Posts by abeja

    Hallo,

    kleines Update:

    vermutlich werden sich bei diesen Fruchtkörpern keine Perithecien ausbilden (leider X/ ). Es waren bei meinem letzten Besuch nur noch 2-3 minimale, leicht bräunliche Fleckchen zu finden. Diese hatten nun einen schwärzlichen Rand, der sich (scheinbar) ablöste. Für mich sieht es so aus, als würden die Fruchtkörper absterben und sich nicht mehr weiter entwickeln.


    FG, abeja

    Hallo Rika,

    gut, die "Mittelkerne" hatte ich auch so gesehen. Wahrscheinlich hätte ich besser auf die Definition der Verbänderung in der Botanik zurückgreifen sollen, da wird das - für mich - deutlicher


    https://de.wikipedia.org/wiki/Verb%C3%A4nderung

    Quote

    Eine Verbänderung weist eine große Ähnlichkeit mit einer dichotomen Verzweigung auf, bei der sich die Scheitelzellen eines Sprosses in zwei Gabelsprosse teilen. Bei der Verbänderung bleibt der Teilungsprozess jedoch unvollständig, so dass sich der sonst punktförmige Vegetationskegel an der Spitze des Sprosses linear verbreitert. Hierdurch wird das folgende Gewebe nicht wie im Normalfall zylindrisch, sondern band- oder kammförmig und infolge innerer Spannungen häufig verdreht ausgebildet.


    Also Fasciation ist demnach eine unvollständige Teilung (eine nicht vollendete Verzweigung) und kein irgendwie geartetes Zusammenwachsen. Hier bei den Pilzen sieht es nach extremem (ohne deutliche Furchen) Zusammenwachsen aus und damit dann sehr wahrscheinlich doch Pseudo... , obwohl man nicht sieht, ob da ein "Ursprungspunkt" war (der sich unvollständig teilte) oder drei "Ursprungspunkte", die (nahezu komplett) zusammenwuchsen. :/ :S;)


    FG, abeja

    Hallo Rika,

    danke für deine Einschätzung, auf der verlinkten Seite hatte ich u.a. gelesen. Trotzdem wird mir nicht hundertpro. klar, ob hier eine Pseudof. oder eine echte F. vorliegt.

    https://www.pilzfotopage.de/Pi…4&t=7241&hilit=fasciation (betrifft einen deiner Funde)

    Quote

    2. Zur Missbildung:
    - Da fällt mir spontan/spekulativ nur eine "Verbänderung = Fasciation" ein:
    - Ich zitiere [1]: "Selten sind Missbildungen, bei denen der Stiel eines Fruchtkörpers nicht drehrund, sondern bandartig flach und nach oben verbreitert ist; der Hut ist dementsprechend nicht kreisrund, sondern im Umriss länglich elliptisch.

    ...Die Ursache der Verbänderung ist unbekannt."
    ---> Mein Problem ist, dass ich nicht weiß, wie sich eine Fasciation im Laufe der Fruchtkörper-Entwicklung entwickelt. "Langsam fortschreitend" oder bereits "beim noch jungen Fruchtkörper voll entwickelt.


    Denn hier bei meinem Fund sind auch die Stiele abgeflacht ohne Furchen (und keinerlei Hohlräume irgendwo, aber ich meine so etwas wie drei "Mittelkerne" zu erahnen.). Man findet eben sonst nur Bilder zu Pseudof. und weniger zur pilzlicher Fasciation,

    Vermutlich wird sich das nicht eindeutig klären lassen, auch weil die Stielbasen blöderweise fehlen.


    FG, abeja

    Hallo allerseits,

    ein paar braune Kulturchampignons lachten mich letztens mal wieder so an, dass sie den Weg in den Einkaufswagen fanden.

    Zuhause sah ich dann diese "Merkwürdigkeiten": es wirkt bei zwei Stücken so, als seien es jeweils ursprünglich ca. 3 Fruchtkörperanlagen gewesen. Sowohl die Stiele (leider schon zum Verkauf sehr knapp abgeschnitten) als auch die Hüte waren ohne sichtbare Furchungen zusammengewachsen. Die Stiele sind nicht mehr rund, sondern haben einen abgeflacht ovalen Querschnitt.

