pilze-Begeisterer"
    Ansonsten soll der PilzCoach auch nicht an mir scheitern.


    Gruß Alis

    Hallo Rita,


    ist der Plan für Hornberg so, dass dann im November auch die Prüfung stattfindet und der zweitägige Kurs für PSV eben davor stattfindet?
    Oder kann man den schon im Frühjahr machen?
    Ist das bisherige Interesse hauptsächlich aus den Reihen der PSV oder gibt es viele Interessierte, für die die PSV-Ausbildung zu "hoch" ist?
    Vermutlich ist es noch zu früh für so eine Einschätzung.


    viele Grüße
    Alis

    Liebe Rita,


    finde ich eine gute Sache. Ich mache seit vier Jahren Ferienprogramm mit Kindern. Ich mache das gerne und möchte mich da noch verbessern.
    Ich mache da mit.
    Wünschen mir allerdings eine deutsche Bezeichnung. Oder verstehen die Kinder heutzutage Anglizismen besser als deutsch?
    Ist vielleicht eine Marotte von mir, aber ich will nicht glauben, dass irgend etwas besser sein soll, nur weil es einen englisch klingenden Namen hat.
    Warum nicht einfach Pilzlehrer?
    Ich suche noch nach guten Alternativen.
    Pilzonkel oder Pilztante? Pilz(-kinder)gärtner? Pilzgeist?


    viele Grüße
    Alis

    Die Moderation scheint im geschlossenen Bereich des Forums ebenso wenig zu greifen wie vor der Schließung.

    Hallo Ewald,


    das Zitat stammt zwar aus einem anderen Beitrag, aber ich greife das hier mal auf.
    Ich bin auch der Meinung, dass es bisher kaum was zu moderieren gab.
    Und ich hoffe, dass dies auch in Zukunft selten nötig sein wird. Ich hoffe, dass die Forumsteilnehmer das weitgehend übernehmen.
    Ich versuche es mal:
    Ich verstehe, dass Sie in der Vergangenheit eine schwere Zeit hatten und einiges einstecken mussten.
    Andererseits haben sie nach meinem Empfinden auch öfters überreagiert. Ich will es aber gerne dabei belassen.
    Die Bemerkungen von Thomas halte ich für unpassend.
    Ich bedanke mich für ihren Hinweis und freue mich, dass Sie sich im Forum beteiligen.
    Ich lese heute zum ersten Mal von einem Pilzcoach.
    Was das noch eine Idee des vorigen Präsidiums?
    Ich hätte schon erwartet, dass wir sowas hier als erste erfahren. Klar, dass mal für die Homepage Zeit braucht.
    Aber ein kurzer Hinweis im Forum wäre ja kein Problem gewesen.
    Wird wohl seine Gründe gehabt haben, dass es so lief.


    viele Grüße
    Alis

    Hmmm,


    erst mal Danke Peter für deine Einschätzung.
    Offensichtlich habe ich bisher nur die ganz dünnen, zarten Formen zu Gesicht bekommen, so wie z. B. bei Gminder abgebildet.
    Die Hutstruktur bei diesen Exemplaren sieht doch ganz anders aus. Nun denn, wieder was gelernt.


    Gruß Alis

    Liebe Pilzfreunde,


    ich bin heute abend angerufen worden weil auf einer Pferdekoppel ungewöhnlich viele Pilze aufgetreten sind.
    Da war erst mal ein üppiges Büschel von Melanoleuca verrucipes.
    Und dann jede Menge von - keine Ahnung was. Ich habe mal bei Bolbitius angefangen zu suchen, habe aber heute keine Zeit und Nerv mehr, mich da reinzuhängen. Offensichtlich sind sich in der Gattung die Experten auch nicht einig. Vielleicht liege ich auch ganz daneben.
    War fast ein Hexenring um eine Kiefer, aber ich vermute mal, dass der eher zufällig war.
    Ich hoffe mal, dass jemand hier die Art kennt.




    Gruß Alis

    Ich fürchte auch, dass die Schnecken schneller sind und alles wegputzen.
    Eine Dreiergruppe ist zudem der Mähmaschine der Gemeinde zum Opfer gefallen.


