Posts by Andreas Kunze

    Hallo Andreas,


    sollte es jemanden geben, der das untersuchen will: Ein Beleg ist laut Ben Schultheis vorhanden.


    Auf der italienischen Internetseite, von der ich die makroskopischen Merkmale her habe (siehe Nachtrag im Initialbeitrag), gibt es noch weitere interessante Infos über den Hasel-Stielporling. Demnach wurde (wird?) die Art in Italien regional kultiviert und war (ist?) ein geschätzter Speisepilz. Als erstes wurden die „Carbonari“ auf dessen Kultivierung aufmerksam: Sie beobachteten auf den Plätzen ihrer Kohleproduktion die Fruktifizierung des Hasel-Stielporlings. Später wurden (werden?) geeignete Stämme mit einer brennbaren Flüssigkeit eingesprüht, abgeflammt und in Erde eingegraben, um das Wachstum der Fruchtkörper zu initiieren.


    Ich hoffe zumindest, dass ich das Italienisch mithilfe den div. Online-Übersetzern richtig interpretiert habe. ;)

    Gruß, Andreas

    Guten Morgen beisammen,


    die Tage bin ich auf einen Medienbericht über einen Fund des im Mittelmeerrum häufigen Hasel-Stielporlings in Luxemburg aufmerksam geworden. Der Nichtblätterpilz wurde dort mehrfach auf Brandstellen beobachtet. Er scheint dort eine Vorliebe für verkohltes Eichenholz zu haben. Ansonsten kommt die Art noch an Hasel (Name!) und Esskastanie vor. Spannend: Auf mehreren Versuchsflächen in Luxemburg, die kontrolliert abgebrannt wurden, fruktifizierte Polyporus corylinus stets nach +/- einer Woche nach den Bränden.


    Die Aussage des Nichtblätterpilze-Experten Ben Schultheis, die Art sei so weit nördlich noch nie festgestellt worden, außer im Norden Luxemburgs, muss hingegen revidiert werden: Im Portal der Pilze Deutschlands ist ein Fund von Matthias Lüderitz (erfasst von Maren Kampke) verzeichnet, der noch deutlich nördlicher liegt.


    Makroskopische Merkmale - frei übersetzt von www.nuovamicologia.eu/polyporus-corylinus: Der Hasel-Stielporling bildet in Hut und Stiel gegliederte Fruchtkörper. Der Hut ist normalerweise zentral, seltener auch seitlich gestielt. Der runde, gewölbte bis trichterförmige Hut misst 2-10 cm im Durchmesser und ist 5 mm bis 1 cm dick. Der Rand ist entweder eingerollt oder läuft spitz aus. Die kahle Hutoberfläche ist creme- bis ockerfarben. Die achteckigen Poren auf der Hutunterseite sind strahlenförmig angeordnet und laufen am Stiel herab. Sie sind weiß bis creme gefärbt. Der zylindrische, an der Spitze leicht erweiterte Stiel ist 5-12 cm lang und bis zu 1-2 cm dick. Er hat eine glatte und kahle Oberfläche. Der weiße bis ockerfarbene Stiel ist an der Basis dunkelbraun gefärbt. Das trocken brüchige Fleisch ist weiß bis cremefarben.


    Die Art wird heute übrigens in der Gattung Cerioporus, die eine Gruppe Stielporlinge um den Schuppigen Porling umfasst, geführt. Die morphologischen Gattungsmerkmale können z.B. der Arbeit von Zmitrovich & Kovalenko (2016) entnommen werden. Hier noch ein Artporträt, zwar in italienischer Sprache, aber dafür mit Makro- und Mikrofotos.


    Dass die Art jung essbar ist, sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Viel mehr würde mich interessieren, ob der Hasel-Stielporling hierzulande wesentlich häufiger vorkommt, als der Einzelfund im hohen Norden suggeriert?


    Gruß, Andreas



    Literaturhinweis

    • SCHULTHEIS B, THORN J (2014) Ein Heißsporer unter den Pilzen: Polyporus corylinus Mauri = Polyporus tunetanus Pat. Der Tintling 87. 2/2014: 37-42.

