Qualitätsprüfung und Gütesiegel für Pilzbücher

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Es gibt 27 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Peter Karasch.

  • Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie bietet Autoren und Verlagen eine Qualitätsprüfung für populäre Pilzliteratur an. Im Vordergrund steht dabei die inhaltliche Analyse. Nach der Prüfung können die Werke mit unserem Gütesiegel und Logo bedruckt und beworben werden.

    Quelle: https://www.dgfm-ev.de/news/qu…tesiegel-fuer-pilzbuecher

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  • Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    auch die Stiftung Warentest spricht mit seinem Logo auf dem Umschlag eine Empfehlung für ein Pilzbuch aus:
    Handbuch Pilze von Pelle Holmberg & Hans Marklund.


    Leider kenne ich das Buch lediglich von den Umschlag-Abbildungen. Nur um es selbst zu bewerten, wollte ich es mir nicht kaufen.


    Beste Grüße - Harry

  • Hallo,


    "So macht es dieses Buch, das in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Mykologie entstanden ist, Anfängern und fortgeschrittenen Pilzsammlern leicht, Pilze zu erkennen, richtig zuzubereiten und zu genießen."


    kopiert aus dem Kurzvorstellungstext auf Amazon: link


    Werbung mit unserem Namen oder in unserem Namen? Tagesgeschäft oder wird dies zum Tagesgeschäft?


    LG, Jens

  • Lieber Harry,


    danke für Deinen Hinweis auf dieses - mir ebenfalls unbekannte - Werk.


    Das Buch ist ein Verlagsprodukt der Stiftung Warentest. Insofern ist es nachvollziehbar, dass sie auch ihr Logo auf dem Titel platziert, um den Absatz zu fördern.


    Soweit ich das überschaue, gab es aber keinen Vergleichstest an Pilzbüchern, aus dem das Buch als Sieger hervorgegangen wäre o.ä.


    Interessant finde ich den Hinweis auf der Website, der auch bei Amazon in der Produktbeschreibung erwähnt wird:

    • In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM)

    Über die Hintergründe dieser Zusammenarbeit weiß ich leider nichts.


    Gruß, Andreas

  • Hallo,


    ich wundere mich ein bisschen, das sich niemand vom Präsidium oder FA Öff dazu äußert. Falls es die behauptete Zusammenarbeit nicht gab, wäre es m.E. schon ein ziemlich starkes Stück, das Buch damit zu bewerben.


    Zumindest so etwas wie "wir untersuchen das" hätte ich schon erwartet.


    Beste Grüße,
    Craterelle

  • Hallo Peter,


    Dann habt ihr (du bist ja aktuell in beiden Gremien) also keine Kenntnis von einer Zusammenarbeit?


    Nur mal so für den Hinterkopf: die Stiftung Warentest verlangt minimal 7.000 pro Jahr für die Erlaubnis, ein Produkt mit ihrem Testergebnis zu bewerben. Was die wohl demjenigen abknöpfen würden, der das missbräuchlich tut?


    Beste Grüße,
    Craterelle

  • Dann habt ihr (du bist ja aktuell in beiden Gremien) also keine Kenntnis von einer Zusammenarbeit?

    Es hat bei dem Buch keine Zusammenarbeit mit der DGfM gegeben.
    Der Verlag hat mich letztes Jahr privat als Fachberater für die inhaltliche Anpassung der deutschen Übersetzung engagiert. Das kann man unschwer an ein paar Bildern von mir und im Impressum sehen. Deshalb ist die DGfM in Zusammenhang mit Prävention von Pilzvergiftungen und pilze-deutschland im Buch auch mehrfach erwähnt.
    Im Buch selber (das ich zur Zeit auf Reisen nicht zur Hand habe) sollte folgendes stehen:
    Das Handbuch Pilze ist
    in Zusammenarbeit mit einem
    Fachberater Mykologie der
    Deutschen Gesellschaft für
    Mykologie entstanden.


    Den hier nun bei Amazon etc. verwendeten Satz wollten sie ursprünglich auch ins Buch setzen. Ich habe mich endeutig dagegen ausgesprochen, weil es eben nicht den Tatsachen entspricht.
    Ich bin entsprechend sehr verwundert und sauer, dass es nun in der Form verwendet wurde und versuche nun erstmal auf dem direkten Kontakt, das es schnellstens bereinigt wird.