    Je nach Standort erscheint die Art zu unterschiedlichen Zeiten. Hier Anfang Juni, in einem anderen Lößhohlweg auf der Schattenseite Anfang Juli.
    Ganz überrascht war ich letztes Jahr, als ich am 1. Oktober Material für die Hornberger Ausstellung gesucht habe.
    Da stand einer allein in den Rheinauen und rief: "nimm mich mit"
    (daneben der bislang letzte Fund von O. discorosea)



    viele Grüße


    Alis

    dein Pilzjahr läuft ja richtig gut an :thumbup: . Schon wieder eine Art, die ich noch nie zu Gesicht bekommen habe.

    Ja, die Durststrecke scheint vorüber. Den Eichhasen habe allerdings auch ich noch nie gesehen, habe aber nun Dank Harry gute Changen dazu.
    Wir beide waren heute in meinen Sommersteinpilzgründen und wurden angenehm überrascht.



    Gruß Alis


    PS
    Nicht alle Pilze auf dem Bild sind zum Verzehr geeignet.

    verrätst Du noch, in welchem Bereich der Republik??

    Hallo Harry, ich würde es gerne genau wissen. Am Baggersee in Schutterwald oder im Kinzigtal?
    Schon einen Luridus in der Hindenburgstraße gesehen?
    Der Tintenfisch ist bei Diersburg und Zunsweier auch häufig.
    Ich hatte bisher keine Zeit für Pilze. Am Freitag abend habe ich den ersten Amanita strobiliformis in Lahr gesehen. Den finde ich in Lößhohlwegen bei uns.
    Scheint aber bisher zu trocken gewesen zu sein.
    Da ich während der Woche draußen arbeite und am Sonntag morgen in der Kirche bin, freue ich mich meist über Regen am Sonntag.
    Den gibt es jetzt immer noch reichlich. Morgen droht mir da Ungemach und ein nasser Pelz.


    viele Grüße


    Alis


    Wolfgang
    Harry wohnt 5 km nordwestlich von mir

    Hallo Uschi,


    an was hast du die Bestimmung von T. cupularis festgemacht.
    Ich habe nur Pilze der Schweiz zur Verfügung, und dort lese ich, dass die Abgrenzung zwischen den beiden Arten nicht immer einfach ist, wenn nicht beide Arten vorliegen. Wer hat das schon?
    Ich müsste die Sporenbreite messen und die Paraphysen genauer anschauen. Aber wahrscheinlich landen die Exsikkate erst mal auf dem Stapel unerledigtes.
    Immerhin scheint die Bestimmung schon auf zwei Arten genau zu sein und die eine Art vermutlich richtig. Ist doch schon war für einen Asco-Erstfund.


    viele Grüße


    Alis

    Beim Besuch von Harrys Becherkoralle sind uns noch andere Becher begegnet.
    Wahrscheinlich was triviales, aber für uns eben neu und unbekannt.
    Die älteren Fruchtkörper gaben eine schöne Sporenwolke ab.
    viele Grüße


    Alis



    Harry hat mir gestern die Stelle gezeigt. Auf dem liegenden Stamm gab es immer noch mehrere Fruchtkörper, die meisten schon ziemlich am Ende.
    Hier der frischeste:




    Habe ein Stück mitgenommen. Wenn jemand das gerne haben möchte, bei mir anfragen.


    viele Grüße


    Alis

    Hallo Wolfgang,


    schau mal hier: http://www.fundkorb.de/?Fundko…p%3B_%28Schseff.%29_Bres.M
    Das sollte nicht allzuweit von dir sein.


    Die Funde konzertrieren sich hauptsächlich (in meinem Fall ausschließlich) entlang des Rheins.
    Mein Erstfund war auf Pappel. Aber es werden auch andere Laubhölzer besiedelt. Ich konnte die bisher nicht sicher zuordnen. Letzte Woche habe ich mit dem Messer rumgeschnitzt und vermute Eiche an der Stelle. Müsste ich aber genauer prüfen. Ich meine, auch an Ahorn gesehen zu haben.
    Walter Pätzold erwähnte mal, dass er die Art früher nie in den Rheinauen gesehen hat. Ganz offensichtlich breitet sie sich aus.


    Gruß Alis

    Typisch die jung adrigen Lamellen. Bei so einem großen Hut habe ich das bisher auch noch nicht beobachtet

    Während alt der Sägeblättling deutlich wird

    Ebenso die Hüte: jung gewölbt und filzig

    Und alt eben trichterförmig und feinkörnig

    Die Hutfarbe kann auch deutlich dunkler sein




    viele Grüße
    Alis


    Alis