    Ergebnis: Pilze nicht "von der Stange", sondern fast in "Stangenform".


    Suchmaschiniert man "Pilze Fasziation", heißt es meistens "meintest du Faszination Pilze ?" ^^

    Aber den Begriff gibt es natürlich. Wie ich in anderen Foren lesen konnte (Beiträge von Gerd/ Graubart), gibt es oft "Pseudofasziation", wo die Fruchtkörper zusammenwachsen, meist am Stiel oder am Hut, aber eine deutliche Furche sichtbar bleibt.

    Hier sieht das m.M. nach anders aus, aber ich habe das so noch nie gesehen und bin daher unsicher, wie das korrekt zu bezeichnen ist.


    Pilzliche Unikate aus NL.


    FG, abeja


         

    Hallo,

    ich tippe doch auf einen Bakterienbefall. Bei Kulturchampignons habe ich das zwar noch nicht gesehen, aber bei "wilden Pilzen", z.B. bei Plicatura crispa.

    Sucht man "roter Bakterienbefall Pilze", stößt man auf die Aussage, dass Serratia Bakterien als Verursacher infrage kommen. Das könnte doch eine gute Möglichkeit sein ?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Serratia

    Quote

    Auf festen Nährmedien gewachsene Kolonien zeichnen sich oft durch eine rote Pigmentierung aus.[3] Verantwortlich dafür ist das von den Bakterien gebildete Prodigiosin. Die Kolonien auf einem Nährmedium, aber auch auf Brot, Polenta oder Hostien erinnern an Blutstropfen[4] (vergleiche Blutwunder). Das Phänomen wurde zuerst bei Serratia marcescens beschrieben, aber auch andere Serratia-Arten (z. B. S. plymuthica und S. rubidaea) wachsen als rot bis rosafarbene Kolonien.[5]

    FG, abeja

    Noch ein Bild von den Kraterpilzen.




    An einem anderen Ast dieser Vogelkirsche ein paar einzelne runde Gallerten, die ich für Weidenkreislinge, Exidia recisa halte.

    Mir war neu, dass sie neben Weide auch an anderen Hölzern vorkommen können, jedenfalls wird Kirsche auch genannt. Leider war ein Fruchtkörper zerfetzt, ein weiterer schwärzlich eingetrocknet. Aber an dem kleinen sehr runden Exemplar (auf dem Foto rechts) konnte man auf der Unterseite genau mittig den kleinen stielförmigen Ansatzpunkt festmachen.

    Beide Arten sind persönliche Erstfunde. :)




    An einem weiteren Ast saßen diese kleinen pleurotoiden Pilze, zur Zeit max. 7 mm groß, vermutlich eine Crepidotus-Art, die Lamellen sehen ja schon bräunlich aus. Ich versuche Sporenpulver zu erhalten, aber bei so Winzlingen hatte ich bisher immer Pech.


       


    Flechten-Spektakel an angefallenen Ästen.

    Zum zweiten Mal überhaupt sah ich Illosporiopsis cristiansenii, hier bei Physcia adscendens.

    Die auffälligen bereiften Apothecien und die weißpunktierten Lager der Flechte auf dem dritten Bild sprechen eigentlich für Physcia aipolia, aber man kann Physcia stellaris makroskopisch wohl nicht ganz ausschließen, da müsste man einen chemischen Test machen (K). (EDIT: von "Illisporium auf Illosporiopsis verbessert ...)


        


    Erst daheim ist mir auf dem Foto aufgefallen, dass ganz unten auf den Lappen noch schwarze Punkte sind.

