Posts by Stefan Fischer

    Hallo Tobias,


    danke für den Hinweis auf die gute Übersicht zum Thema Medizin und Psilocin. Wichtig ist meiner Meinung nach sich unbedingt mit den Originalstudien zu beschäftigen, damit man die noch ungeklärten Fragen versteht. Die Anwendung unter ärztlicher Vorbereitung und Aufsicht ist wohl ein wichtiger Punkt dabei. Über das Für und Wieder muss dringend aufgeklärt werden, um Schäden durch Selbstexperimente zu vermeiden, da die Behandlung mit diesen Stoffen noch nicht genügend untersucht ist und wohl auch nicht für alle Betroffenen zum positiven Ergebnis führen muss. Ein genau dosierbarer, synthetisierter Wirkstoff, in kontrollierter Einnahme, wäre mir im Ergebnis lieber als der riskante Verzehr einer Hand voll eingesammelter Pilze. Um darüber zu referieren bedarf es sicher auch einer großen medizinischen, kulturellen und auch mykologischen Expertise. Dann kann sich auch die DGfM dazu positionieren.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo Tobias,


    der Pantherpilz ist wohl noch eine ganz andere Kategorie. Gerade im Moment häufen wieder sich die schweren Vergiftungsfälle mit komatösen Krämpfen in Krankenhäusern, wie mir gerade gestern aus Mecklenburg-Vorpommern berichtet wurde. Roh ist auch der Fliegenpilz sicher nicht zu unterschätzen. So harmlos ist die Ibotensäure als Prämuscimol ja auch nicht. Muskelkrämpfe und Delirien sind gefährlich. Pilze sind auch keine Drogen mit gleichbleibenden Inhalten. Auch das Alkaloid Muscimol kann bei Überdosierung zum Kreislaufversagen führen. Giftpilze sind immer wie eine hölzerne Brücke über den Abgrund. Es könnte auch morsche Bretter geben.


    Sorry, auch wenn es Paul Stamets ist, werde ich mir nicht über 2 Stunden lang ein Video ansehen und anhören.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo,


    es gilt immer noch der Spruch von Paracelsius: "Allein die Dosis macht das Gift ...".


    Amanita muscaria ist ja nicht nur ein bekannter Rauschpilz, sondern wurde und wird immer wieder mal auch als Speisepilz angepriesen. Bruno Hennig (Handbuch für Pilzfreunde) war übrigens ein bekennender Fliegenpilzesser und wollte ihn mit seiner Berliner Gruppe sogar nach 1945 mal in einem Pilzbuch als essbar kennzeichnen. Belegt ist dies in einem Antwortschreiben von Johann Greis (Geschäftsführer der DGfP bis 1947) an Bruno Hennig.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo Compris,


    die auf unserer Homepage verlinkten Paper zum Pilz des Jahres 2021 bilden den aktuellen Forschungsstand zum Thema ab.


    Pilz des Jahres 2021: Grünling
    Der Grünling bewohnt vor allem sandige Kiefernwälder. Einst Speisepilz gilt er heute als giftig, weil er mehrere Todesfälle verursachte.
    www.dgfm-ev.de


    Es bleiben nach wie vor viele Fragen unbeantwortet.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Skyline,


    nach meinem Wissen ist die Stielfärbung für diesen Pilz so ganz ok. Das darf bis ins Schwarzbraune gehen. Ob es aber nun genau der Schwarzweiße Weichritterling ist, das wieder eine andere Frage, die ich nicht beantworten kann.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo Tobias,


    auch wenn keine "Behaarung" der Außenseite auf dem Foto erkennbar ist, würde ich den Pilz für den Dung-Teuerling Cyathus stercoreus halten. Wenn man eine Kappe öffnet müssten sich die Peridiolen finden lassen.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo Daniel,


    die schriftliche Prüfung ist mit dem notwendigen Lernwillen sehr gut zu bewältigen. Die Punktebemessung ist auch großzügig genug, um sie zu erreichen. Beim praktischen Teil kämpft man viel eher mit mit der großen Aufregung. Da hilft nur Sicherheit, Wissen und ruhiges Nachdenken. Da kommt dann bei der Freigabe zum Verzehr auch die berühmte "Vorfahrtsfrage" ins Spiel, die man keinesfalls falsch beantworten darf. Mit guter Vorbereitung ist aber auch das keine unüberwindbare Hürde. Das Gefühl, es geschafft zu haben ist übrigens toll. Viel Erfolg!


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo Peter,


    es geht doch hier nur um die Prüfung eines PSV, der in erster Linie mit der gängigen, makroskopischen Pilzwelt Deutschlands vertraut sein soll und konkrete Aufgaben zu erfüllen hat. Die PSV-Kenntnisse beruhen auf dem vorhanden Wissen und sollten auch vom Wissen eines Fachberaters Mykologie oder eines wissenschaftlichen Mykologen abgegrenzt sein. Bei den Pilzarten, mit denen ein PSV konfrontiert wird, geht man klar davon aus, dass sie nicht kontaktgiftig sind.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo,


    die Frage zur Kontaktgiftigkeit von Amanitin wurde in den DGfM-Mitteilungen 2015-1 beantwortet.


