Stadt-Champignon als Überträger von Parasiten?

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Es gibt 1 Antwort in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Stefan Fischer.

  • Hallo beisammen,


    das hatte ich nicht erwartet: Temperaturen regelmäßig jenseits der 30-Grad-Marke und am Straßenrand in der prallen Sonne schieben sich dutzende Fruchtkörper des Stadt-Champignons (Agaricus bitorquis) aus dem harten, trockenen Erdreich - nachdem der Pilz auch asphaltierte Straßenbeläge aufbrechen kann (selbst schon gesehen), verwundert letzteres zumindest nicht.



    Bei meiner Recherche für ein Artporträt bin ich in der de.Wikipedia auf einen interessanten Hinweis gestoßen:

    Zitat

    Der Stadt-Champignon ist essbar, allerdings eignen sich Fruchtkörper an stark befahrenen Straßen oder von Hunden frequentierten Plätzen wegen der Schadstoffbelastung bzw. der Gefahr von Parasitenaufnahme nicht zum Verzehr.

    Wie hoch schätzt ihr das tatsächliche Infektionsrisiko ein?
    Gibt es belegte Fälle, die diese Befürchtung belegt?


    Gruß, Andreas

  • Hallo Andreas,


    früher, in Leipzig, waren die schönsten Stadt-Champignons an den Straßenbäumen stark befahrener Straßen zu finden, meist direkt neben den üppigsten Hinterlassenschaften von Hunden. Stark vermadet waren sie eigentlich fast immer. Eine erhöhte Schadstoffbelastung und der mögliche Befall mit Parasiten ist so eigentlich offenkundig.


    Man sollte dabei auch beachten, das der Champignon sehr gern roh in den Salat geschnitten wird. Wenn dann nachts noch Füchse und Ratten um die Bäume schleichen... Vor diesem Risiko sollte man schon warnen.


    Wie real solche Befürchtungen sind und ob gar Fälle belegbar sind, darüber wird man sicherlich keine größeren Ausführungen finden.


    Gefunden an unverdächtigen Stellen und ohne Madenbefall würde ich sie natürlich gern erhitzt verspeisen.


    Beste Grüße
    Stefan F.