    Das könnte vielleicht ein flechtenbewohnender Pilz sein? Als ich nach "lichenicolous fungi" gesucht habe, fand ich eine Checkliste: http://www.lichenicolous.net/

    Ich suchte in der Checkliste nach "Physcia" oder "aipolia" oder "stellaris" und ich denke, dass unter den genannten Möglichkeiten am ehesten Lichenochora in Frage kommt, wobei auf P. aipolia Lichenochora aipoliae vorkommen soll. Per Bildvergleich bin ich nicht sicher, ob das mein Fund sein kann. Die Art soll so etwas wie Gallen auslösen, wo dann der lichenocole Pilz Perithecien bildet. Das einzige makrokopische Bild zeigt schwarze Punkte mit einem stärker abgesetzten grauen Rand - aber vielleicht ist das nur eine andere Entwicklungsstufe. http://fungi.myspecies.info/all-fungi/lichenochora-aipoliae




    Noch ein Blick in Richtung Bach ... so viel Wasser. Die Stauung ist mal eingeführt worden, nachdem sommerliche Starkregen im Ort zu Überschwemmungen geführt hatten.



    Sich regen im Regen bringt Erstfund-Segen. :)


    FG, abeja

    Hallo allerseits,


    vor einer Woche hatte es hier ganz im Südwesten kräftig geschneit, inzwischen ist alles weggetaut - sogar eine Fönwetterlage mit deutlich über 10 Grad gab es ... und heute gestern, als ich nach längerer Pause mal in den Wald wollte: Regen.


    Trotzdem hat es sich gelohnt.


    Erst ein Bild vom Schnee, unser Südhang fast in eine Wolke gehüllt.




    Dann wollte ich schauen, ob sich Hypoxylon cf. ticiense weiter entwickelt hat, aber die Fruchtkörper sahen unverändert aus. Hier auf dem Übersichtsbild ragt der Eschenstamm, auf dem sie sich befinden, am rechten Rand schräg nach oben.



    Das andere Totholz, was da liegt, ist - soweit erkennbar - Weide, Salix spec.

    Daran ein schönes Exemplar von Daedaleopsis tricolor, Dreifarbiger Blätterwirrling


       



    An den Schnittkanten wächst resupinat ein heller Pilz. Es ist jener Rindenpilz, den ich im Dezember nicht zeigte, weil ich ihn für makroskopisch wenig markant hielt. Aber inzwischen habe ich dazu eine Idee. ;)


    Im Dezember sah man solche Mycelstränge und kleine Pilzflecken, die zusammenwuchsen - teilweise mit deutlich fransigem Rand.

    Die Farbe war sehr hell, fast weiß im trockenen Zustand. Außer einer leichten Ablösbarkeit fiel mir sonst nichts Besonderes auf.


      


    Nun, einen Monat später sind die Flecken etwas größer, die Ränder weniger fransig, die Farbe feucht eher rosa, teilweise sieht man eine strahlenförmige Oberflächenstruktur. Die Pilze sind extrem leicht ablösbar, wie ein weiches Häutchen.

    Vor allem aber: der Pilz rötet deutlich auf der Oberfläche beim Reiben.

    Ich vermute hier sehr stark Corticium roseum, den Rosafarbenen Rindenpilz (an Salix)


      


    Dann sah ich, was Schnee und Sturm im Wald angerichtet hatten: sehr viele Bäume sind entwurzelt und abgebrochen, viele Wege sind zur Zeit unpassierbar. Quer über dem schmalen Pfad lag ein stark mit Efeu bewachsener abgeknickter Stamm einer Vogelkirsche (Prunus avium).




    Auf dem Stamm fand ich ganz junge Fruchtkörper vom Kirschbaum-Gallertpilz, Ditangium cerasi (Craterocolla cerasi).


    Hallo,

    beim Anblick der Röhren denke ich, dass sie "schillern".

    Könnten das vielleicht ältere Inonotus cuticularis sein? Da wäre die Verwandschaft zu den Feuerschwämmen, mit Sicherheit gibt es eindeutige Mikromerkmale, die ich aber nicht parat habe.

    Oft sieht man Bilder von jüngeren Exemplaren, aber manche Bilder von älteren Fruchtk. finde ich ähnlich, auch die Porenschicht.


    FG, abeja

    Hallo,

    zu dem Thema wollte ich gerade etwas schreiben, aber der Thread befindet sich ja in DGfM-intern.


    Es gibt mehrere franz. Seiten, wo der Pilz wie bei uns als essbar bezeichnet wird: "comestible" .

