Posts by zuehli

    Hallo Harald,


    Karbol-Champignon ist wohl auszuschließen, da der Geruch laut Tobias nach Champignon ist, und es auch keine Verfärbungen am Stiel gab: beim Karbol-Champignon wird der nach Anschnitt gelb .

    Wie abeja schrieb kann das Gilben auch schon mal ausbleiben und auf Geruchsbeschreibungen, die gerade von Neulingen geliefert werden, gebe ich nicht viel.

    Und wie riecht denn Champignon? Ich habe mir mal das Vergnügen gemacht, aus dem Pilzkompendium Band 2 von 51 näher beschriebenen Champignons die Gerüche zu notieren. So riechen also Champignons:


    rettichartig

    Jodoform

    urinartig

    Anis

    Bittermandel

    pilzig

    cristatoid (wie Stink-Schirmling)

    Pelargonien/Lerchensporn

    fruchtig

    Parfüm-blütenartig

    Maggi

    Chicoree

    Lakritze

    frisch geschältes Kiefernholz

    muffig

    süßlich-seifig

    fischig

    angenehm würzig

    unbedeutend

    Karbol

    Phenol

    nussartig

    Hallo Tobias,

    Champignons sollten das recht unzweifelhaft sein. Allerdings sind Wiesenchampignon auszuschließen, dazu sind die Fruchtkörper zu kräftig und die Stiele zu lang. Weitere Diagnaosen verbieten sich auf die Ferne, zumal die Exemplare auch nicht mehr so ganz frisch sind.

    Allerdings würde es mich nicht wundern, wenn die sich als Karbol-Champignons entpuppen würden.


    Mehr kann man aufgrund der Fotos nicht sagen.

    Harald

    mich interessiert ob sie essbar sind

    Hallo Theresa,


    Champignons sind als Gattung recht leicht zu erkennen, allerdings ist die Artbestimmung oft nicht einfach, schon gar nicht aufgrund von Fotos. Es gibt in Mitteleuropa ungefähr 70 verschiedene Champignon-Arten, darunter sind auch ein paar giftige.

    Bei deinem habe ich gefühlsmäßig den Eindruck, dass es sich um den Stadt-Champignon handeln könnte. Das ist aber aus der Ferne gesehen rein spekulativ und nicht als Bestimmung zu verstehen.


    Beste Grüße

    Harald

    Hallo Daniel,


    in dieser Gegend kenne ich mich natürlich nicht aus, aber vielleicht meldet sich da ja noch jemand. Ansonsten kannst Du ja mal hier nach Kontakten suchen: https://www.dgfm-ev.de/service/pilzsachverstaendige

    Empfehlenswert wäre auch das Pilzforum.eu, das einen höheren Publikumsverkehr als dieses Forum hier hat. (Nicht als Konkurrenz zu verstehen, sondern als Ergänzung - ganz klar).

    Der Kontakt mit anderen Pilzkollegen oder auch die Belegung von Pilzkursen ist natürlich immer sinnvoll.


    Beste Grüße

    Harald

    Heu-Düngerlinge im Zusammenhang mit Kleinkindern ist ja sozusagen der Klassiker.

    Die Fälle, die mir untergekommen sind, waren bislang alle folgenlos. Da mag u.U. auch daran liegen, dass die "Probanten" keine nennenswerten Pilzmengen aufnehmen. In der Regel schmeckt ja sowas einem Kind auch nicht und ob die Pilzfragmente überhaupt den Magen-Darm-Trakt erreichen, dürfte in den meisten Fällen auszuschließen sein.


    Beste Grüße

    Harald

    nachts um zwei Uhr ins 20 km entfernte Krankenhaus zu kommen, um Pilzreste, Erbrochenes o. ä. zu identifizieren, natürlich kostenlos.

    Hallo Peter,


    wieso kostenlos? Das muss doch keiner machen. Bei Krankenhausdiagnostik schreibe ich immer eine Rechnung. Bislang gabs da auch noch nie Probleme. Man sollte seine Fähigkeiten und sein Wissen wirklich nicht unter Wert verkaufen. Es gibt ja diesen alten Spruch: Was nichts kostet ist auch nichts wert...


    Im übrigen ist es nicht ungewöhnlich, dass Ärzte bei schwerwiegenden "Fehldiagnosen" einen Prozess am Hals haben. Ich kenne z.B. einen Fall mit nicht erkannter Meningitis.


    Beste Grüße

    Harald

    Ja, Lepista nuda. So können sie auch aussehen, mal mehr braun, mal mehr violett. Eine meiner Kursteilnehmerinnen klassifizierte den Geruch übrigens als "nach Gummihandschuhen", die Assoziation fand ich gar nicht so schlecht.


    Nur nicht irre machen lassen, ob des Variantenreichtums mancher Pilzarten. Hast Du schon mal beobachtet, wie vielseitig beispielsweise ein Perlpilz daherkommen kann?


    Beste Grüße

    Harald

    Wenn man da intakte Pilze sehen würde, die auch noch scharf fotografiert sind, könnte man dazu auch was vernünftiges sagen.

    Eine der Hallimasch-Arten ist es definitiv nicht!


    Grüße

    Harald

    Hallo Heiko,


    davon abgesehen, dass das ein alter Schlappen ist, geben die Bilder zur Bestimmung nicht viel her.

    Ein vager Verdacht von mir wäre Pleurotus dryinus.


    Beste Grüße

    Harald

    Hab noch mal drüber geguckt, meine luciferas hatten immer noch einen deutlichen Ring, der fehlt hier ja. Mit dem dünneren Stiel, wie Andreas G. meint, kann ich nicht so ganz konform gehen. Anhängend ein Bild von lucifera, wo ich keine großen Stieldickenunterschiede zum obigen Exemplar sehe.

    Also möchte ich dann auch meinen, dass spumosa plausibler ist.


    Beste Grüße

    Harald


    Hallo Oliver,


    ich habe auch schon S. collinitus unter Birke gefunden, es war nicht ansatzweise eine Kiefer auch in weiterer Ferne. Der Umstand wurde auch schon in anderen Foren diskutiert und es ist wohl in der Tat so, dass der Ringlose auch mit Birken kann. In der gängigen Literatur habe ich bislang keine Hinweise darauf finden können.


    Das Thema gabs auch schon mal im Tintling:

    http://tintling.com/inhalt/2003/butterpilz.html


    Beste Grüße

    Harald