    Seiten aus DGfM-Mitteilungen 2015-1.pdf


    Ich denke es geht doch auch eher um die Frage, ob ein Kontakt eine Vergiftung auslösen kann und nicht darum ob ein Stoff in geringer Konzentration nachgewiesen werden könnte. Für mich ist die Beantwortung mit einem Nein korrekt. Extremfälle und individuelle Veranlagungen spielen dabei keine Rolle.


    Beste Grüße

    Stefan

    Liebe Pilzfreunde,


    heute, 19.08.2022 kam diese Mail von Slavomir Adamcik


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    Dear Russulaceae enthusiasts and coleagues,


    We already know tha a number of participats registered online succesfully for Russulales wokrskop 2022 in Jaca, Spain. If you see this message you are not registered even if you tryied to do so. We are very sorry for the inconvenience, but our website had problems for few days this week. We kindly ask everybody who wish to register and received this email to do it again


    we hope to see as much of you in Spain as possible!


    many thanks to Spanish organisers


    and hope to see a lot of you in Jaca


    Slavomir Adamcik

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    Liebe Pilzfreunde,


    folgende Einladung möchte ich euch nicht vorenthalten.


    Beste Grüße

    Stefan


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    Dear Russulales colleagues (abajo en castellano),


    We are glad to open the inscription period for the next Russulales workshop that will be held in Jaca very soon, between 2nd-8th in October 2022.


    You will find all kind of information in webpage of the workshop (https://internationalrussulalesworkshop.com/), that you can translate to nearly every language. Although you will be able to see the Google Translate English translation, we are working on a English version free of mistakes that will be published within a few days - and we apologize by the way for sending out this announcementd so late, getting the English version reay is taking much longer than thought and has delayed the whole process.


    You can sign up for the workshop either in this link (https://internationalrussulalesworkshop.com/inscripciones/), in which you can check the amount money you should transfer to our account before September 15th, depending of the length of your stay and type of room you wish to book. Please ensure that all the required information is filled properly in the form so you can send it. If you had any problem, please address your questions to contact russulales2020@gmail.com.


    We will be very pleased to welcome you in Jaca. We are sure that it will be a success. Hope to see all of you in Jaca!


    Warm regards,


    Chemi Traba, Joaquín Fernández, Luis Ballester, Francisco Javier Guzmán, Ibai Olariaga, Slavomir Adamcik, and Annemieke Verbeken

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    Hier der Text aus dem Bot. Centralblatt:


    A. inutilis B[ritzelmayr]. f[olio]. 101, 181; H. dunkel- bis schwarzbraun, faserig, glockenförmig, 2 5 br.; St. 50 h., 4 br., hohl, schwarzbraun; L. 5 br., e., dunkelgelbbraun, braun, abgerundet, angeheftet; Fl. wie der H. u. St. gefärbt, ohne Geruch; Spst. rosa; Sp. 12:8, s. unregelmässig vier- bis sechseckig; dem A. clandestinus v.; Herbst; IVa; Siebentischwald bei Augsburg, Wertachauen bei Inningen.


    Beste Grüße

    Stefan


    Vielleicht helfen die beiden PDFs weiter:


    Der Index ist aus:

    37. Bericht des Naturwissenschaftlichen Vereins Schwaben und Neuburg 1906


    Britzelmayr_Max_Berichte-Bayerischen-Bot-Ges-Erforschung-Flora_12_2_0069-0072.pdf

    Index zu M. Britzelmayr Hymenomyceten-Arbeiten.pdf

    Hallo,


    zur Roten Liste von 1992 habe ich beim Schreiben des Jubelbuches von Heinrich Dörfelt folgende Bemerkungen erhalten:


    "...

    Ich wollte nur zu Deiner Kenntnisnahme darauf aufmerksam machen, dass die "Rote Liste der Großpilze Deutschlands" die erste erfolgreiche gesamtdeutsche mykoilogische Arbeit nach der Wende war. Es waren Vertreter aller Bundesländer beteiligt, mehrere Gattungsspezialisten, und die Liste wird in fast allen Arbeiten über Naturschutz bei Pilzen zitiert, meist unter Benkert et al. oder DGfM & NABU. Sie war auch die Initialzündung für fast alle danach erscheinenden Roten Listen auf Länderebenen. Es gab 2 oder 3 Treffen in der NABU-Station "Gut Sunder", da saßen sich Kreisel und Krieglsteiner Auge in Auge gegenüber und es gab an den "geselligen" Abendstunden vor dem Schlafengehen interessante Diskussionen und auch manchen konstruktiven Meinungsaustausch. Die Entstehung der Arbeit hat ein gewisses zeitgeschichtliches Potential. Das Projekt war finanziell vom Bundesamt gestützt, die Treffen in Gut Sunder waren für die Teilnehmer kostenfrei, H.Schmid konnte in seinem Privatinstitut für das Projekt eine Hilfskraft einstellen. ..."


    Beste Grüße

    Stefan