    Das Buch von M. Bon ist ja ursprünglich auch aus Frankreich (allerdings schon älter).


    https://www.mycodb.fr/fiche.ph…arius&espece=salmonicolor

    https://www.pharmanatur.com/Lactarius%20salmonicolor.htm


    Ein Video der Uni Lyon: "comestible" (ab 0:56 ... unangenehmer Geruch, Geschmack adstringierend und mehr oder weniger pikant, bei 1:22 essbar)

    External Content www.youtube.com
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    Aus dem Fernsehen (2018, erneuert 2020)

    https://france3-regions.france…salmonicolor-1543268.html

    "Comestible, sa saveur légèrement amère en fait un champignon de moyenne qualité. Bien que le lactarius salmonicolor ne soit pas toxique, il peut être désagréable en bouche." (Essbar, ein wenig bitter, mittlere Qualität. Obwohl er nicht giftig ist, könnte er unangenehm im Mund sein.)


    Mit "santé" oder "medicinal" kommt nur Positives.


    Mit "toxique" kommt z.B. so etwas:

    https://www.cc-coeurdujura.fr/…C3%A0%20lait%20orange.pdf

    L. deterrimus: am wenigsten geschätzt, manche bezeichnen ihn als giftig

    L. salmonicolor: mittlerer Speisewert ...


    Ich mag ihn ... aber nur gebraten, keinesfalls in viel Flüssigkeit herumgeschmort oder geköchelt, dann finde ich den Geschmack überhaupt nicht mehr lecker.


    FG, abeja

    Hallo Rudi,

    danke für die interessanten Vergleichsbilder!


    Neben den "goldigen Trompetchen" wuchsen an dem Stumpf noch "weiße Glöckchen".

    Da die Becherchen vor Ort noch wenig entwickelt waren und es fast zu dunkel zum Fotografieren war, nahm ich ein Stück von dem morschen Holz (ein "Wurzelbein" befand sich bereits in Auflösung) mit nach Hause.

    In meinem Balkonkastenminiaturökosystem haben sie sich gut entwickelt - bis zu der sagenhaften Größe von ungefähr 1 mm ^^. Mir wurde beim Anblick so weihnachtlich zumute ...


    Ich wünsche allen möglichst angenehme Festtage und ein wunderbares 2021.

    Hallo allerseits,

    danke auch für deine Einschätzung, Harald.


    Das "ich sollte links liegen lassen" oben bezog sich auf die mir bekannte Tatsache, dass man Rindenpilze soooo nicht mit Sicherheit benennen kann ... meistens. Ihr sagt mir also eigentlich nichts Neues. :)

    Trotzdem schaue ich mir so etwas hin und wieder an und dann stelle ich das auch noch hier ein. Warum nur, das könnte ich doch auch lassen?

    Glaubt mir, häufig genug lasse ich das - wenn mir die Farben, die Ränder und die Oberflächen zu uncharakteristisch erscheinen.


    Manche Rindenpilze sind aber für meine Begriffe makroskopisch auffällig und ich spekuliere darauf, dass man sie doch ein wenig eingrenzen kann.

    Natürlich kann man sich dann fragen "ja, was soll denn das?", "das bringt doch nichts!" diese ganzen "Cfs" oder "Oders" im Fotoalbum. Ich lese dann aber ein wenig über die Möglichkeiten. Die große Menge an ähnlichen Phanerochaete-Arten war mir zum Beispiel noch nicht bewusst - auch nicht, wodurch sie sich makroskopisch auszeichnen. Ich denke, das geht doch einigen noch nicht ganz so fortgeschrittenen Pilzinteressierten so.

    Bei mir war das jedenfalls immer so, dass ich auf diese Weise quasi nebenbei etwas mitbekommen habe (ob ich es nun darauf anlegte oder nicht ...).


    Mir bringt das was, wenn jemand sagt: "neeee, kann nicht sein ... weil" oder "könnte sein, gute Möglichkeit ... aber" inklusive dem Hinweis auf die wichtigen Mikromerkmale. Andererseits brenne ich nicht (sorry!) dermaßen für die Pilzbestimmung, dass ich es in jedem Fall ganz ganz ganz genau wissen muss.

