Pilze App gesucht

Für Diskussionen über die Gesellschaft, ihre Strukturen und Ziele dient ausschließlich das Board "DGfM e.V." als Plattform zum Meinungsaustausch.

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Peter Karasch.

  • Hallo liebe Pilzfreunde!
    Da ich diesen Herbst wieder mal nur die alten Bekannten mitgenommen habe, bin ich jetzt doch wirklich daran interessiert bis nächsten Herbst den ein oder aderen Pilz näher kennenzulernen. Da Zeit ein kostbares Gut ist, würde ich gerne morgens und abends in der Bahn mit Apps das ganze auf dem Smartphone lernen. Hab ein Note 4 was noch darauf wartet endlich als dieses bedient zuwerden.... Ist es überhaupt ratsam das über Handy, PC etc zu lernen?


    Und: Gibt es eventuell Alternativen? Danke für ein paar Meinungen und Tipps.

  • Hallo Grunnerit,


    ich finde es am besten, Pilzkurse zu besuchen und an möglichst vielen Exkursionen/Pilzwanderungen mit Fachleuten in Deiner Gegend teilzunehmen. So habe ich es wenigstens gemacht. Wenn Du aber um diese Jahreszeit im Zug vorbereitend lernen möchtest, schlage ich Dir vor, ein Buch zu kaufen und die Merkmale der Pilze, die Dich erst mal interessieren auswendig zu lernen. Vor allem auch der tödlich wirkenden Giftpilze. Auch die Zusammenhänge im Pilzreich sind in den meisten Büchern ganz vorne sehr gut dargestellt und zum Lesen im Zug geeignet.
    Meiner Meinung nach kommst Du mit einer App zum Lernen nicht weit. Es gibt viel zu viele Ähnlichkeiten bei den Pilzen.


    Viele Grüße
    Karin

  • Hallo Grunnerit,


    um den Unterschied nochmal klar zu machen:


    Die meisten apps (alle mir bekannten) sind für die "schnelle Bestimmung" gemacht - etwas, das ein Widerspruch in sich ist. Pilzbestimmung ist nicht schnell, egal ob mit Buch oder App.
    Auch viele Bücher sind für diesen Zweck gemacht, und bringen dann genauso schlechte Ergebnisse wie eine App. Es ist also nicht das Medium, sondern die Methode, die nicht angemessen ist.


    Unter den Büchern gibt es aber auch solche, die den Leser überhaupt in die Lage versetzen wollen, eine fundierte Bestimmung durchzuführen.
    Eines, das vom Format auch Bus- und Bahn-kompatibel ist, wäre z.B. Rita Lüder: Grundkurs Pilzbestimmung.


    Wäre sicher eine interessante Aufgabe, sowas zu einem web/app-basierten eLearning-Modul auszubauen...


    Grüße,



    Wolfgang

  • Es ist ja egal, ob unsere Generation - Zühli- Apps für Firlefanz hält oder nicht. Fakt ist, es wird sie geben, auch für Pilze und Pilzerkennung. Die Frage ist nur, ob mit oder ohne uns. Wir können uns trefflich darüber aufregen, ob es gute Pilz-Bücher gibt, aus denen man was lernen kann, oder ob es schlechte Pilzbücher gibt, die zudem viele Fehler enthalten - es gibt beides.




    Die DGfM hat es bisher nicht vermocht, unter Zuhilfenahme der vorhandenen Qualitäten ein gutes Pilzlehrbuch - z. B. als Ausbildungshilfe für den Weg zum Pilzberater oder-sachverständigen zustande zu bringen. Meiner Ansicht nach wäre das hilfreich.
    Genau so könnte ich mir auch lehrreiche Pilz-Apps vorstellen.
    Auch wenn ich sowas wahrscheinlich gar nicht nutzen würde. Aber ich hab ein Telefon ja auch nur zum telefonieren.


    Wie gesagt, es wird sie geben. Mit oder ohne die DGfM. Wir haben, wenn wir es wollen, es in der Hand, eine gute App zu entwickeln.
    Werbung für die DGfM wäre es allemal.

  • Hallo Peter,


    wenn die DGfM eine App entwickeln würde, wäre man dem gesamten komerziellen Regelwerk unterworfen..
    Ich fände es viel sinnvoller, die schon bestehenden Apps zu testen, ggf. eine Empfehlung auszusprechen und sich womöglich beratend zur Verbesserung der bestehenden Apps anzubieten. Die Kompetenz dazu liegt eindeutig bei uns.
    Mit dem Test könnte man dann prima Werbung machen.


    LG, Jens

  • Zitat

    Ich fände es viel sinnvoller, die schon bestehenden Apps zu testen, ggf.
    eine Empfehlung auszusprechen und sich womöglich beratend zur
    Verbesserung der bestehenden Apps anzubieten. Die Kompetenz dazu liegt
    eindeutig bei uns.


    Mit dem Test könnte man dann prima Werbung machen.

    So macht es der NABU mit Büchern. Die bekommen ein Prüfsiegel. Wir nehmen das mal in die nächste Präsidiums-TelCo und in die große Themensammlung auf.


    LG, Peter