    Beste Grüße, Peter

  • off topic (weil hier ja überall eh die gleichen Diskutanten sind): Wenn die Vergabe an Externe (outsourcing wurde das vom Vizepräsidenten genannt) den Tatbestand, dass die DGfM als Aufgabe die Aus- und Weiterbildung leistet, erfüllt, dann ist die Tatsache dass ein Fachberater für Mykologie der DGfM am Buch mitgewirkt hat, mindestens als auch Zusammenarbeit mit der DGfM zu sehen, sogar eher noch, als das outsourcen von Aus- und Weiterbildung was mit den Aufgaben und Zielen der DGfM zu tun hat. Der Verlag sollte also eine Spende an die DGfM leisten und gut ist (weil vom Markt zurückziehen und die komplette Auflage in die Papiermühle geben, wäre dann wohl doch unangemessen).

  • Hallo Peter,


    gibt es einen Grund, weshalb Du in letzter Zeit auf Grußfloskeln hier im Forum verzichtest? Die paar Sekunden für ein Mindestmaß an Höflichkeit, finde ich, haben wir alle verdient.


    Zur Sache selbst: Der Verlag hat mit Peter K. eine Person beauftragt, die Mitglied in der DGfM ist und die Qualifikation zum Fachberater für Mykologie univ. gepr. erworben hat. Das ist in meinen Augen aber noch lange keine Zusammenarbeit mit dem Verein. Zumal etwas anderes vereinbart wurde.


    Sicher hat niemand Interesse am Einstampfen der Bücher, zumal der PSV im Inneren wohl beworben wird. War heute zwar im Augsburger Thalia, aber mir reichte zum Schluss leider die Zeit nicht, die Stelle zu sichten.


    Wie auch immer: Ich habe volles Vertrauen, dass Peter K. einen für unseren Verein und den Verlag gangbaren Weg finden wird.


    Gruß, Andreas

  • Hallo Andreas,


    ist es wirklich notwendig, dass ich, wenn ich niemanden direkt anschreibe, Grußformeln verwende? Wenn, so wie jetzt hier, wo ich Dir direkt antworte, jemand angesprochen wird, dann selbstverständlich mit Ansprache und auch mit höflicher Verabschiedung. Das oben stehende sollte lediglich ein Einwurf sein. Inhalt dieses Einwurfes: "Sich damit zu beschäftigen, dass jemand außerhalb der DGfM etwas getan hat, was er eigentlich nicht tun sollte, was aber bei pragmatischer oder auch nüchterner Betrachtung nicht mehr zu ändern ist, ist vertane Zeit und hilft niemanden weiter". Die Werbung mit oder für die DGfM schadet der DGfM ja nicht - im Gegenteil, macht sie doch beim Pilzbuchkäufer bekannt, dass es da eine Gesellschaft gibt, die sich mit Mykologie beschäftigt. Peter K. kann nichts dafür, dass da was steht, also was soll´s und was sollte Peter K jetzt für einen Weg für den Verein und den Verlag finden. Es gibt keinen.
    Und es muss in diesem Fall auch keiner gefunden werden.
    Der einzige Weg ist der, Fakten als Fakten zu akzeptieren. Und mal ehrlich, was spricht denn dagegen, dass zusammen mit der DGfM ein gutes Pilzbuch erscheint? Nichts. Außer dass natürlich auch andere, insbesondere DGfM-Mitglieder einen Anspruch geltend machen, dass auch ihre Bücher künftig als "in Zusammenarbeit mit der DGfM erarbeitet" beworben werden dürfen. Und viel besser als die DGfM auf diese Weise bei jedem Pilzbuchkäufer bekannt zu machen, kann man doch Öffentlichkeitsarbeit gar nicht machen.
    Solange die DGfM ihrem Auftrag als gemeinnütziger Verein damit entspricht, ist doch nichts dagegen einzuwenden. Und wenn dann im Buch sogar noch der PSV der DGfM beworben wird, dann ist´s doch umso besser.
    Man muss also nicht Böswilligkeiten sehen wollen, wo es keine gibt.Und schon gar nicht sehe ich, warum sich Peter K nun dafür rechtfertigen müsste.


    Also NEIN!, es gibt keine Verschwörung auf Grußformeln zu verzichten - ich fand sie bei dem als "off topic" gekennzeichneten Beitrag, der verkürzt das ausdrücken sollte, was ich jetzt etwas ausführlicher formulierte, entbehrlich.


    Mit einem besonders lieben Gruß an Dich und alle andern - Peter

  • Hallo Peter,


    Natürlich darf Peter K. mit seinem erworbenen Titel egal wo und wie in Erscheinung treten. Wofür hat er ihn sonst gemacht. Es ist halt nur ein Fehler des Verlages, sich dieser DGfM-Formulierung zu bedienen. Das gilt es zu klären. Was ich aber eben noch gerne beantwortet hätte, ist ob Peter K. über eine Anfrage an die DGfM diesen Auftrag erhalten hat oder ob er direkt angefragt wurde. Erstes fände ich nämlich nicht so koscher und hoffe auf zweites. Allerdings verstehe ich auch nicht, warum er seinen Namen nicht direkt mit seinem Titel verknüpft im Klappentext aufgeführt hat. Bessere Werbung für sich kann man doch gar nicht machen...