    Jetzt z.B. habe ich noch einen Fund, den ich aber nicht einstelle werde. :saint:

    Weil der ist mir zu uncharakteristisch ... hell cremefarben, ablösbar, fransiger Rand, auf Laubholz. Der Pilz erinnerte an Ablösenden Rindenpilz (... aber der hat ja keine auffälligen Rhizomorphen. Oder am Rand doch manchmal winzige Fusselchen, wenn ganz frisch ...) Und er erinnerte an Steccherinum fimbriatum (... aber die Oberfläche passt ja überhaupt nicht! Oder sie könnte sich noch entwickeln ... aber das würde man wahrscheinlich schon ein wenig sehen ...).

    Nun ja ... abwarten, vielleicht wird das noch deutlicher. (Oder : eigentlich auch egal.)

    Aber ... "Essenz" von dieser Geschichte: es könnte eine von "diesen" Phanorochaete-Arten sein, weil diese sich häufig durch diese Farben, diese Oberflächen + Rhizomorphen am Rand (und auf der umliegenden Fläche) auszeichnen. Aber Phanerochaete sordida, die hier oben ins Spiel gebracht wurde, ist da wohl eine Ausnahme, denn die hat das nicht.


    FG, abeja

    Hallo Andreas,

    da hatte ich mich mit der Rötung bei Stereum wohl missverständlich ausgedrückt. Es war ja (für mich) verwunderlich, dass der Pilz in sehr feuchtem Zustand nicht gerötet hat. Da erschien er allerdings an manchen Stellen an der Oberfläche sowieso schon recht rot zu sein. Er rötete aber auch nicht an den helleren Stellen. Dann zu Hause ... Pilz leicht abgetrocknet ... und dann wieder mit feuchtem Finger gerubbelt/gekratzt: keine Rötung.

    Erst in der Folgewoche beim Pilz vor Ort (oberflächlich trocken, siehe Sonnenbild): Rötung ohne Probleme.


    Nun ja, der Rindenpilz ... ich sollte Rindenpilze links liegen lassen. ^^

    Dieser erschien mir nun sehr auffällig ... eigentlich auch ein wenig gelber als es auf den Fotos herüberkommt. Dann ist der stark fransiger Rand in der Kombi mit den restlichen sichtbaren Merkmalen wohl nicht eindeutig genug ... schade.

    Phanerochaete sordida habe ich mir nun angeschaut (ist in meinen Büchern nicht enthalten). Auffällig (und eigentlich nicht zu meinem Pilz passend) ist da allerdings die Aussage zur Makroskopie (wenn das stimmt, das kann ich nicht beurteilen)

    "anfangs von rein weisser, später etwas gelblicher Farbe. Oberfläche des Pilzes wellig höckerig, Rand gleichartig, nicht faserig, oft etwas krümelig." aus http://www.pilzbestimmer.de/Detailed/21352.html

    Oder andere Quelle ... das ist ja ein verzwickter Artenkomplex:

    https://www.researchgate.net/p…_on_Phanerochaete_pallida

    zur Makroskopie von Ph. sordida :

    Quote

    Basidiomes annual or biennial, effused, 0.2–0.5 mm thick, pellicular to densely membranaceous. Margin first byssoid

    to floccose, cream-colored, later compact, pale cream-colored to pale ochraceous, firmly attached to the substrate. Hymenial surface first even, cream-colored, in older basidiomes strongly cracking, pale to dirty ochraceous, sometimes with reddish or vinaceous tints.

    FG, abeja

    Nur als "Gimmick" zwischendurch (keine Pilze außer Flechten ... vielleicht):

    ein Bild von Kalkfelsen, an denen der kleine Pfad vorbeigeht.

    Ich sah einen finster blickenden Löwen mit Mähne in den interessant geschichteten Steinen.



    Man glaubt es kaum, aber Stereum rugosum, der Rötende Runzelschichtpilz ist (im guten Zustand) ein Erstfund für mich. Letzte Woche hatte ich diese Ansammlung am liegenden Laubholzstamm (vermutlich Linde) entdeckt. Ich hielt es für die Art, konnte aber gar keine Rötung hervorbringen.

    Im feuchten Zustand war der Pilz insgesamt sehr rot, aber auch dunkelbraun und einige Flecken heller braun. Nirgends hat es beim Kratzen gerötet, so dass ich sehr unsicher war, ob es nicht etwas anderes sein könnte. Die Hutoberkanten waren minimal behaart.

