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Es gibt 38 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Krötenhocker.

  • Hallo nochmals,


    leider negativ.


    Ditte hat mir übrigens blitzartig geantwortet und meint ebenfalls, dass es sich um eine Mallocybe aus der dulcamara-Gruppe handelt.


    Sie schrieb weiter, dass die Mallocyben noch schlechter bearbeitet sind als die übrigen Inocyben. Laut Ditte wurden bislang so gut wie keine Holotypen analysiert. Deshalb könne sie derzeit höchstens sagen, ob die Sporengröße und die Zystiden auf die Gruppe um dulcamara passen.


    Ich denke, dass ich Ditte damit nicht belaste. Irgendwann wird mein Mikroskop schon wieder einsatzfähig sein. Und mit etwas Glück mikroskopiere ich dann nochmals rein. Aber das hatte ich mir schon bei zig anderen Belegen gesagt, die noch auf Halde liegen... :whistling:


    Gruß, Andreas

  • Hallo zusammen!


    Zu euren teils richtig schönen Funden meinen allerherzlichsten Beineid. ;)


    Hin und wieder stolpert man tatsächlich über solche Pilze, die teils auch lange schon auf der "Fundwunschliste" standen und darum etwas besonderes darstellen. In meinem Fall war das im letzten Jahr der Rosensftling (Hygrocybe calyptriformis, jetzt Porpolomopsis calyptriformis):




    Solche Funde werden sich aber kaum in jedem jahr wiederholen lassen.



    LG; Pablo.

  • ... ... In meinem Fall war das im letzten Jahr der Rosensaftling (Hygrocybe calyptriformis, jetzt Porpolomopsis calyptriformis):

    Hallo Pablo,


    bei mir steht der schon lange auf der Fund- Wunschliste. Wo hast du denn den gefunden?
    Zur rechten Zeit am rechten Ort sollten die ja immer wieder zu sehen sein. Letztes Jahr beim Brienzer Rothorn war leider nicht die rechte Zeit und viel zu trocken.


    Mein Highlight hat sich leider seit zwei Jahren nicht mehr gezeigt.
    Hier der letztes Bild von (damals noch Omphalina) Arrhenia discorosea ist vom 10. Oktober 2015


    Gruß Alis

  • Hallo, Alis!


    Der Saftling fand sich bei Wiesbaden, bei einer Exkursion mit einigen "Locals". Genaueres besser per PN oder Mail austauschen. ;)
    Omphalina sind ja soweit ich weiß nur noch Arten mit irgendwie ockerlichen, ockerbräublichen oder ockergelblichen Farben und +/- hellen (ungefärbten) Lamellen. Wie weit das Sinn macht, dann auch solche Holzbewohner wie den Rosasporigen zu Arrhenia zu packen, kann ich nicht beurteilen.
    Aber ich glaube, wenn man den weiter Omphalina nennt, wird einen doch jede/r verstehen. Ist ja bei den Boletus - Arten, de nun nicht mehr Boletus sind, ählnich. Gut, wenn man im Hinterkopf hat, daß das irgendwie aufgedröselt wurde, aber für den Alltagsgebrauch sind "Boletus radicans", "Omphalina discorosea" oder "Hygrocybe calyptriformis" irgendwie praktischer und besser verständlich.



    LG, Pablo.

  • Hallo Zusammen,



    ich freue mich seit Ende 2015 immer wieder an einem kleinen Pilzchen, dass im Winterhalbjahr an abgestorbenen Pappel- und Weidenzweigen der Initialphase zu finden ist. Panellus ringens, der Rachenförmige Zwergknäueling.


    In der Roten Liste wurde er noch als extrem seltene Rarität eingestuft, was sich inzwischen zumindest für den Böhmerwald ganz anders darstellt. Erst heute ist er mir wieder beim Gassigehen begegnet. Gestern auf der Loipe usw., sodass seit 2 Jahren > 30 Nachweise kartiert werden konnten.


    Vielleicht animiert das ja den einen oder anderen Pilzfreund in montanen, luftfeuchten Gegenden mal zwischen den unzähligen Exidia recisa's nach ihm zu suchen.


    Info's zur Verbreitung und ein paar Bilder gibt es hier http://www.pilze-deutschland.d…us-ringens-fr-romagn-1945 und hier http://bayern.pilze-deutschlan…us-ringens-fr-romagn-1945



    LG, Peter

  • Nabend zusammen,


    hier ist ja richtig was los mittlerweile. Gefällt mir sehr.
    An dieser Stelle möchte ich mich schon einmal bei allen Bedanken, die hier rege mithelfen.


    Ich habe auch noch etwas gefunden, was ich allerdings gar nicht zuordnen kann. Vom Zuordnen ob es überhaubt ein Pilz ist oder nicht ganz zu schweigen.


    Gefunden habe ich das Objekt in der Echinger-Lohe.



    LG Chris

  • Hallo Chris,


    Du zeigst Sporocarpien von Schleimpilzen. Da sie nur in der Draufsicht fotografiert sind, kann man die Form (z.B. Übergang Stiel – Kelch) nicht sehen. In Frage kommen wahrscheinlich Hemitrichia clavata oder Hemitrichia calyculata.


    Viele Grüße – Rika

  • Guten Morgen Rika,


    Vielen Dank für deine Antwort. Ich dachte immer, dass Schleimpilze flächendeckend sind und nicht solche vereinzelte "Sporenlager" bilden.
    Da ergeben sich bei mir schon wieder einige neue Fragen und hoffe, dass ich niemanden damit nerve.



    Der Schleimpilz ist nur Nachts aktiv habe ich gelesen und kommt nur zum Vorschein, wenn es feucht genug ist?
    Sind die Sporocarpien dann Hinterlassenschaften oder Ruhezustand, wenn man das so sagen kann?
    Und warum heist der "Schleimpilz", wenn er angeblich gar nicht zu den Pilzen gehört und wo gehört er dann hin?