    Hallo in die Runde,


    mit dem Artikel Radioaktivität in Pilzen unseres DGfM-Toxikologen Prof. Dr. Siegmar Berndt existiert ein fundierter Beitrag auf unserer Website, der die radiaktive Belastung von Wildpilzen beleuchtet. Darin ist auch eine Deutschlandkarte enthalten, auf der die Bodenkontamination mit 137Cs im Jahr 1986 dargestellt ist.


    Ich könnte mir gut vorstellen, in Zusammenarbeit mit dem Autor den Artikel mit aktuelleren Messwerten aufzufrischen, inhaltlich zu erweitern und im nächsten Jahr zur Hauptsaison eine Mitteilung an die Medien herauszugeben. Vielleicht wäre auch eine Sammlung mit Fragen und Antworten zu dem Thema eine sinnvolle Ergänzung, in deren Rahmen man z.B. die Halbwertszeit für "Otto-Normal-Pilzler" verständlich erläutern könnte. Gerne mit ein paar bunten Grafiken, um das Thema "leckerer" aufzubereiten.


    Bei der Gelegenheit könnte man auch über die Konzeption eines neuen Ausstellungsplakats zum Thema nachdenken, selbst wenn es "nur" auf eine hellere und freundlichere Variante des Posters Radioaktive Belastung der Wildpilze hinausläuft.


    Was haltet ihr davon - habt ihr noch weitere Vorschläge und Anregungen?


    Gruß, Andreas

    Danke für Deine Unterstützung Stefan. :thumbup:


    Ergänzen möchte ich noch, wenn ich mich recht entsinne, dass aufgrund der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) keine externen Bilder mehr eingebunden werden können.


    Hintergrund: Würde ein Benutzer hier im Forum ein Thema mit externen Bildern öffnen, würden auf dem externen Server, auf dem die Bilder liegen, die IP-Adresse und der Zeitstempel des Benutzers protokolliert werden (Server-Log-Filess). Anhand dieser Daten ließe sich jedoch ein Benutzer identifizieren, weshalb dies unzulässig ist.


    Deshalb müssen alle Bilder über den Karteireiter [Dateianhänge] und die [Hochladen]-Schaltfläche unterhalb des Beitragseingabefelds - rechts neben dem Karteireiter [Smileys] - auf "unseren" Server hochgeladen werden.

    Ich hoffe, das hilft Dir weiter. Falls noch etwas unklar ist, bitte einfach fragen.


    Nach der Hauptsaison werde ich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Einbinden von Bildern erstellen - ich erstelle mir gleich Mal ein ToDo.


    Bis zur Tagung in Möhnesee. :)


    Schönen Gruß aus Donauwörth


    Andreas

    Hallo in die Runde,


    den Nordischen Schwammporling hatte ich heuer im Mertinger Forst an Fichtenstubben gefunden und abgelichtet:




    Leider habe ich versäumt, ein Schnittbild zu machen.


    Gruß, Andreas

    Hallo zusammen,


    an hübschen Fliegenpilzen kann ich auch nicht vorbeigehen. Leider habe ich in meinem Bildarchiv noch keine aufgeschirmten Exemplare abgelichtet. Aber wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel. 8)


    Gruß, Andreas











    Servus Matthias,

    Und im Mertringer Forst soll es doch keine Schwammerl geben, wo wart ihr da bloss unterwegs? ;o)

    das wird mich bis zum Ableben verfolgen, fürchte ich ... :D


    Der Berindete Seitling (Pleurotus dryinus) war für mich eine echte Überraschung - der ist neu für den Mertinger Forst. Mal schauen, ob ich es diese Woche nochmals dorthin schaffe, um das Substrat zu identifizieren und die Frk. in Ruhe abzulichten.


