Posts by Andreas Kunze

    Guten Abend beisammen,


    heute wurde ich auf folgende Meldung aufmerksam, die auch für PSV relevant sein könnte:


    Zwei 67 Jahre und 69 Jahre alte Männer haben am Dienstag in einem Wald nahe Ibach bei Waldshut (Baden-Württemberg) ihren Kofferraum mit 19 Kilogramm Steinpilzen beladen. Einem Zeugen fiel die große Menge auf, der daraufhin die Polizei verständigte. In der dpa-Meldung steht wohl, dass laut Gesetz jede Person pro Tag ein Kilogramm Pilze im Wald sammeln dürfe. Laut Polizei soll auf die beiden Männer jetzt eine Strafe in Höhe von 1.700 Euro zukommen. Jeweils ein Kilogramm ihres Sammelguts soll ihnen belassen worden sein. Die einbehaltenen Pilze sollen nach Auskunft eines Polizeisprechers an gemeinnützige Organisationen weitergegeben werden.


    Quelle: AbendZeitung München




    Bildquelle: Polizeipräsidium Freiburg

    Hallo abeja,

    Hemileccinum depilatum erscheint mir vom Hut her stimmend (beim alten Schlappen war das nicht mehr so deutlich zu sehen), der Stiel war stark wurzelnd und auch sowohl mit hellen Körnchen besetzt als auch leicht streifig, teilweise rotfleckig (eine Woche später bei neuen Pilzen war das nicht mehr so ausgeprägt), Geruch an der Stielbasis nach Jod, Poren etwas "neongelb" später grünlich.

    die Kombination aus eingedelltem (gehämmertem) Hut, körniger Stieloberfläche, roten Flecken (gerne am unteren Stielende), der Geruch nach Jodoform an der Stielbasis ist eindeutig. Toller Fund - gratuliere! :thumbup:


    Auch wenn bei dem alten Exemplar die Dellen nicht mehr so stark ausgeprägt sind, kann man sie noch erkennen. Ebenso den fleckig braun gefärbten Hut, weshalb er u.a. auch "Gefleckthütiger Röhrling" genannt wird.


    Ich kenne die Art hier aus Donauwörth, dort wächst der Pilz mitten in der Stadt bei Hainbuchen (solitär und als Hecke) unmittelbar auf einem Grünstreifen zwischen Straße und Parkplatz. Auf meiner Website habe ich den Fund porträtiert.


    Werde dort morgen gleich mal hinschauen - vielleicht habe ich ja Glück und finde ein paar fotogene(re) Exemplare. :S


    Gruß, Andreas

    Hallo Harald,


    danke für die Info.


    Ich bin unschlüssig, ob nur aufgrund einer abweichenden Farbe ein eigenes Taxon notwendig ist. Persönlich bin ich eher jemand, der einer Art auch eine gewisse Variabilität zugesteht. Nichtsdestotrotz begeistern mich natürlich seltenere Farbvarianten.


    Von der österreichischen Mykologin Irmgard Greilhuber stammt übrigens noch die Info, dass sie die weißen Steinpilze im Rahmen des ABOL-Projekts (The Austrian Barcode of Life) untersucht, um den taxonomischen Rang zu klären. Ob der Fund im Initialbeitrag ebenfalls Gegenstand der Untersuchungen ist, entzieht sich meiner Kenntnis.


    Gruß, Andreas

    Guten Morgen beisammen,


    gestern bin ich in der Facebook-Gruppe "Pilze und Schwammerln" auf einen interessanten Fund aus Österreich bei Wien aufmerksam geworden. Robert Hofrichter, Autor des Buchs "Das geheimnisvolle Leben der Pilze" (ISBN 978-3579086767) hat einen pigmentlosen weißen Steinpilz gezeigt. Mit seiner Erlaubnis darf ich den Fund und Fundnotizen hier posten - Peter Karasch , die Bilder dürfen auch im Portal der Pilze Deutschlands genutzt werden. 8)


    Quote from Robert Hofrichter

    Habe ich so noch nie gesehen: Boletus edulis var. alba (wenn es stimmt), zwei pigmentlose Steinpilze, und zwar 20 cm neben vielen ganz normalen Steinpilzen. Ich habe keine Erfahrung damit, wer hat so etwas schon gesehen? Südlich von Salzburg, Waldrand auf einer Weide bei jungen Fichten, fast ausschließlich auf Flächen, die nach Osten orientiert sind, ansonsten macht sich die Trockenheit noch bemerkbar, aber jetzt beginnen Steinpilze stellenweise massiv zu wachsen.