    LG, Jens

  • Hallo Peter,


    auch bei Beiträgen an unspezifische Empfänger finde ich Grußformeln ein Zeichen von Höflichkeit und sollten selbstverständlich sein. Mglw. bin ich mit dieser Einstellung in der heutigen Zeit antiquiert. Aber da kann ich leider nicht aus meiner Haut.


    Zurück zum Thema: Ich sehe das ähnlich wie Du. Die DGfM wird beworben, die Pilzsachverständigen werden im Inneren hervorgehoben - gute Öffentlichkeitsarbeit, allenfalls mit einem Schönheitsfehler. Einen Schaden kann ich nicht erkennen.


    Peter hat auch keine überzogenen Forderungen gestellt (z.B. Restauflage einstampfen), die beim Gegenüber in den falschen Hals gelangen könnten, sondern gleich die Gelegenheit genutzt, auf unsere Qualitätsprüfung für populäre Pilzbücher und unser Gütesiegel aufmerksam zu machen.


    Vielleicht ergibt sich da ja mehr.


    Auf jeden Fall klasse, dass Harry auf dieses Buch aufmerksam gemacht hat - besten Dank an dieser Stelle! :thumbup:


    Gruß, Andreas

  • Hallo,


    also da ich nun selbst Buchautor bei einem renommierten Verlag bin, muss ich sagen dass mir das nicht ganz so gleichgültig ist wie Euch. Mich fragt dann nämlich mein Verlag, warum auf "unseren" Büchern nicht auch so ein Hinweis drauf ist, bzw. warum ich nicht dem Verlag vorgeschlagen habe, so einem Hinweis drauf zu machen. Schließlich bin ich "Referent der DGfM" was ja dann ebenso als "in Zusammenarbeit mit der DGfM" umgemünzt hätte werden können.
    Ich finde schon, dass man da Stiftung Warentest bzw. Amazon sehr auf die Füße stehen soll, und sie sollen unverzüglich diese falsche Werbung unterlassen und ich bin auch sehr dafür, dass sie durchaus eine Spende an die DGfM entrichten dürfen wenn sie keine Abmahnung haben wollen.


    Ich bitte ebenfalls darum, klare Aussage dazu zu erhalten, an wen genau der Verlag herangetreten war, in wie weit die DGfM dabei involviert war oder eben nur Peter K. als Privatperson.


    beste Grüße,
    Andreas

  • Guten Morgen Zusammen,


    Was ich aber eben noch gerne beantwortet hätte, ist ob Peter K. über eine Anfrage an die DGfM diesen Auftrag erhalten hat oder ob er direkt angefragt wurde.

    selbstverständlich ist der Verlag an mich persönlich herangetreten. Solch eine Arbeit gehört nicht mal zum Randgeschäft der DGfM, denn es ist eine Dienstleistung.


    Und in der Tat würde ich mir wünschen, dass deutlich mehr Pilzbücher auf dem Markt den Hinweis auf unsere Gesellschaft beinhalten.
    Im Übrigen hat sich der Verlag im Buch an die Absprachen gehalten, dort steht der vereinbarte Text. Komplexer wird es nun mit Werbetexten, die Buchhändler xy verwendet. Auf die hat ein Verlag nur begrenzten Einfluss. Da ist nun schwerer nachvollziehbar, was die Vertriebsabteilung mitgeteilt hat und was die Buchhändler draus gemacht haben.


    Auch wenn hier das Pferd nun von hinten aufgezäumt wird, haben wir die Möglichkeit, über unser Qualitätssiegel in der nächsten Auflage aus der virtuellen "Zusammenarbeit" eine echte zu machen. Details werden gerade geklärt.


    Allerdings verstehe ich auch nicht, warum er seinen Namen nicht direkt mit seinem Titel verknüpft im Klappentext aufgeführt hat. Bessere Werbung für sich kann man doch gar nicht machen...

    Das würde meinem Selbstverständnis widersprechen, denn es ist trotz redaktioneller Überarbeitung eine Übersetzung der Originalausgabe.


    Mich fragt dann nämlich mein Verlag, warum auf "unseren" Büchern nicht auch so ein Hinweis drauf ist, bzw. warum ich nicht dem Verlag vorgeschlagen habe, so einem Hinweis drauf zu machen.

    Das will ich doch hoffen, dass die anderen Verlage das künftig tun, denn was Besseres kann uns wirklich nicht passieren. Vielleicht musst du dich nur fragen, warum du nicht selbst schon darauf gekommen bist ;)


    Beste Grüße, Peter