    Gruß, Andreas

    Hallo abeja,

    Daher hatte ich mir nur die Merkmale dokumentiert und eine Kollage daraus erstellt.

    tolle Idee mit der Makrokollage! Gefällt mir richtig gut. Da könnte man auch ein Spiel draus machen (Arten erraten, Merkmale mit dem Finger anzeigen) und dabei auch noch was lernen. 8)


    Hallo Stefan,

    Hier einer mit zeigt Einer die Zähne.

    Bei dem Bullauge war bestimmt ein Stararchitekt am Werk. :D


    Gruß, Andreas

    Servus Matthias,


    nein, die Antwort in der Umfrage fehlt nicht. Ich wollte wissen, ob jemand zu der im Raum stehende Strafe eine Meinung hat, und falls ja, wie sie/er die 1.700 Euro bewertet: übertrieben, gerechtfertigt oder zu niedrig. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.


    Ich hoffe, dass Du nicht zu viele Stein-Pilze sammelst. ;)


    Gruß, Andreas

    Guten Morgen,


    gestern Nachmittag war ich kurz im Donauwörther Stadtteil "Parkstadt", der auf dem südwestlichen Ausläufer der Fränkischen Alb liegt, unterwegs.


    Auf den ersten drei Bildern bin ich mir unschlüssig, ob es sich "nur" um den Gefleckthütigen/Gehämmerten Röhrling (Hemileccinum depilatum) oder den Fahlen Röhrling (H. impolitum) handelt. Die Fruchtkörper standen rings um eine Birke am Stammgrund. Im Einzugsbereich standen sowohl Hainbuchen als auch Eichen. Der Boden ist basisch, der Fundort hat ein leichtes Westgefälle. Ein paar Meter weiter standen noch alte Netzhexen.






    Zum Glück stand da niemand drunter, als der Ast abbrach und herabstürzte. Er wurde offenbar durch den Eichen-Feuerschwamm (Fomitiporia robusta) destabilisiert.





    Der Ausblassende Birken-Täubling (Russula exalbicans) fruktifizierte mit über einem dutzend Frk. unter einer Birke.



    Das frischeste Exemplar des Netzstieligen Hexenröhrlings (Suillellus luridus) während der Begehung:



    Auf dem Rückweg zum Auto fiel mir ein junger Eichen-Leberreischling (Fistulina hepatica) ins Auge. Drückt mir die Daumen, dass ich morgen mit meiner Kamera noch bessere Aufnahmen hinbekomme. Hoffentlich macht den Frk. niemand platt.




    Meine Bekannte Gabi hat derweil zwei Meter weiter den Braunhaarigen Wurzelrübling (Xerula pudens/longipes) erspäht - noch nie live gesehen, weshalb ich nicht genau hinsah und zunächst einen Risspilz vermutete. Am samtigen Stiel kann man gut Ablagerungen des weißen Sporenpulvers erkennen.





    Ein schöner Abschluss dieser Runde.


    Gruß, Andreas

    Hallo abeja,


    danke fürs Nachhaken.

    Quote

    ... so hat dies die Höhere Naturschutzbehörde (Regierungspräsidium Freiburg) bestimmt.

    Dass die Mengenangaben von der Höheren Naturschutzbehörde ausgehen können, ist mir neu. Wäre spannend zu wissen, ob das generell der Fall ist oder ob das sonst die Untere Naturschutzbehörde übernimmt.


    Gruß, Andreas

    Hallo Chris,


    zu Deinem vierten Bild fällt mir nur Ingo Wagners Spruch ein, den er bei so mancher Bestimmungsanfrage in den einschlägigen Facebook-Gruppen anbringt:

    Quote

    Pilze von oben sind wie Käfer von unten: In den seltensten Fällen bestimmbar.

    Das nächste mal also bitte auch ein Foto von unten, um den Stiel und das Hymenophor unter dem Hut beurteilen zu können. Bei Röhrlingen kann auch ein Schnittbild und die Info, ob sich das Fleisch bei Luftkontakt verfärbt hat, hilfreich sein, die Art einzugrenzen oder gar zu bestimmen.


    Gruß, Andreas