    [...] Ich kenne diesen Platz seit 30 Jahren. Noch nie ist dort ein weißer Steinpilz gewachsen, normale hingegen immer.


    Allen ein entspanntes und pilzreiches Wochenende


    Gruß, Andreas

    Hallo Stefan,


    danke für Deinen Tipp zur Artabgrenzung von A. leucothites und A. carneifolius.


    Ich habe eine Kollektion des Egerlingsschirmlings mitgenommen und werde zusehen, einen Sporenpulverabdruck zu erhalten.


    Kann der Geruch auch zur Differenzierung von Arten eine Rolle spielen? Die Frk. rochen im Feld unangenehm nach Lepiota christata, wenngleich nicht ganz so intensiv.


    Die Gattung Leucoagaricus scheint keine leichte zu sein.


    Gruß, Andreas

    Griaß Di Matthias,


    kann mich nur wiederholen: Funktionsanforderungen von Nutzern und die schwindende Unterstützung bei Problemen waren die ausschlaggebenden Gründe, die Software aktualisieren zu lassen.


    der vorgegebene Text hat in Grossbuchstaben und Anführungszeichen hat mir eine halbe Stunde Spass bereitet

    Kannst Du mir das bitte "für Dummies" erläutern? Im Moment weiß ich nämlich nicht, was Du meinst.


    Rabatt auf den nächsten Mitgliedsbeitrag? Das rechnen wir mit dem Schmerzensgeld fürs Öl-ins-Feuer-gießen der letzten Monate auf - soll ich Dir die Bankverbindung schon mal durchgeben? :saint:


    Gruß, Andi

    Servus Matthias,


    ich hatte im Vorfeld eine Demo der WoltLab-Suite ausprobiert. Aber auf die Idee, dass man in der weiterentwickelten Version des Kalenders einen Schritt zurück macht, indem die Zuordnung von Terminen auf jeweils eine Kategorie beschränkt wird, war ich leider nicht gekommen. *ascheaufmeinhaupt*


    Mein Fokus lag zwar auch auf dem Kalender, aber an anderer Stelle (Termine mit Dozenten-/Veranstalterinfos möglich? Terminliste mit allen Terminen des Folgejahres? Vergangene Termine einsehbar?).


    An dem Spruch "never change a running system" ist sicher etwas Wahres dran. Die Aktualisierung der Foren- und Kalendersoftware geschah jedoch nicht aus einer Laune heraus, sondern war Benutzereingaben und der Tatsache geschuldet, dass immer weniger Nutzer die Vorgängerversion einsetzen und dementsprechend auch die Zahl der Problemlöser und Ratgeber in der WoltLab-Community gesunken ist.


    Gruß, Andreas

    Liebe Vereinsmitglieder und Nutzer unseres Kalenders,


    am vergangenen Freitag, den 24. August 2018, hat die Fa. WoltLab die Foren- und Kalendersoftware aktualisiert. Leider unterstützt der neue Kalender überraschenderweise nur noch eine Kategorie pro Termin, was uns auf Nachfrage bestätigt wurde.


    Aus diesem Grund kann das zuvor übliche Vorgehen nicht beibehalten werden. Konkret sind künftig bei PSV-Weiterbildungen im Rahmen von Tagungen oder Seminaren zwei Termine zu erstellen: einer in der Kategorie "Tagung" und einer in der Kategorie "PSV-Weiterbildung beantragt". Im Zweittermin kann dann in der Beschreibung auf den Ersttermin mit den detaillierten Informationen verwiesen/verlinkt werden.


    Wir bedauern das sehr, denn eigentlich sollte der Kalender die Nutzer entlasten statt ihnen Mehrarbeit aufzubürden. Aus diesem Grund wurde bereits im WoltLab-Forum ein Verbesserungsvorschlag veröffentlicht, in einer künftigen Version wieder multiple Kategorien zu ermöglichen.


    Bitte entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten. Das Präsidium, der Fachausschuss PSV-Wesen und ich hoffen, dass Sie Ihre Termine auch in Zukunft in unserem Kalender bewerben, damit Interessierte Pilzkundler/innen an zentraler Stelle einen Überblick möglichst aller Veranstaltungen bekommen.


    Weiter alles Gute für Ihre Events und ein pilzreiches Wochenende!


    Schönen Gruß


    Andreas Kunze

    Webmaster der Deutschen Gesellschaft für Mykologie e.V. (DGfM)

    Hallo Stefan,


    danke für die Blumen, die aber zu einem großen Teil an die Fa. WoltLab gehen, die für uns das Upgrade des Forums vornahm. Hervorheben möchte ich die schnelle Behebung des Problems, dass unmittelbar nach der Umstellung keine Dateianhänge zugänglich waren. Außerdem erhielt ich auf eine weitere E-Mail-Anfrage sogar am Samstag eine Antwort - keine Selbstverständlichkeit.