    Jetzt bei trockenem Wetter waren alle Teile viel heller (aber immer noch etwas unterschiedlich gefärbt) und alle zeigten das "vorschriftsmäßige" Verhalten. :)


    links und mittig, feucht ohne (zusätzlich hervorrufbare) Rötung (auch zu Hause im angetrocketen Zustand keine Reaktion) - rechts eine Woche später, trockener Pilz mit Rötung nach Ankratzen

       


    Das Ensemble im trockeneren Zustand



    FG, abeja

    Hallo allerseits,


    Anfang November sah ich im Mischwald (Hochrhein, ca. 450 m Höhenlage) auf zwei liegenden überwiegend entrindeten Fichtenstämmen großflächig (von einigen cm bis über 1 m lang) den nachfolgenden Rindenpilz.

    Die hellgelbe Farbe, den weißlichen ausgefransten Zuwachsrand und das ausgedehnte resupinate Wachstum hielt ich für makroskopisch ziemlich markant. Deshalb habe ich - mal wieder - versucht, dem Pilz einen Namen zuzuordnen.

    In FoTE (+ I-net) bin ich auf Gloiothele citrina / Vesiculomyces citrinus (Zitronengelber Gloezystiden-Rindenpilz) gestoßen.


    Wäre das eine gute Möglichkeit - oder gibt es eine bessere Alternative ?

    Ein Pröbchen ist bei Interesse auch vorhanden.


        


    mit der "Ultra-Nah-Kamera"



    6 Wochen (jetzt) später war ich noch mal an der Stelle, die großflächigen Beläge sind nun lückig und in Auflösung begriffen. An einer Stelle waren aber kleine (2 cm) große "Tupfen". Bei den kleinen neuen Fruchtkörpern war die Oberfläche relativ weich, man konnte von der Oberfläche etwas abwischen. Die Pilze sind nicht ablösbar, man kann sie nur zusammen mit etwas Holz entnehmen.

    Im Dezember, in Auflösung

     


    Im Dezember, Neubildung

    Hallo Andreas,

    das habe ich eben gemacht: genau so sah es aus!

    Nachdem ich gestern die Bilder gesehen hatte, hatte ich eigentlich keine Zweifel mehr an Hypoxylon.

    Nur ... da muss man ja erst mal drauf kommen. Jedenfalls hat das meine Sicht auf Hypoxylon erheblich erweitert, bisher kannte ich nur eine flächige Art und auch nicht so bunte Farben.

    Die Oberfläche ist aber auf jeden Fall anders als bei (den mir bisher bekannten) Rindenpilzen, das hätte mir schon mal komisch vorkommen können.

    Nun heißt es also abwarten bis sich die Perithezien entwickeln. Da könnte es vielleicht - siehe franz. Seiten - makroskopisch farbliche Unterschiede zwischen den beiden in Frage kommenden Arten geben.

    Quote

    Another diagnostic feature could be the colour of the discoid area surrounding the ostioles, black in H. subticinense, absent or white in H. ticinense, but this should be checked on more material before being considered constant.

    Was mich auch noch etwas verwundert ist die Beschreibung des Habitats.

    H.t. soll zumeist auf der Unterseite von feucht liegenden Laubholzästen vorkommen (also mit Bodenkontakt und daher mehr oder weniger dauerfeucht), während bei H. s. auch tote Äste oder absterbende Sträucher oberhalb des Erdbodens, also ohne Bodenkontakt genannt werden.

    Bei meinem Fund handelt es sich wie gesagt um den abgesägten Stammrest einer jüngeren Esche ... eher luftig, kein Bodenkontakt, das Ganze in Südhanglage/Waldrand.

    Normalerweise ist es da so trocken (Wasser fließt schnell ab), dass man gar nicht nach Pilzen Ausschau halten braucht, die ohne Holz auf dem Boden wachsen. Man findet da allerhöchstens holzbewohnende Pilze nach längeren Feuchtperioden oder eben die Arten, die rel. trockene Lagen bevorzugen.


    FG, abeja