    Einen Interessanten Artikel habe ich hier gefunden ---> KlickMich


    Entschuldigt nochmal für soviele eve. dumme Fragen.
    Schleimpilze scheinen interessanter zu sein, als man meint.


    LG Chris

  • Hi Chris,


    von Schleimpilzen habe ich nur wenig bis keine Ahnung - das ist nicht meine Baustelle.

    Und warum heist der "Schleimpilz", wenn er angeblich gar nicht zu den Pilzen gehört und wo gehört er dann hin?

    Wolfgang Prüfert hat auf der DGfM-Website in dem Artikel "Was ist ein Pilz?" einen vereinfachten Stammbaum veröffentlicht, aus dem auch die verwandtschaftliche Stellung der Schleimpilze hervorgeht.


    Gruß, Andreas

  • Hallo Chris,


    am besten liest Du einfach mal z.B. hier nach:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Myxogastria
    http://www.schleimpilze.com/index.html


    Grob vereinfacht gesagt, hat ein Myxomycet 2 Hauptlebensphasen, zuerst als einzelliges Plasmodium mit vielen Zellkernen (eine Art Amöbe), dann zur Vermehrung wandelt sich das Plasmodium um zu Fruchtkörpern mit Sporen – sowas hast Du fotografiert. In schlechten Zeiten (zu trocken, zu kalt) kann sich das Plasmodium zu einem Sklerotium zusammenziehen und so bspw. den Winter überstehen.


    Plasmodien oder Sklerotien sind i.d.R. nicht bestimmbar, dazu braucht man ausgereifte Fruchtkörper (Sporocarpien) und ein Mikroskop...


    Dieses gelbe Plasmodium (alles ist eine Riesenzelle) frisst gerade Phlebia radiata. Das Weißliche rechts unten sind die Überreste der verzehrten Phlebia, das Plasmodium sammelt sich in "Adern" und zieht weiter zum nächsten Phlebia-Fruchtkörper, überzieht ihn mit eine dünnen Schicht zur optimalen Nahrungsaufnahme, usw.
    Übrigens ist dieses Foto am helllichten Tag entstanden – soviel zum Thema "nachtaktiv".



    Viele Grüße – Rika

  • Hallo zusammen.


    Entschuldigt bitte meine etwas späte Antwort, aber ich war ein wenig eingespannt in andere Projekte und deren Planung. ;)


    Vielen Dank für die Hinweise und Infos zu den Schleimpilzen.
    Die ganze Thematik ist doch komplizierter als gedacht, aber echt interessant.
    Künftig werde ich mehr die Augen offen halten nach solchen Funden.
    Habe da noch ein paar weiterführende Links gefunden, die ich derzeit Stück für Stück durcharbeite.


    Hier habe ich dann noch einen kleinen Fund.
    Die beiden Bilder habe ich wegen der Strukturen abgelichtet, die ich für Fotomontagen verwendet habe.
    Was genau das aber ist muß ich leider passen.
    Für jeden Hinweis bin ich euch dankbar.



    LG Chris

  • Hallo, Chris!


    Ich fürchte, solche resupinaten Porlinge werden sich nur mit mikroskopischer Untersuchung bestimmen lassen. und auch damit ist es oft genug nicht so einfach.
    Wenn ich jetzt raten müsste bzw. einen Arbeitstitel für eine noch zu mikroskopierende Kollektion aussuchen sollte, dann würde ich bei deinem Fund mal Schizopora radula vorschlagen. :)



    LG, Pablo.

  • Hallo Pablo,


    vielen Dank für deine hilfreiche Antwort.
    Ich wusste nicht einmal, dass dies in Richtung Porlinge einzuordnen ist.
    Dass die so schwer zu bestimmen sind ist halt Pech ;) Dein Hinweis auf Schizopora radula sieht bei den gefundenen Bildern jedenfalls schon sehr ähnlich aus.


    Was ich allerdings jetzt schon sagen kann ist, dass mein Interesse immer mehr geweckt wird.
    Na mal sehen wie sich noch alles entwickelt.


    Hier habe ich noch einen Mottenkugel Lederrindenpilz glaube ich zumindest.
    Gefunden in der Echinger Lohe auf Eichenholz.



    Also vielen Dank nochmal für deine Antwort Pablo.


    LG Chris

  • Hallo miteinander,


    immer wieder habe ich Hainbuchen-Äste und Stämme gesehen, auf denen die Fruchtkörper in nahezu parallelen Reihen wuchsen. Mit dem Bestimmen habe ich mich lange Zeit schwer getan. Daher freue ich mich über das Bild umso mehr: Melogramma campylosporum Fr.


    Viele Grüße aus Braunschweig


  • Hallo, Chris!

    Hier habe ich noch einen Mottenkugel Lederrindenpilz glaube ich zumindest.
    Gefunden in der Echinger Lohe auf Eichenholz.

    Das glaube ich auch.
    Jedenfalls sieht es optisch sehr passend aus, wenn denn der typische Geruch wahrzunehmen war (klappt leider bei arg alten oder trockenen Fruchtkörpern meistens nicht mehr), dann kann man den auch gut makroskopisch bestimmen.



    LG; Pablo.

  • Zum vergangenen Jahr, welches bei uns pilzmäßig überdurchschnittlich ausfiel, fallen mir etliche hübsche Sachen ein. An dieser Stelle spendiere ich mal einige Lorcheln. Einen Beleg hatte ich Anfang Dezember an Uschi (Gelbfieber) geschickt. Ich hoffe, sie hat demnächst Zeit, sich die Teile mal anzuschauen.



    Grüße Ingo