    Natürlich sind noch einige Dinge zu erledigen, vor allem die Aktualisierung der Anleitungen. Wenn Dir (oder sonst jemandem) etwas auffällt und sei es auch nur eine Kleinigkeit, bitte einfach hier im Forum "Hilfe und Anregungen" posten oder mich per PN bzw. Konversation kontaktieren. Zur Zeit sammle ich alle Punkte in einer ToDo-Liste, die ich dann nach und nach abarbeiten werde.


    Ich wünsche Dir und der übrigen Community weiter viel Spaß beim Diskutieren.


    Gruß, Andreas

    Hallo Andreas,


    Eisen-III-Chlorid habe ich leider nicht vorrätig. Da ich den Frk. nicht mitnahm, kann ich das auch nicht mehr überprüfen bzw. ginge das überhaupt mit Trockenmaterial?


    Dennoch gut zu wissen, dass Du hier keinen C. rubellus siehst und Du Dir durchaus C. orellanus vorstellen kannst - danke für Deine Einschätzung!


    Gruß, Andreas

    Guten Abend zusammen,


    Mitte Oktober 2013 hatte ich im Mertinger Forst folgendes Einzelexemplar fotografiert und als Orangefuchsigen Raukopf (Cortinarius orellanus) abgelegt:





    Allerdings war der Fundort ein Nadelwald, insbesondere mit Kiefern. Eine Parzelle mit jungen Buchen war zwar auch in Blickweite, aber doch etwas abseits. Mittlerweile bin ich mir ob der Bestimmung unschlüssig, weil ich den gelben apikalen Stielbereich vermisse, siehe das Artporträt von C. orellanus auf meiner Website.


    Bin ich dem Spitzgebuckelten Raukopf (C. rubellus) oder gar einem andereren Schleierling, den ich bislang nicht auf dem Schirm habe, auf dem Leim gegangen? Für C. rubellus fehlt mir aber die Natterung am Stiel.


    Könnt ihr mir weiterhelfen?


    Gruß, Andreas

    Servus Pablo,


    danke für Dein Interesse an meinem Fund. Habe den Fund auch in der Facebook-Gruppe "Mediterranean Funghi" gepostet. Michael Loizides, einer der Admins dort, kommt zum selben Schluss wie Du:

    Quote

    Hi Andreas, i think it's just H. impolitum with a cracked pileus, this species in my experience is extremely polymorphic. In any case, i agree with you that this is indeed a Hemileccinum.


    Mein Mikroskop ist derzeit leider defekt, weshalb ich die Mikromerkmale nicht prüfen kann. Außerdem war der Fruchtkörper schon am Vergammeln, weshalb ich ihn vor Ort belassen habe.


    Deine Erinnerung mit den Unterschieden in der HDS täuscht Dich nicht, siehe hierzu auch den Abschnitt "Artabgrenzung" in meinem Porträt von H. depilatum:

    Quote

    Am sichersten lassen sich die beiden Arten mikroskopisch anhand der Hutdeckschicht differenzieren: Während H. depilatum vor allem in der Hutmitte kurzelliptische Elemente aufweist, ist die Hutdeckschicht bei H. impolitum fädig-hyphig strukturiert.


    Ladurner & Simonini (2003) schreiben Folgendes zur Differenzierung der beiden Arten:

    Quote

    X. depilatus is a close ally of X. impolitus, with which it shares many gross morphological features. The species [...] is separated from B. impolitus mainly because of the morphology of pileipellis terminal elements, inflated to spherical in X. depilatus and filamentous in X. impolitus, and the wider spores (X. depilatus: 5.4 µm on average, X. impolitus: 4.5 µm on average); the general habit of the basidiomata is an additional diagnostic feature: X. depilatus usually has a xerocomoid appearance, with large pores and slender, thin stipe, whilst X. impolitus generally has a boletoid appearance, narrower pores and a stout stipe.


    Allerdings meine ich mich zu entsinnen, dass die fädig-hyphigen Strukturen von H. impolitum im Alter - was wohl auf meinen Fund zutrifft - kollabieren können. Kann mich aber auch täuschen. Auf die Schnelle finde ich dazu keine Quelle.


    Den Fundort werde ich auf alle Fälle weiter beobachten - vielleicht werde ich dort nochmals fündig. 8)


    Gruß, Andreas